Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1577231
2015- 
2017. 
833 
in Rom mit dem Durchschnitt vor. Bartsch N0. 351 schreibt diesen 
Kupferstich dem Bonasone zu, mit dessen Arbeit er aber nicht stimmt. 
R. Weigel, Kunstkatalog N0. 13441 (94) vermuthet unter den Initialen 
I. B. F. den Girolamo Fagiuoli, Ciseleur und Stecher von Bologna, so 
dass man also Jeronimus Bononiensis Fecit lesen müsste. Auch 
Faggivoli und Faggioli genannt, zahlt Vasari diesen Meister zu den 
Kupferstechern, und schreibt ihm den Greis im Kinderwagen zu, wel- 
chen Bartsch N0. 400 dem Agostino Veneziano beilegt. Fagiuoli soll 
für Salamauca gestochen haben, und somit wird die Ansicht des Tem- 
pels des Neptun wohl von ihm herrühren. 
2015. Jonas Bentzen dürfte der Träger dieser Initialen seyn. Er 
.3, 1 xB {Fee war Goldschmied, und lebte in Augsburg oder in 
Nürnberg. Die Buchstaben I. B. F. findet man auf 
9 Z einem gestochenen Blättchen im Inneren eines Fin- 
gerringes, dessen Kasten zur Aufnahme eines Edelsteines dient. Etwas 
tiefer steht die Zahl 92, welche wahrscheinlich das Jahr 159? andeutet. 
Das Blatt ist das erste einer Folge von Mustern für Bnouterie-Arbeiten. 
H.1Z.8L. Br.1Z1lL. 
Auf Jonas Bentzen rathen wvir, weil dieser das erste Blatt einer 
Folge von Musterblättern für Goldschmiede mit seinem Namen bezeich- 
net hat. Es stellt in silhouettartiger Behandlung in den beiden oberen 
Ecken geflügelte Satyrn vor, welche aus ihren Schalmeyen Rauch her- 
ausblasen. Unten links sieht man einen tanzenden Satyr, rechts einen 
phantastischen Vogel und einen kleinen laufenden Hirsch. Innerhalb 
eines ovalen Kranzes steht: n IOIVA IS x- BEIVT l ZEN a SID l EVS 
   
1615 er H. 2 Z. 3-4 L. Br. 2 Z. 6 L. Die Zahl der unter diesem 
Titel vereinigten Blätter kennen wir nicht, jedenfalls aber sind es 
deren sechs. Sie enthalten Arabesken mit Figuren und Thieren, be- 
sonders Vögel und Insekten und andere kleine phantastische Thier- 
äestaliten. Arabesken und Figuren erscheinen schwarz auf weissem 
run e. 
2016. Unbekannter Maler und Radirer: welcher im 17. Jahrhun- 
dert in Italien gelebt haben dürfte. Die gegebenen Initialen 
ÄLBAF findet man auf einem radirten Blättchen mit der halben Figur 
einer Frau, welche im Rande Anna Rentia genannt wird. Oval, 12. 
Wir haben von diesem seltenen Blatte durch Herrn E. Harzen Kunde. 
20". Jean Bagtiste Bonnard, Zeichner und Kupferstecher, war 
I B F gegen En e des l7._ Jahrhunderts in Paris thätig. Er stach 
' ' ' eine Menge von Bildnissen in Kniestücken, und darunter 
auch jenes des Königs Ludwig XIV., des Dauphin 8m. Dann gab er 
ein Costümwerk in 56 Blättern heraus. In einer Folge von fünf Blät- 
tern stellte er in Modeiiguren die fünf Sinne vor. In 24jweiteren Blät- 
tern gab er die Ausrufer von Paris in Abbildung. Seine Figuren sind 
punktirt, das Uebrige ist aber gestochen. Unter seinen Genrebildern 
gehört jenes mit dem Titel: La Dame de qualitä am: prives, zu den 
interessantesten. Die Hauptblätter des Künstlers haben den Titel: 
Arriee du Roi devant Douay; le R02" setant rendu maistre de la 
Ville de Cambray. Arrivä du R017 au Champ devantMastrick; Vue 
{ie FArmäe du Bai campäe denant Douay. A. F. van der Meulen 
um, qu. roy. fol. Nach A. Ooypel stach er ein Blatt mit Christus nm 
Oelberge, fol. Auf vielen Blättern dieses nicht erheblichen Meisters 
kommen die Initialen vor. 
Monogrammisten Bd. III.  53 
        

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