Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1576433
1788-1790. 
753 
In foIgenden Werken sind radirte Blätter von seiner Hand: 
1) Relation jovrnaliere de Voyage de Leoant faict et descrit, 
Pur haut et pvissant Seigneur Henry de Bevvau Baron du die! lieu 
 Reueu augmente et enriclty par l'Auhteur de pourlraicts des 
lieuw  A Nancy, pur Jacob Garniche- 1615, kl. fol. Der Titel 
ist iigurirt, und in der Weise des Jobst Amman radirt. Die übrigen 
Blätter sind I A fe. gezeichnet, und nur auf einem kommt der Name vor. 
2) RECVEIL de plvsievrs machines Militaires, feem Artifiriels 
pour la guerre et Recrealion. Avec liAlphabet de Trittemius, pur 
laquelle chacun qm scait escrire, pevt promptement composer con- 
gruement en latin. Avssi le moyen düascnre la nuict ä son amy 
absent. De la diligence de Fran. Thybovrel Maistre chirurg-ien et 
de Jean Appier dit Hanzelet Calcogr: ao Pont Movsson  1620, 4. 
Dieses äusserst seltene Werk enthält 60 zierlich radirte Blätter. Thy- 
bourel nennt in der Vorrede den Künstler Jean Happier da" Hanzelet, 
und sagt, er sei der Sohn eines Ingenieurs. 
3) La Pyrotecknie de Hanzelet Lorrain, zu sont representez 
les plus rares et plus appreuuez secrets des machines let des feua: 
artiflciels, Propres pour assieger battre surprendre et deffendre toutes 
places. Pont u. Moesson 1630, kl. fol. 
Dieses sehr seltene Werk enthält 134 radirte Blätter in der Weise 
des Jobst Amman, theils mit den Initialen, theils mit dem Namen des 
Künstlers. 
1788. Jules Andre, Landschaftsmaler, war in der ersten Hälfte 
J A des 19. Jahrhunderts an der Porzellan-Manufaktur in Sevres 
 - thätig. Er malte Landschaften auf Porzellain und zeichnete 
J. A. J. Andre starb vor 1845. 
1789- Jean Asselyn bediente sich eines aus JA bestehenden 
Monogrammes, welches aber auch für ein Cursiv-A ge- 
nommen werden kann. Wir haben daher diesen Künstler 
JÄ, bereits unter A. No. '70 eingeführt, und oben No.1'769 ist 
das Zeichen wiederholt. In der Gallerie des kgl. Museums zu Berlin 
ist ein Gemälde mit den gegebenen Buchstaben, die Ansicht eines See- 
hafens mit Figuren in orientalischem Kostüm. H. 1 F. 63A Z. Breite 
1 F.  Z. In der Gallerie zu Schwerin ist eine Landschaft mit 
Ruinen J. A. 1657 gezeichnet. Es werden sich noch andere Gemälde 
mit den Initialen iinden. 
1790- Jan Almeloveen, Bildniss- und Landschaftsmaler, wurde 
jß nach der gewöhnlichen Annahme um 1614 oder 1624 in 
  Holland geboren, wie einige glaubten in Gouda, aber ohne 
Grund. Ch. Kramm fand unter den alten Rathsherren von Utrecht 
einen 1658 verstorbenen Cornelis van Almeloveen erwähnt. Im Porträt- 
katalog von F. Müller kommt das Bildniss eines J. Ab. Almeloveen, 
reformirten Predigers in Mydrecht vor. Dieser Prediger starb 1678, 
und hatte einen Sohn Namens J. Almeloveen, welcher das genannte 
Bildniss in Schabmanier bearbeitete, 4. J. Almeloveen, der Sohn, wird 
wohl unser Künstler seyn, und in diesem Falle kann man annehmen, 
dass er zu Mydrecht geboren wurde, aber nicht 1614 oder 1624, da 
der Prediger 1612 das Licht der Welt erblickte. Almeloveen wurde 
jedenfalls später geboren, da er zu den Schülern des Herman Saftleven 
zu zählen ist. Er ahmte diesem Meister täuschend nach, was aus den 
nach Saftleven radirten Landschaften zur Genüge erhellet. 
Bartsch I. p. 287 beschreibt 37 radirte Blätter von Almeloveen, 
welche Folgen bilden. R. Weigel, Supplements au peintre-graveur I. 
Monogrammisten Bd. III. 43
        

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