Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1576910
IB. Nr. 1924-1927. 801 
1924. Unbekannter Kupfersteoher, welcher um 1704 in Wien 
gelebt zu haben scheint. Man findet ein geätztes und mit 
ß dem Stichel bearbeitetes Blatt, welches eine Allegorie auf den 
Tod des Kaisers Leopold I. (1705) enthält Zwischen einem 
Sarkophage und einer Säule ist dessen Brustbild angebracht, und neun 
weibliche Figuren füllen den weiteren Raum. Der Stecher gab die 
Zeichnung nicht richtig. H. 6 Z. 8 L. Br. 5 Z. 3 L, 
1925. Jan van der Bruggen, Zeichner und Kupfersteclier, geb. zu 
Brüssel 1649, zeichnete gewöhnlich _JVB, das gegebene 
iVfonogramm findet manuaber auf einem Schwarzkunst- 
, atte, welches zwei Busten von Romern mit Helmen 
vorstellt. H. 2 Z. 9 L. Br. 3 Z. 9 L. Graf'L. de Laborde, Hist. de 
la graimre en muntere noire p. 141, schreibt dieses Blatt dem Ab- 
raham Blodteling zu, es gehört aber dem J. van der Brnggen an. 
Unter IVB kommen wir auf diesen Künstler zurück. 
1926- Isaak Becket, auch Beckett und Bechet, Kupferstecher, 
5-)  geb. in der Grafschaft Kent 1653, gest. zu Lon- 
   ex don gegen U10, war in seiner Jugend zum Zeug- 
e   ,   drucker bestimmt und bereits Lehrling, als er 
in London den Kupferstecher E. Lutterel besuchte, welcher sich von 
1672 an mit der damals neu erfundenen Schabmanier beschäftigte, aber 
nicht zu glücklichem Resultate gelangte, da das Verfahren als Geheim- 
niss betrachtet wurde. Beckct blieb Jetzt bei Lutterel, und ihm gelang 
es, durch den Kunsthaiädler niid Drucker J. Lloyd, welcher davon 
Kenntniss hatte, in das eheimniss eiiizudrin en. Beide Künstler ar- 
beiteten jetzt gemeinschaftlich und stellten geine grosse Anzahl von 
Platten her. Seine meisten Blätter enthalten Bildnisse nach A. van 
Dyck, J. Riley, G. Kneller, P. Lelly, Murray u. A. Auch einige hi- 
storische Vorstellungen finden sich. Auf den meisten Blättern kommt 
der Name vor. Das erste Zeichen findet man auf dem Blatte mit einem 
am Tische sitzenden Weibe, hinter welchem ein Mann steht, kl. fol. 
Das zweite Monogramm kommt ebenfalls auf einem Schwarzkunstblätt- 
chen vor. Es ist darin die hl. Agnes in Oval vorgestellt, 12. Fast 
dasselbe Zeichen wiederholt sich auch auf einem Blatte mit Venus, 
wie sie dem Amor die Augen verbindet, 8. Auf einer Landschaft mit 
einer Hirschjagd ist das zweite Zeichen verkehrt, aber so gebildet, 
dass man E J lesen kann, kl. qu. fol. Dieses Zeichen ist II. No.1624 
gegeben. 
1927. Jess Bundsen, Architektnr- und Landschaftsmaler, geb. zu 
Assens 1766, machte seine Studien in Copenhagen und 
Irä, ä in Dresden, und liess sich später in Hamburg nieder. 
l Er malte Landschaften in Oel und dann fast aus- 
schliesslich architektonische Ansichten, womit er grossen 
Beifall erntete. Auf Gemälden in Oel und auf Zeichnungen ündet man 
das Monogramm grösser oder kleiner. Auch lithographirte Blätter hin- 
terliess er, und dann Itadirungen, meist architektonische Ansichten 
mit Staifage._ Darunter ist eine Ansicht der St. Catharinenkirche in 
Hamburg, wie sie nach der Belagerung vom Unrathe gesäubert wird, 
kl, fol. Im ersten Drucke ist im Unterrande das Monogramm, und 
man bemerkt Nadelstriche. Es wurde aber bald der Name beigefügt: 
Jess Bwuäsen fäci ffllä-ilhhEin alndegäs Blatt stellt eingn Stadäbraäd 
vor. Bun sen a ungea r sec s ätter radirt, 4.  qu.  r 
starb 1827. 
Monogrammisten Bd. III. 51
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.