Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1575946
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1684- 
4687. 
Auch Heinrich Watinann ist nur mnthmasslich zu nennen, da die ra- 
dirten Landschaften nicht um 1650, sondern um 1620 erschienen sind. 
Sie bilden eine Folge, wenigstens von 4Blättern, da dem Monogranime 
die Zahl 4 folgt. Wir kennen auch nur dieses Blatt allein, und es 
verräth einen Nachahmer des Paul Bril. 
Rechts verdeckt ein hohes Mauerwerk zur Hälfte einen hohen 
Baum, und hinter diesem erhebt sich ein Thurm aus der Ruine. Gegen- 
über ist ein Portikiis von römischer Architektur, und nach der Mitte 
hin Etehen aäidere architektonische Fragmente. Iin Vorgrunde weidet 
ein sel un ein Mann spricht zu dem sitzenden Weihe mit dein Kinde 
auf dem iSchoosse. Links unten ist das Zeichen. H. 8 Z. 4L. Br. GZ. 9 L. 
Dieses Blatt scheint die Ruhe der hl. Familie vorzustellen. Im 
zweiten Drucke ist unten die Adresse: [Wart-o Sadeler erca, kl. fol. 
1684- Hans Wechter, Maler und Kupferstecher von Nürnberg, 
 scheint durch dieses Zeichen seinen Namen angedeutet 
llWvgi  zu haben. Das erste Moiiogramni findet man auf einem 
Blättchen welches einen Türken zu Pferd mit der Lanze vorstellt. 
Unten in,der Mitte ist das Zeichen, und weiter rechts N0. 12. Im 
Rande steht: Argutum caput et cervicem ad proelia tollit. Dieses 
Blatt gehört zu einer Folge mit Reitern, welche um der Trachten willen Be- 
achtung verdient. Auf dein ersten Blatte steht: Paulus Mayr inuentor, 
und im Rande: Hainrich Vllr-iclt Normbergae Schulp. et ewcudit 1598. 
Zwei andere Blätter haben das Zeichen des Georg Wechter. H. 2 Z.. 
8-10 L. Br. 2 Z. 6- 9 L. Das zweite Monogramm Endet man auf 
einem Stahlspiegel von G1], Z. Höhe in der k. Kunstkammer zu Berlin. 
Auf dieser Platte ist die Darstellung mit Loth und den Töchtern ein- 
gravirt dann das Monogramm mit der Jahrzahl 1658. 
flflildbeiil Hans Wechter handeln wir unter den Initialen H. W. noch 
aus ü ric er. 
1685- Hans Weyer V01! Coburg hatte als Bildnissmalei: Ruf. Christ 
 nennt ihn Schüler des Wolfgang Birckner, und setzt seine Blüthe- 
"i W zeit um 1630, fügt aber ein Monogramm bei, welches von die- 
sem abweicht und vielleicht unrichtig gegeben ist. Brulliot I. N0. 2543 
nahm eifPFadsiinile, konnte aber kein Blatt mit jedem Zeichen finden. 
Dagegen fehlt ihm unser Zeichen, welches dem Hans Weyer angehört. 
Man ündet es auf dem VOIIVLOTGIIZ Strauch 1638 gestochenen Bitdnisse 
des Sachsen-Coburg-EisenacWschen geheimen Rathes Georg Mund von 
Rodach, halbe Figur neben dem Tische in einem Ovale, Tim welches 
die lateinische Benennung des Namens und Standes geht. Das Oval 
ist in einem reich verzierten Viereck. H. 9 Z. 4 L. Br. 5 Z. 2 L. 
Johann Dürr stach nach ihm um 1663 das Bildniss des Sachsen-Alten- 
burgischen Landrentmeisters Johann Reichartl. 
 H. V01! Wierin Formschneider in Hamburg um 1685 il- 
lt'ttgldWkTl Ff, 
M; us rir e ogen es er : tesaurus .20 worum  
HXV-ßcr  per Eberlt. Wer. Haippeliufn. Hamburgi, Thomas 
CDHV-f l 36" von Wiering 168d, iol. Die Holzschnitte geben Co- 
stiime verschiedener Nationen, und sind von sehr mittelmässiger Arbeit. 
Auch Bildnisse mit H W fectt Hamb. sollen vorkommen, kl. fol. 
1687. Hans Weiner oder Weinher, Maler und Radirer, auch der 
HW Meister mit der Weintraube genannt, war in München 
ougso thatig, _wo sich nach 1617 seine Spur verliert. Wir 
 haben ihmuim Künstler-Lexicon einen Artikel ge- 
"s widmet, mussen aber hier zur Berichtigung auf das 
o unter N0. 1 verzeichnete Bilrlniss des Königs Hein- 
6 rich IV. von Frankreich näher eingehen. Man schreibt 
9  es dem H. Weiner zu, die Arbeit ist aber für un-
        

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