Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1575705
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HVB. 
1619. 
14) Eine Folge von vier Blättern mit Friesen auf schwarzem Grunde, 
in welchen groteske Ornamente verschlungen sind. Auf dem ersten steht: 
Theodoras de Bry ff, auf den anderen T. B. oder T.D. B. H. 2Z.9L. 
Br. 5 Z. 10 L. Diese Blätter wurden auch copirt. 
15) Eine Folge von vier Blättern mit Bijouterie-Arbeiten auf schwar- 
zem Grunde. Sie stellen Agratfen, Ringe, Knöpfe, Spangen, Garnituren 
zu Degengehäiigen dtc. vor. Auf dem ersten Blatte steht: Theodorus 
de Bry. H. 3 Z. 1 L. Br. 5 Z. 9 L. 
16) Eine Folge von sechs Blättern nach Sculpturen im Louvre, 
qu. 12. 
17) Eine Folge von vier Blättern mit Seeungeheuern, in Fries- 
form, qu. 8.  
18) Eine Folge von fünf Blättern mit Arabesken und Figuren, 
welche die fünf Sinne vorstellen. 'Mit I. T. B. 1602, 12. Diese Blätter 
könnten von Israel de Bry seyn. 
19) Das Stamm- und Wappenbüchlein, mit 21 Emblemen und vielen 
leeren Wappenschilden. Diese Blätter sind von dem alten Theodor de Bry 
gestochen, 12. 
20) Das goldene Zeitalter. Auf einem reichen landschaftlichen 
Grunde tanzen Männer und Frauen. Andere sind am Fusse der Bäume 
im Gespräche, oder sie sammeln Früchte ein, und spielen mit Thieren, 
die in Masse den Vorgrund einnehmen. Diese Vorstellung ist in einem 
verzierten Rund, und oben auf der Baiidrolle stehen acht franzö- 
sische Verse: 
Uage premier d'une innocence saincte 
Aua- oivans aporla ce bon heur, 
Que franchement sans loy, force, ou contraire etc. 
Im Rande: Abraham Blommaert inoentor. Johan Theodore de Bry 
eaccadebat.  A. 1608. Dieses sehr schöne Blatt gehört zu den Selten- 
heiten. H. 6 Z. 2 L. Br. 6 Z. 3 L. 
1619. Hans Bocksberger oder Bocksperger, Maler von Salzburg, 
e-ceß  beschäftigte uns als der angebliche Träger dieser und ähn- 
ofgälrßf licher Zeichen schon N0. 606 und 607, wir konten uns aber 
 nicht überzeugen, dass das gegebene Monogramm ihm an- 
kjuo- gehöre. Es handelt sich um einen Formschneider von Pro- 
fession, da gewöhnlich das Schneidemesser beigefügt ist, während Hans 
Bocksberger nur als Zeichner (Reisser) genannt wird. Unser uiibe- 
kannte Monogrammist gehört der Schule des Jobst Amman an, und 
kam auch mit Tobias Stimmer in Berührung. In seinem Zeichen sind 
die Buchstaben H B gegeben, die Diagonale kann aber auch das V aii- 
deuten, so dass H VB zu lesen wäre. Im zweiten Monogramme treten 
in diesem Falle zwei V hevor, wenn nicht diese Eiiizeichnungen über- 
haupt zufällig, und ohne Bedeutung sind, so dass nur HB zu lesen ist. 
Das kleinere, dritte Zeichen findet man auf zwei Blättern im: Thurnier- 
Buch, Frankfurt am Meyn  1566, dann in: Des Allerdurch- 
leuchtigsten  Keyser Carols des fünfften ond jrer May. geliebten 
Sone   Ankunfft en Bintz, den 22. Augusti des 1549 Jars 
  Franckfurt a.  im Jar 1566, fol. Dieses zweite Werk ist mit 
dem Turnierbuch (von Rüxner) gewöhnlich verbunden. Ueher die ver- 
schiedenen Ausgaben s. C. Becker, Jobst Amman, S. 471i". Das Monogramm 
ist aber in Beckens Monographie nicht genau gegeben, indem bei ihm 
das Facsimile deutlich AB zeigt, was nicht der Fall ist. Im weiteren 
s. N0. 606, wo über diesen Meister und seine Arbeiten ausführlich 
gehandelt ist. Ueher die Blätter mit dem zweiten Zeichen, in welchem 
anscheinlich zwei V mit laufen, und über jene mit dem ersten Mono- 
gramme, welches deutlich aus H VBbesteht, s. Nn. 607. Beide Zeichen
        

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