Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1577674
Nr. 2183-2184. 
877 
The Cosmographical Glasse, conteinyng the pleasant Principles 
of Cosmographie etc. Compiled by Wm. Cuningham  Excusum 
Londim" in officina Joan. Daii A. 1559. Auf einigen dieser Buch- 
stauben-Vignetten kommen die Initialen I D vor. Day sagt in einem 
1567 von ihm gedruckten Buche selbst, dass er die "Saxon letlres" 
geschnitten habe Vgl. J. Jackson (und Claatto) Treatise an wood 
engraoing  London 1830 p. 508. 
2183. Unbekannter Formschneider, welcher in der zweiten Hälfte 
I O D des 16. Jahrhunderts thätig war. Man ündet ein Blättchen, 
welches den Fuchs vorstellt, wie er in der Mönchskutte den 
Hühnern predigt, qu. 12. Dieser Holzschnitt gehört in ein Buch mit 
lateinischem Text. ' 
2184- Johann 16 Dlltq, Genremaler und Radirer, einer der treif- 
I D f 1D lichsten niederländischen Meister, wurde 1636 im 
' I " Haag geboren, und von Paul Potter unterrichtet. 
1D mve- fe-1664- Er zeichnete und malte anfangs Thierstücke, trat 
aber später in Kriegsdienste, und von dieser Zeit an datiren seine Ge- 
mälde mit militärischen Scenen. Man liest gewöhnlich, dass seine 
Lebensverhältnisse, und sein Todesjahr nicht bekannt seien. Im Jahre 
1658 wurde er Mitglied der Haagschen Kamer van Pictura, 1670 
Hauptmann der Confreriekamer, und 1672 trat er als Capitän in die 
reguläre Armee über. Sein Tod soll 1692 oder 1693 erfolgt seyn. 
 Bartsch I. p. 201 ii". beschreibt zehn radirte, kostbare Blätter mit 
Hunden, und R.Weigel fügt in den Supplementen zum Peintre-graveur 
S. 23 ein eilftes Blatt hinzu. Auf diesen Blättern kommt der Name 
vor, und wir gehen daher nur auf die Blätter mit den Initialen ein, 
wobei auch ein anderer J. Duc Ansprüche erhebt. 
1-4. Studien von Figuren zu einer Anbetung der Könige. Sie 
wurden auf eine Platte gestochen, die Abdrücke mit denselben sind 
aber sehr selten. Die Exemplare wurden zerschnitten, und daher kom- 
men einzelne Stücke vor. 
1) Die heil. Jungfrau im Schleier und im bordürtem Gewande mit 
dem Kinde auf dem Schoose sitzend. Rechts unten am Steine I D. 
2) Ein knieender König im Akte der Anbetung nach links. Der 
Turban liegt vor ihm neben der Vase. Ohne Zeichen. 
3) Ein stehender König mit dem Turban auf dem Haupte in einem 
mit Pelz ausgeschlagenen Mantel nach rechts, und eine Vase haltend. 
Ohne Zeichen.  
4) Der Mohrenkönig im Pelzmantel mit dem hekrönten Turban 
stehend nach links. Er hält in der einen Hand eine Vase, auf deren 
Deckel eine kleine Figur angebracht ist, in der anderen eine Krone. 
Im Grunde sind Ruinen, und in Mitte des Vorgrundes steht: J. Duc 
Fecit et earcudit.  
Diese Blätter sind von Jenen des J. le Ducq im Machwerk ganz 
verschieden, und gehören nach dem Charakter der Darstellung einer 
viel früheren Zeit an. Es findet sich in den Zeichnungen und Gemäl- 
den des le Ducq kein Anhaltspunkt, und somit muss dieser J. Duc ein 
anderer Künstler seyn. Die Studien der drei Könige werden aber im 
Catalog Rigal No. 447 dem Jean le Ducq zugeschrieben. Andere sub- 
stituirten den Jacob D-uc oder Duck, welcher ein älterer Meister ist. 
Er wurde 1626 Mitglied der St. Lucas-Gild in Utrecht, und lebte noch 
1646 daselbst. Im Register wird er aber Jacob Duck genannt, nicht 
Duc. Unter dem Jahre 1647 ist ein Jan Jansz. Duck eingetragen. 
Es fragt sich nun, ob dieser Jakob Duck der Verfertiger der Blätter 
mit den Studien zu einer Anbetung der Könige ist. Einige glaubten,
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.