Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1569533
GMR. 
204 
207. 
betrachte die Blätter von Huquier, welche nach Oppenorüs Zeichnungen 
Portale, Grabmaler, Altäre, Leuchter, Meubel und die verschiedensten 
Zierwerke vorstellen. Wir kennen indessen nur ein einziges Blatt mit 
den Initialen des Namens, eine Vignette mit Minerva und der Fama. 
Dieses Blatt hat Nicolas Tardieu gestochen, qu. 8. 
204. Unbekannter Formsohneider oder Verleger, welcher um 
1587 in Wittenberg gelebt haben soll. Nach Brulliot I. No. 221.83 
findet man dieses Zeichen auf Holzschnitten, welche in jener 
Stadt erschienen. Wir haben kein Blatt dieser Art gesehen. 
Es handelt sich vielleicht auch nur um einen Titelholzschnitt mit. 
dem Verlagszeichen, oder um ein Buchdrucker Signet. 
205. Giuseppe Maria Roli oder. Rolli, Maler und Radirer, geb. 
G M R zu Bologna 1b4b, gest. 1727, hinterliess mehrere 
   , s schön radirte Blätter, deren Bartsch XIX. p. 317 
G- M- B- im" del- sechs beschreibt, auf welchen aber der Name des 
Künstlers (Rolinus, Rolli, Rollius) vorkommt. Nach Malpe II. p. 175 
sind aber auch Blätter mit den Initialen des Namens bezeichnetl Dieser 
Schrifsteller nennt die Charitas mit drei Kindern nach Ludovico Car- 
racci, B. No. 3. Dieses Blatt könnte aber nur im ersten Drucke GMR 
aufweisen, indem Bartsch rechts unten Gioselfo Rolli fI liest. Höhe 
12 Z. 3 L. Breite '7 Z. 8 L. Malpe nennt ferner die Taufe Christi 
nach Albani , welche Bartsch nach Gandellini aufzählt, aber sie dem 
Domenico Bonavera zuschreibt. Auch ein Blatt nach L. Pasinelli soll 
GMR bezeichnet seyn. Er stellt nach Malpe eine Sibylle vor, wir 
vermnthen aber darunter die allegorische Figur der Malerei mit dem 
Zeichenbnehe und einem Genius, B. No. 5. Bartsch liest jedoch darauf: 
Lau. Pasinellus Pinx-it, Joseph Rollius incidebat. H. 12 Z. 2 L. 
Br. 9 Z. 2 L. llIalpe scheint also kein Blatt mit GMR gesehen zu 
haben. Mit diesen Initialen ist aber eine Radirung von Giuseppe dal 
Sole versehen, welcher mit G. M. Roli Schüler des D. M. Canuti war. 
Sie stellt die Verzweiflung oder den Neid mit Schlangen vor, und wird 
von Bartsch XIX. p. 329 No. 1 beschrieben. Dieser Schriftsteller bringt 
aus den links unten stehenden Schriftzeichen G. N. Zani oder Zamzi 
del. heraus, Malaspina II. p. 351 liest aber G. M. B. im). del. Rechts 
ist der Name dal Solc's. H. 6 Z. 4 L. Br. 4 Z. 7 L. J. Rollius im). 
steht auf einem radirten Blattc von Mattioli, welches Bartsch unbekannt 
blieb. Es stellt Genien vor, wie sie einen liegenden Hirsch bekränzen. 
Oben links halten zwei andere Gen1en ein fürstlichen Wappen. Höhe 
7 Z. 3 L. Breite 5 Z. 2 L. 
Das im Künstler-Lexicon XIII. S. 325 No. 7 erwähnte Bildniss 
des Guercino mit zwei Genien ist auf dem Titel folgenden Werkes: 
Ifronterspicrfo a Paesi Dissegm" de! Cac. Gio. Franc. Barbieri in- 
tagl. du Gio. Penna (J. Pesne) in Parfgi, gr. qu. fol. Robert-Du- 
mesnil N0. 152-166. Die Zeichnung ist von Cesare Genari. Bartsch 
kannte dieses Titelblatt nicht. 
ZÜÜ. Giovanni M011) Rovermhgenaäntäilaminghino, hinterliess 
in Italien za. reic e L a werke verschiedener Art 
G' M' R' 160a sowohl in Oel als in Fresco. Die Initialen G.M. B: 
1600 fand Bartsch auf einer Zeichnung in der Sammlung des Prinzen 
de Ligne. Sie stellt die hl. Catbarina vor. Auf den radirten Blättern 
dieses Künstlers stehen die Buchstaben M B, oder J. M. R. F., und wir 
kommen daher auf ihn zurück. 
207. Giovanni Elia Morghen, Zeichner und Kupferstecher, geb. 
g M  fa zu Florenz 1'721, gehörtzu den verdienstvollenKünstlern 
    seiner Zeit, wenn ihn auch Rafael Morghen, der Neffe,
        

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