Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1575886
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HVS. 
1661. 
3) Ein kreuzförmiges Ornament in einem Kranze von Früchten 
und Blättern. In den vier Ecken ausserhalb desselben sind verzierte 
Dreiecke, und unten das dritte Zeichen. I-I. 3 Z. Br. 2 Z. 
4) Ein mit einer Perle und mit Steinen verziertes Gehänge. Unten 
das Zeichen. H. 3 Z. 3 L. Br. 2 _Z. 4 L. 
1661- Herman van Swanevelt, Landschaftsmaler und Radirer, geb. 
zu Woerden 1620, gest. zu Rom 1690, behauptet im 
Künstler-Lexicon eine ausführliche Stelle, und es 
sind auch die radirten Blätter desselben verzeichnet, 
deren Bartsch II. p. 251 ff. H6 als Original be- 
SV; H8, a M76 schreibt. Dazu kommt dann noch ein Anhang von 
H8, {ab K. 18 zweifelhaften, und dem Swanevelt mit Unrecht 
0' 'a9- zugeschriebenen Blättern, welche alle im Lexicon 
aufgezählt sind, zugleich mit Benutzung der Silpplemente von R. Weigel. 
Das erste Zeichen, grösser und kleiner, findet man auf Gemälden 
des Meisters, die kleinen Monogramme auf den verschiedenen Radir- 
ungen desselben. Swanevelt fügte oft das Monogramm bei, besonders 
auf den radirten Blättern. Die oben gegebenen Zeichen deuten durch 
den Beisatz et erv. zugleich die ersten Abdrücke mit der Adresse des 
Meisters an. Das Verzeichniss bei Bartsch ist so vollständig, dass 
selbst Weigel kein Blatt hinzufügen konnte. Wir geben aber einen 
kleinen Nachtrag. 
1) Landschaft in runder Form. Links gegen die Mitte auf dem 
erhöhten Vorgrunde steht eine Gruppe von zwei grossen Bäumen, 
wovon der nach rechts sein aus dem dicken Stamme kommendes Geäst 
mit reichem Blätterwerk fast über den ganzen oberen Theil der Platte 
ausbreitet. Im Mittelgrunde ist ein schlossähnliches Gebäude mit 
Thürmen, und weiter nach rechts gegen den Rand zu stehen Bäume 
auf einer felsigen Höhe. Zwischen dem Vorgrunde und dem Terrain, 
auf welchem sich das Gebäude hinzieht, ist Wasser. Links von den 
grossen Bäumen sieht man einen Mann mit dem beladenen Esel. 
Durchmesser 3 Z. i L., von der inneren Eiufassungslinie gemessen. 
Dieses Blatt ist sicher von Swanevelt radirt, es hat aber im Bilde 
kein Zeichen. Der Abdruck, welcher uns zu Gebot stand, war bis an 
die Linie beschnitten, so dass im Rande der Name oder das Mono- 
gramm stehen könnte. 
2) Landschaft mit einem grossen Baume, unter welchem der Satyr 
mit seinem Weibe sitzt. Letzteres säugt das Kind, und daneben am 
Fusse des Baumes sind zwei Ziegen. Rechts auf dem Felsen steht 
eine Baumgruppe, in deren Nähe sich eine andere Faunfamilie zeigt. 
Rechts oben in_der Luft steht der Name in Verbindung mit dem 
Monogramme. H. 6 Z. 1 L. Br. 9 Z. 11 L. 
Dieses Blatt ist nach einer Zeichnung von Swanevelt von anderer 
Hau? adirt. 
Landschaft mit bergiger Ferne. Links am Wege des Mittel. 
grundes treibt der Hirt die Schafe, und ein Mann auf dem Esel kommt 
einem Eseltreiber entgegen. Im Vorgrunde bei der grossen Baum- 
gruppe geht ein Mann mit seinem Weibe und einem Kinde. Rechts 
ist ein schlossähnliches Gebäude, und unter der Brücke fällt das 
Wasser ab. Rechts oben in der Luft bemerkt man den Namen des 
Künstlers mit dem Monogramme. In der Grösse des obigen Blattes, 
und nicht von Swanevelt radirt. 
4) [B. N0. 25] D16 Gruppe von zwei Satyren und einem Kinde unter 
Bäumen am Flusse, in Oval. 
Dieses im alten Drucke äusserst seltene Blatt copirte B. P. Gibbon 
1830 sehr täuschend für den Catalog von Sheepshanks in London.
        

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