Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1576191
Nr. 1754-1757. 
729 
1754. Die Medailleure und Münzmeister, welche I zeichneten, 
1 J sind leicht gezählt, und man kann den Initial irgend eines 
"  Münzstandes nicht auf sie beziehen, da dieser eine hervor- 
ragende Stelle einnimmt. Das aus I bestehende Zeichen der Münz- 
stätte könnte. aber auf irgend einen Künstler oder Beamten bezogen 
werden. Auf spanischen Münzen aus dem 14. und 15. Jahrhundert 
bedeutet dieser Buchstabe die Münzstätte Jaen, auf ungarischen Istro- 
polis (Posonium), auf französischen von 1539-1837 Limoges, auf pol- 
nischen von 1600 Ilcussia (Olkusz), auf österreichischen von 1780 an 
Schemnitz in Ungarn, und auf der Brust eines Adlers Iglau in Mähren. 
Auf die Münzstände, und dann auch auf die Münzstätten geht Schlick- 
eysen ein. 
Albert Jamitzer, Goldschmied von Nürnberg, soll nach Andreas 
im Hof (Sammlung eines Nürnbergischen Münz-Cabinets 1782) eine 
Medaille mit dem Bildnisse des Patriziers Christoph Kress von Kressen- 
stein J gezeichnet haben. Hierin scheint ein Irrthum zu liegen. Eine 
kleine Medaille mit dem Bildnisse dieses Patriziers ist von 1526, eine 
grössere von 1533, und keine der beiden soll I gezeichnet seyn. Albert 
Jamitzer kann diese Medaillen auch nicht gefertigt haben, da er erst 
1590 starb. 
Junginger, Münzmeister in Durlach um 1626. 
Janlnal, Münzmeister in Prag 1670-1687. 
Adolph Jouvenel, seit 1818 Graveur des Königs von Belgien, ist 
durch sehr schöne Denkmünzen bekannt, deren J gezeichnet sind. 
Darunter sind Preis- und Ehrenmedaillen. 
1755. Jakob Acht, Maler in München, machte sich in den letzten 
. 10 Jahren durch Bildnisse bekannt, malte aber auch Blumen 
und Früchte. Auf einem Fruchtstücke von 1857 fanden wir 
das gegebene Zeichen, welches durch die Zahl 8 auch seinen 
Familiennamen ausdrückt. Man findet auch Zeichnungen mit 
einem ähnlichen Monogramme, noch öfter fügte aber der 
Künstler den Namen bei. 
1755. Philipp August Jeanron, Maler und Zeichner zu Paris, 
trat um 1840 als Künstler auf. Er malte Genrebilder und Land- 
e) schaften, und fertigte in seiner früheren Zeit auch Zeichnungen 
zum Holzschnitte. Auf solchen Blättern kommt der Buchstabe J vor. 
L. Marvy stach nach ihm eine Landschaft mit Wasser und Figuren, 
Oval, fol. Dann hatte Jeanron auch Theil an der Herausgabe der 
Histoire des Peintres de lautes les ecoles. Pur Charles Blanc. Der 
erste Band, die holländische Schule enthaltend, ist seit 1861 vollendet, 
und reich illustrirt mit Kupferstichen und Holzschnitten, gr. 4. Jeauron 
ist auch Kunstforscher, und gab seine Resultate in folgendem Werke 
kund: Origine et progräs de PAN. (Decadance de Part antique, 
de Part des Mosailstes, de Part des Peintres sur verre, Recherches 
zur Part des Miniaturisles etc.) Etudes et Recherches paßr P. A. 
Jeanron. Paris 1849, 8. 
1757. Unbekannter Fayenoe-Maler oder Töpfer, welcher in Neapel 
thätig war, und zwar um 1750. Man ündet schöne Gefässe mit 
colorirtexm Reliefs, und anderen Ornamenten mit diesem Zeichen. 
Er war wahrscheinlich in der Manufaktur der Grue thätig. 
Ueber die Leistungen der k. Porzellanfabrik in Neapel handeln 
wir unter dem Zeichen des Halbmondes mit dem Leuchter.
        

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