Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1576535
IACOBVS. 
Nr. 1827  1828. 
763 
hunderts zu ersehen ist. Domeuico dalle Grecche trat 
stapfen des Meisters Jacobus, _und lieferte in derselben 
artige Werke. Nikolaus Boldrmi n. A. folgten nach. 
in die Fuss- 
Weise gross- 
1821 Jükßb "Stellü; Historieflnlalgl; llflfl Radirer, geb. zu Lyon 
Jacobus 591-7116 1996, gest. zu Parls 14m1, 1st bereits unter I No.1744 
 ' emgefuh1_'t, und wlr heben au_ch bemerkt, dass Robert- 
D_umesn1l VII. p. 159 ff. dle radn'ten.Blätterr_ dleses Meisters beschreibe. 
S1e Slllq aber auch 1m Künstler-Lexlcon ÄVII. S. 313 aufgezählt, und 
enter M.  dasßlatt mxt dem Namen. Es stellt d1e Kreuzabnehmung 
vor, und tragt dle Jahrzahl 1657, qu. fol. 
1828. Jacobus de Avanzis von Bologna, der Schüleä deä yitale 
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Z  n N   I   gehörtzugdeii 
 1.11   merkwürdig- 
sten italieni- 
schen Malern des '14. Jahrhunderts. Er malte 1376 die Frescobilder 
in der Capelle S. Feliee im Santo zu Padua, welche im retouchirten 
Zustande noch vorhanden sind. Man erkennt in diesen bewunderuiigs- 
würdigen Bildern im Allgemeinen die Richtung des Giotto, Jaoobns 
steht aber in vieler Hinsicht über demselben. Auffallender Weise deutet 
keine Inschrift den Verfertiger an, und desswegen wurden diese Fresken 
lange Zeit dem Giotto zugeschrieben. Einen sicheren Anhaltspunkt 
gibt aber ein kleines Staffeleibild mit Christus am Kreuze, und Maria 
und Johannes zu den Seiten in der Gallerie Colonna zu Rom. Unten 
steht: Jacobus de auäclzf de Bnnomfa f. Dieses Gemälde bietet den 
wichtigsten Anhaltspunkt bei der Untersuchung der übrigen Werke, 
welche dem Jacopo d'Avanzi zugeschrieben werden. Solche sind in der 
Kirche zu Mezzarata. Das Wunder der sogenannten Probatica ist: 
Jacobus pinmit, signirt. Als das Hauptwerk des Künstlers bezeichnet 
Lanzi die Bilder der Siegesfeier im Rathssaale zu Verona, mit der In- 
schrift: Jacobus Pauli fI Dadurch wurde Lanzi auf die Idee gebracht, 
dass Jacobus de Avanzis nicht aus Bologna, sondern aus Venedig stamme. 
In San Marco befindet sich nämlich eine 'l'a.i'el mit mehreren Abtheil- 
ungen, welche folgende Inschrift trägt: PadllUS cum Jacobo et Johanne 
filiis fecit hoc opus 1346. Der eine dieser Söhne konnte sich auf 
einem selbständigen Werke allerdings Jacobus Puuli nennen, d. h. den 
Sohn des Paulus. Als solchen bezeichnet sich auch der Meisterin 
Mezzaratta, und wenn das Gemälde des Palazz-o Colonna nicht den Be- 
weis liefern kann, dass unser Jacobus de Aormzis mit dem Jacobus 
Pauli derselbe ist, so möchte allerdings der Sohn des Maestro Paolo 
von Venedig dem Jakob Avanzi gegenüber auftreten. Dass Paul der 
Vater aus Venedig stamme, beweiset ein früheres Bild mit der Inschrift: 
Paulus de Venetiis pinmit hoc opus 1338. Der historisch beglaubigte 
Jacobus Pauli bildet also immerhin einen Stein des Anstosses, welcher 
nicht wohl gehoben werden kann, da. nicht nachgewiesen ist, dass Jakob 
Avanzi der Sohn eines Paulus ist. Ware er dieses, so hatte er nach 
der Weise der alten Maler „Juc0bus Paula" de Avanchis de Bononia" 
geschrieben. In der Sakristei der Kirche della Badia zu Bologna be- 
fand sich bis auf die neuere Zeit ein Bild der Kreuzigung Christi mit 
der Aufschrift: Jacobus Pauli fI Es wird jetzt neben einer Madonna 
mit dem Kinde in der akademischen Pinakothek aufbewahrt, und 1m 
Cataloge dem Jacopo di Paolo Davanzo, oder dem Jacopo da Bologna 
zugeschrieben. Dass aber Davanzo wirklich der Sohn ßEiIN-FS PallluS 
wer, ist nicht nachgewiesen.
        

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