Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1576897
IAZ 
1915-1919. 
799 
1915- Joseph Anton Zimmermann, Zeichner und Kupferstecher, 
geb. zu Augsburg 1705, gest. zu München 1796, 
ßfe ß hinterliess eine grosse Anzahl von Blättern ver- 
' schiedener Art. Wir haben im Künstler-Lexicon 
viele aufgezählt, und darunter das Hauptwerk mit den Bildnissen der 
bayerischen Fürsten und Fürstinnen: Series lmaginum Augustus 
Domus Boicae  Monachü 1783-1792, fol. Auf mehreren Blät- 
tern kommt das Monogramm vor. Zimmermann stach aber auch noch 
andere Bildnisse, historische und allegorische Vorstellungen, Wappen 
u. s. w. Er war churfürstlicher Hofkupferstecher. Als Herausgeber 
des chur-bayerisch geistlichen Oalenders nennt er sich auch Statuum 
Procincialium Baeariae Chalcographus. Ein grosser Theil der Ge- 
mälde, nach welchen er die Bildnisse der bayerischen Ahnen gestochen 
hat, ist jetzt in Schleissheim aufgestellt. 
1915. Der unbekannte Meister, welcher sich dieses Zeichens be- 
diente, ist im ersten Bande unter BI No. 1888 
4, eingeführt, und wir haben untersucht, ob die 
5' ü; frühere Deutung auf Hans Burgkmair, Nicolo 
, Boldrini, Bartolomeo Tutiani und Jakob Binck 
stichhaltig sei. Wir verweisen aber hier nur auf jenen Artikel, da 
auch die Holzschnitte mit diesem Monogramme dort beschrieben sind. 
1917- Joachim Bnekelaer, Historien- und Genremaler, geb. zu 
Antwerpen 1530, ist schon im ersten Bande unter B 
No. 1558 eingeführt, da ein anderes Zeichen in der Art 
gebildet ist, dass man B lesen muss. Wer den Buekelaer 
( A nicht aus Erfahrung kennt, wird auch in den gegebenen 
v4 y Zeichen B vermuthen. im Uebrigen verweisen wir auf 
, B die angezeigte Stelle, wo ausführlicher über diesen Meister 
gehandelt ist. 
 Jacques Belly, Maler und Radirer, wurde um 1603 zu 
Chartres geboren, und übte in Rom seine Kunst. Er radirte 
B- jagt" die Bilder des Annibale Carracci in der Gallerie Farnese in 
Kupfer, und gab sie in 32 Blättern heraus. Auf einigen steht das 
Monograrnm des Künstlers, auf anderen B. F., I. B. F., i. B. F., i. b. [I 
Sie erschienen unter folgendem Titel: La Gallerie du palais Farnaise 
en la ville de Home peinte par Annibal et Augustin Carachez Des- 
seignäe et grauäe a eau forle par Jacques Belly de Chartres 1641. 
Mit Dedication an den Marquis de Coeuures. Die zweiten Abdrücke 
haben einen italienischen Titel, und ein päpstliches Privilegium. Robert- 
Dumesnil P. gxxfr. IV. p. 2 beschreibt dieses Werk, er fand aber kein 
Blatt mit dem gegebenen Zeichen in demselben. Brulliot I. No. 1018 
behauptet jedoch, dass es auf Blättern der Galeria Farnese vorkomme. 
1919. Johann Bensheimer oder Bensshelmer, Zeichner und Kupfer- 
stecher von Dresden, war um 1670-1700 thätig. Er stach Bild- 
B nisse von sächsischen Churfürsten, und zeichnete sie meistens 
I. Bensh. Das Monogramm und die Abbreviatur findet man auch noch 
auf anderen Bildnissen. Zu den bessten gehören jene von Johann 
Georg Behlius, Lorenz von Eichstädt, Johann Fincke, Martin Luther, 
Gaspar von Schönberg, Elisabetha Sophia von Schönberg, Sebastian 
Schubert, und Schweikerus, Bürgermeister von Danzig. Bensheimer 
lebte längere Zeit in Danzig. Sehr selten ist eine Folge von 42 Blät- 
tern mit Ansichten der Kirchen von Danzig 1695. Sie sind nach 
Zeichnungen von Bartel Ranisch von diesem selbst, dann von Charles 
de la Haye, J. M. Gockheller und J. Bensheimer gestochen, fol. Das
        

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