Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1575717
HVB. 
1520. 
681 
werden dem Hans Bocksberger zugeschrieben, für welchen wir keinen 
hinreichenden Grund linden. 
IÖZÜ. Hertzich van Bein, Goldschmied und Kupferstecher, scheint 
H 13 nach seinem Namen niederländischer Ahkunft zu sein, man 
H KB l sucht aber in den betreffenden Werken über Kunst und 
H V B Künstler vergebens um Aufschluss über ihn. Es ist jedoch 
H V B F zu glauben, dass der Künstler III Deutschland gelebt habe, 
und zwar um 1589-1604, wie aus den Daten seiner Blätter 
erhellet. Wir kennen aber nur ei_n einziges Blatt mit seinem Namen 
und der Jahrzahl 1592. Auf anderen stehen nur die Initialen mit den 
Zahlen 89, 92, 98 und 1604-. Man wusste früher die Buchstaben 
nicht zu deuten, und im Cataloge Reynard N0. 131 ist der Anonymus 
H. V. B. F. in die Zeit von 1692 versetzt, da nämlich auf dem dort 
beschriebenen Blatte die Zahl 92 steht, welche in 1592 zu ergänzen ist. 
Dieser geschickte Künstler hinterliess sehr schöne Musterblätter 
für Goldschmiede, welche Folgen bilden, da. ungleiche Jahrzahlen vor- 
kommen. Es ist uns aber nicht möglich, dieselben zu beschreiben, indem 
nur selten einzelne Blätter vorkommen. Diese Musterblätter könnten 
aber erst nach und nach zu einer Folge von ungleicher Grösse des 
Formates herangewachsen seyn, da die wenigen Stiche, welche uns vor- 
kamen, ohne Nummern sind. Die Ornamente für Goldschmiede und 
Juweliere treten schwarz auf weissem Grunde hervor, theils in Ovalen 
und Rundungen, theils in eckigen Feldern. 
1) Im Cabinet Cicognara befanden sich 13 Blätter von ungleicher 
Grösse, aus welchen man auf zwei Eolgen schliessen kann, indem nach 
dem Cataloge die grösseren Blätter 7 Z. hoch und 2 Z. breit, die an- 
deren bedeutend kleiner sind. Auf jedem sind mehrere Ornamente mit 
den Initialen H. V.B. und der Jahrzahl 1589. Eines hat aber den 
Namen: Hertzich mm Bein fecit. Im Catalog Fries finden wir ein 
Blatt mit vier Mustern in die Höhe und den Buchstaben H. V. B. an- 
gegeben. Ueber den Initialen steht die Zahl 4, und somit könnte diese 
Folge von 1-6 nummerirt seyn. 
Die zweite Gattung von Musterblättern im Cabinet Cicognara ist 
l Z. 3 L. hoch, und l Z. 8 L. breit. Auch auf diesen kommen nach 
der unbestimmten Angabe die Initialen H. V. B. mit der Jahrzahl 1589 
oder 15.92 vor. Im Catalog ist nicht genau angezeigt, von welchem Datum 
die kleinen Blätter sind.  
3) Das obige Zeichen mit den verbundenen Buchstaben H. V. B. 
fanden wir auf zwei Blättern mit Arabesken, das eine rund, im Durch- 
messer l Z. 7 L. haltend, das andere in ovaler Form von l Z. 10 L. 
Höhe, und 7 Z. '7 L. Breite. Es fragt sich, ob sie zu einer, oder zu 
zwei Folgen gehören. Wir fanden keine Nummern vor, und somit 
könnten in einer Folge die Rundungen mit den Ovalen wechseln. 
4) Ein weiteres Blättchen, welches uns zu Gesicht kam, könnte 
das erste einer anderen Folge bilden. Unten steht der Name mit der 
Jahrzahl: 15 .92 
HERTZICH VAN BEIN 
Dieses Blatt ist l Z. 11 L. hoch, und 1 Z. 7 L. breit, und be- 
steht sicher nicht für sich allein. 
5) Im Catalog Reynard ist ein Blatt mit Ornamenten nach Art der 
Silhouetten zur Verzierung einer Büchse mit der Jahrzahl 92. und den 
Initialen H. V. B. F. erwähnt, und der Verfasser glaubt, es gehöre zu 
einer Folge von 12 Blättern. H. 1 Z. 61], L. Br. l Z. 11 L. Wir 
kennen nur ein Blättchen mit H. V. B. F. und schwarzen Ornamenten 
in vier Feldern. H. l Z. 7 Z. Br. l Z. 11 L. Dieses Musterblatt 
wird wohl ebenfalls zur Folge gehören.
        

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