Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1575765
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HVD-HVE. 
1636-1 638. 
1636. llendrlk Jozef Franclsous van der Poorten, Landschafts- 
Bmg- maler und Radirer, geb. zu Antwerpen den 28. Februar 1789, 
I-LVJJ", war Schüler von Herreyns und Maijn, bei letzterem als Lehr- 
ling in der Gemälde- Restauration. Van der Poorteu malte aber auch 
Landschaften mit Figuren, Pferden, Rindern und Schaafen, und trug 
damit in den Jahren 1814, 1815 und 1816 vor allen anderen Künstlern 
seines Faches den Preis davon. Grossen Beifall fanden auch seine 
Landschaften mit Sonnenaufgang, und mit Mondlicht. Den Standpunkt 
wählte er oft in den Gegenden des Rheins und der Maas. 
Dann radirte van der Poorten auch mehrere Blätter mit Land- 
schaften, Figuren und Thieren. Der grösste Theil stammt aus den 
Jahren 1840, 1841, 1842 und 1847. Einige sind mit dem Monogramme, 
andere mit den Initialen H. V. D. P. bezeichnet. Die Zahl der Blätter 
beläuft sich gegen 30, wir kennen aber nur folgende: 
1) Landschaft mit einer grossen römischen Ruine links des Blattes, 
und rechts mit Bäumen innerhalb des Zaunes, 1841. H. 2 Z. 6 L. 
Br. 3 Z. 7 L. Dieses Blatt ist schön radirt, in den Bäumen aber zu 
schwarz. 
2) Landschaft mit zwei Bauernhäusern rechts, und in der Mitte 
mit einer Gruppe von drei Bäumen. Im Vorgrunde geht ein Bauer 
mit dem Bündel über dem Stecke. H. 1 Z. 8 L. Br. 2 Z. 6 L. 
3) Waldlandschaft bei Mondbeleuchtung mit mehreren Figuren, 
1842, qu. 4. 
4) Landschaft mit einem Reiter, welcher mit einem Manne spricht, 
qu. 4. Sehr selten sind die Aetzdrücke vor dem Monogramme. 
5) Bauernhäuser bei einer Brücke unter grossen Bäumen, vorne 
ein Kahn mit drei Figuren, qu. 8. 
6) Zwei ruhende Kühe und ein Pferd auf der Weide, qu. 8. 
7) Landschaft mit einem Hause am Bache, über welchen eine 
Brücke führt. Schönes und seltenes Blatt von" 1847, qu. 4. 
8) Ein Pferd und zwei Ochsen auf der Weide 1841, kl. qu. 8. 
9) Eine Folge von sechs schönen Landschaften mit Figuren und 
Thieren, geistreich radirt, 1841, kl. qu. 8. 
10) Eine Folge von sechs hübschen Landschaften mit Figuren, Ge- 
bäuden und Wasserplätzen, qu. 12. 
11) Zwei Blätter mit Studien von Widderköpfen, 12. 
12) Ein anderes Blatt mit Widderköpfen, 4. 
13) Ein Blatt mit dem Studium eines Hundes, qu. 8. 
14) Ein Blatt mit dem Studium einer Ziege, qu. 8. 
Davon gibt es mehr oder weniger vollendete Abdrücke. 
15) Einige lithographische Versuche. 
1637. Unbekannter Formschueider oder Zeichner, welcher um 
x i) 1545 thätig war. Das Zeichen besteht augenscheinlich 
 aus den Buchstaben H VE, und so könnte der Meister 
v7 mit dem folgenden Monogrammisten Eine Person seyn, 
da die Zeit dafür stimmt. Bartsch IX. p. 565 geht auf 
ihn nicht weiter ein, sondern beschreibt nur kurz ein 
grosses Forinschnittwerk, welches in acht Blättern die 
Niederlage des Holofernes vorstellt. Vier Holzschnitte sind oben, und 
die vier anderen unten aneinander zu fügen. Das Monogramm bemerkt 
man links unten am Zelte des Holofernes. H. 24 Z. 6 L. Br. 36 Z. 
1538. Der unbekannte Formschneider mit diesem Zeichen ist 
 4 wahrscheinlich Eine Person mit dem Monogrammisten II. No.1798, 
 dessen Monogramm von der Gegenseite kam. Uebrigens lebte 
unser Meister in Zürich, und jener mit dem verkehrten Monogramme
        

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