Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1575534
1572 -1575. 
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1572. Unbekannter Maler, dessen Lebenszeit die beigefügte Jahr- 
zahl bestimmt. In der vor einigen Jahren zerstreuten 
i:  IÄÄZ. Sammlung des dänischen Konferenzrathes F. C. Bugge in 
Kopenhagen befand sich ein satyrisches Bild auf das Papstthum mit 
diesem Zeichen. Der Papst steht auf dem Firste einer Scheune, und 
predigt, von einem Cardinal assistirt, vor der versammelten Menge Ab- 
lass. Wir haben dieses ügurenreiche Gemälde im Künstler-Lexicon 
unter dem Namen des Hans Troschel beschrieben, weil man in Copen- 
hegen meinte, das Bild rühre allenfalls von einem Künstler dieses 
Namens her, indem sich der folgenddMeister eines ähnlichen Zeichens 
bediente. Wir rechnen jetzt den Verfertiger des erwähnten Gemäldes 
zu den unbekannten Meistern des 16. Jahrhunderts. 
1573- Hans Troschel, Kupferstecher von_ Nürnberg, wurde um 
H" III. 1590 geboren, genoss den Unterricht des Peter Isselburg, 
f '71 Jwh und bildete sich dann in Rom unter Leitung des F. Villa- 
HZHEQSL mena weiter aus. Er verblieb viele Jahre in Italien, und 
starb in diesem Lande 1633. Im Iäünstler-Lexicon haben wir eine 
ziemliche Anzahl von Blättern dieses Meisters verzeichnet, und darunter 
sind solche mit dem Monogramme. Man findet es auf Bildnissen, auf 
historischen und allegorischen Darstellungen, auf Landschaften, Wappen, 
Thesen u. s.w. Den Porträten im Lexieon fügen wir das schöne Bild- 
niss des Dr. Michael Rötenberck gr. 4, bei. Auf dem Bildnisse des 
Christoph Kress von Kressenstein 4, und auf jenem des Rechtsgelehrten 
Johann Herelius fol., kommt das Monogramm vor, auf dem ersteren 
mit der Sylhe fe. Auch auf einer Ansicht der St. Peterskirche ist das 
Monogramm mit fe verbunden. Ein seltenes radirtes Blatt mit dem 
Monograrnme enthält eine Allegorie auf die guten Dienste, welche der 
Kapuzinerorden der katholischen Kirche leistet, durch ein Schiff vor- 
gestellt, dessen Mastbaum ein Cruciüx tragt. Unten rechts ist das 
Monogramm H T, qu. 4. Dann erwähnen wir auch noch das mit dem 
zweiten Monogramme und der Jahrzahl1619 bezeichnete Wappen des 
J 0h. Wilhelm Kress von Kressenstein als Bibliothekzeichen des letzteren. 
Auf diesem fein gestochenen Blatte kommt auch ein aus Hh be- 
stehendes Monogramm vor, welches Brulliot App. 1. N0. 297 irrig für 
dieAdresse des Heinrich Hondius nimmt, da dieser sich eines ahn- 
liehen Zeichens bediente. Das Wappen zeichnete Hans Hauer von 
Nürnberg, und auf diesen bezieht sich das Monogramm. Auf andern 
kleinen Blättern fügte der Künstler dem Monogramme einen Vogel 
bei, welcher als Anspielungauf seinen Namen eine Droschel seyn soll. 
1574. Hugues Taraval, Zeichner und Maler, geb. zu Paris 1728, 
H gest. 1785, fertigte auf seiner Studienreise in Italien viele Zeich- 
nungen, und bediente sich derselben als Vorlagen für seine Schüler 
an der Akademie in Paris. Auf Zeichnungen dieser Art, und dann 
auf solchen, welche er als leitender Künstler in der Manufactur der 
Gobelins ausgeführt hatte, kommt das Monogramm vor. Solche Zeich- 
nungen sind im Cabinet zu Oassel, und anderwärts. 
1575. Hans Tuchmann, Münzmeister in Reichenstein 1615, und 
W  dann in Bernstadt 1621, fügte auf Münzen das erste der 
Qllqq. gegebenen Zeichen bei. 
Johann Heinrich Tßgläng, Münzmeister in Zweibrücken 1621-1626 
bediente sich des zweiten Zeichens. Beide Beamte signlrten aber 
auch H. T., immer nur auf Niünzgepragen.
        

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