Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1576028
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1698-1701. 
druckt zu Nürnberg durch Hans Glaser Briefmaler auff Samt Lo- 
rentzen Platz. H. 8 Z. Br. 24 Z. i L. 
Andere Blätter mit der Adresse des Haus Glaser haben wir unter 
H G Ne. 972 aufgezählt. 
1593. Unbekannter Formschneider, welcher zu Anfang des 17. 
 Jahrhunderts in Salzburg gelebt haben dürfte. Holzschnitte 
vH'oo'mit den Initialen seines Namens findet man im Missale Ro- 
W manum. Salisburgi ea: oßiicina Conradz" Kürnerz" MDC. V. fol. 
Die Holzschnitte nehmen die Blattseite ein, und könnten 
schon früher benützt worden seyn. Jene mit Christus am Kreuze und 
dem Abendmahl des Herrn haben noch das Gepräge des 16. Jahrhunderts. 
1699.  Hans Wertinger behauptete in den ersten Decennien des 16. 
Jahrhunderts als Portraitmaler eine hervorragende Stelle. 
H W Er muss längere Zeit am herzoglich bayerischen Hof in 
München gelebt haben, da ihm von jeher mehrere Bild- 
nisse von bayerischen Fürsten zugeschrieben wurden. Sie werden mit 
vielen anderen im Ahnensaale der Gallerie in Schleissheim aufbewahrt, 
doch sind nur im alten Cataloge von J. N. v. Weizenfeld Wertingefs 
Portraite genannt, G. v. Dillis strich seinen Namen aus dem Verzeich- 
nisse. Doch wohl mit Unrecht, indem ein Theil der Bildnisse auf der 
Rückseite H. W. gezeichnet ist. Auch im bayerischen Nationalmuseum 
wird ein sehr schönes Bildniss aufbewahrt, jenes des jungen Herzogs 
Ludwig von 1516. Dieses Portrait ist in der Weise des H. Holbeiu 
sehr zart behandelt, und eine besondere Mühe gab sich der Künstler 
mit dem feinen Haare. Herzog Ludwig ist in seinem 21. Jahrc darge- 
stellt. Das älteste der in Schleissheim vorhandenen Bildnisse ist jenes 
des 1508 verstorbenen Herzogs Albert IV. Den Schluss bildet wohl 
das Portrait des Herzogs Albert V., welcher 1579 starb. G. Dillis zählte 
bei der Anfertigung des neuen Cataloges die Ahnenbilder nicht auf, 
und daher wurde Wertinger nicht weiter erwähnt. 
1700. Hans Weyer, Maler und Zeichner von Coburg, soll nach 
[53 6, Brulliot II. N0. 1275 durch diese Initialen seinen Namen an- 
gedeutet haben. In Coburg lebte allerdings ein Künstler dieses 
 Namens, er ist aber viel jünger als der Meister H. W. von 1534, 
und ein älterer Hans Weyer aus jener Stadt ist nicht bekannt. Die 
gegebenen Initialen findet man auf dem Bildnisse des Christian Tucher, 
welches Hans Troschel gestochen hat, 8. Dieser Troschel lebte viel später 
in Nürnberg, und muss also zu Anfang des 17. Jahrhunderts daselbst 
das Bildniss zum Stiche gewählt haben. Im v. Praumschen Cabinet fand 
sich eine Zeichnung mit H. W. 1538, das Bildniss eines jungen Mäd- 
chens mit der Beischrift: N. G. Aet. 10. Vielleicht handelt es sich 
um Hans Wertinger, den vorhergehenden Meister, wenn er 1538 noch 
gelebt hat. 
1701. Unbekannter Zeichner oder Maler, welcher in der zweiten 
 W Hälfte des 16. Jahrhunderts thatig war. Wir kennen nur 
H:  Zeichnungen mit H W, auf welchen aber die Initialen nicht 
immer eingefasst sind. Auch ist es möglich, dass zwei 
 Künstler H W gezeichnet haben. Die gegebenen Buchstaben 
fanden wir auf einer Zeichnung mit der Auferstehung Christi, welche in 
Aquarell behandelt ist, fol. Eine andere Zeichnung mit H W 1562 
stellt die Auferstehung deruTodten vor. Sie ist mit der Feder umrissen, 
colorirt und mit Gold gehoht, fol. Eine Zeichnung aus der Sammlung 
des Dekan und Antistes Veit 111 Schaffhausen ist H W 1572_ sigmrt. 
sie stellt die hl. Jungfrau mit dem Kinde vor, wie sie auf die neben
        

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