Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1576981
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1945- 
Diese beiden Blätter haben das Monogrnmm M mit dem Querstriche 
nicht, und man kann daher den Schnitt dem Meister mit dem Vogel 
zuschreiben. 
14) Mars und Venus auf dem Wege zur Schmiede des Vulkan. 
In der Schmiede wird gearbeitet, ein geflügelter Helm geht der 
Vollendung entgegen, und hinter dem Vulkan biegt ein Amorin den 
Bogen. In Mitte des Blattes steht ein Baum, an welchem Waffen hän- 
gen. Links steht Venus vom Rücken gesehen bei Mars oder einem 
Krieger, welcher von vorn sich zeigt. Rechts ist die Esse der Schmiede. 
Unteäi in der Mitte das Zeichen mit dem Vogel. H. H Z. 2 L. 
Br. Z. 
15) Die drei Grazien nackt vor einer Nische stehend, wie sie sich 
gegenseitig umschlingen. Auf einem hängenden Täfelchen steht: 
XAPITEZ. Die dritte vom Rücken gesehene Grazie weist gegen die 
untere rechte Ecke, wo ein zweites Täfelchen mit I. B. und dem Vogel 
und dem Monogramme M Qmit dem Querstriche zu sehen ist. H. 8 Z. 
9L.Br.6Z.5L. 
Das fragliche Monogramm M, welches durch die Punkte zwei AA 
zu bilden scheint, haben wir auch I. N0. 94 gegeben. 
16) Ein Zug von Männern, Satyrn und Opfernden nach einem 
links errichteten Tempel. Ein sehr grosser Holzschnitt in drei Blät- 
tern, welche nach der Quere an einander gefügt sind. Der Meister 
mit dem Vogel fügte sein Zeichen bei. Aeusserst selten. 
 17) Ein Kampf zwischen Männern und Satyrn, in zwei Blättern, 
welche nach der Quere zusammengefügt sind, und das Zeichen des 
Künstlers tragen. Sehr selten. 
1945. Unbekannter Maler, welcher wahrscheinlich der alten Mün- 
chener Schule angehörte. Werke von seiner Hand, und 
I B mit I B bezeichnet, findet man in der Collegiat-Kirche St. 
' Wolfgang am Burgholz in Oberbayern. Sie stellen die Ge- 
burt Christi, die Beschneidung, die Opferung im Tempel und die Heim- 
suchung der Elisabeth dar. Diese Bilder sind noch in der Weise des 
15. Jahrhunderts gemalt und stammen wahrscheinlich aus der Zeit der 
reicheren Dotirung der Kirche durch Sigmund von Frauenberg, welcher 
1484 die Herrschaft Schwindau dem Stifte schenkte. Auf die spätere 
Zeit des 15. Jahrhunderts deuten auch noch andere Gemälde der 
Kirche, sowie die Malereien der Fenster. 
1946. Jacob Binok soll nach Christ, Monogr. Erkl. S. 249, sich 
dieses Zeichens bedient haben. Er spricht von Holz- 
15 schnitten mit wohlgerissenen Kindern, auf welchen das 
, gegebene Zeichen vorkommen soll. Wir haben kein Blatt 
I B mit demselben gefunden, und wenn eines vorkommt, so 
wird das Monogramm wohl anders, jedenfalls nicht so 
gross erscheinen. 
1947. Jan Brouwer, Töpfer in Delift um 1620-1650, fertigte Tel- 
ler und Schüsseln aus Faience, und ahmte darin die Fabri- 
kate der Manufaktur in Faenza nach. Auf der Rückseite 
kommen die gegebenen Buchstaben vor. Die holländischen 
Schriftsteller kennen Maler des Namens Brouwer, unser Mei- 
. ster stieg aber zur Töpferei herab, und lieferte schöne Ge- 
[B fasse.
        

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