Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1575465
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HSR-HSS. 
155141553. 
grossen runden Medaille von 1517. Kugler, Beschreibung der Kunst- 
kammer S. 232, findet die Arbeit sehr sauber, aber ohne sonderlichen 
Aufwand von Geist, ziemlich starr und befangen. Die Unterschrift 
lautet: Bilibaltus Pirclrheymer, und ausserdem iindet sich dabei das 
obige Monogramm des Verfertigers. Dieses Medaillen ist 3 Z. 5 L. 
hoch und 3 Z. breit. Es stammt aus der Sammlung des Kaufmanns 
Heinlein in Nürnberg, und in J. A. Börner's Auktionskatalog von 1832 
kommt dasselbe unter N0. 372 vor. In Nürnberg wollte man es dem 
Horaz de Sanctis zuschreiben, von welchem man aber keine Arbeiten 
in Perlmutter kennt. Der Name des Verfertigers ist noch in das Ge- 
heimniss gehüllt, welches auch Dr. Kugler nicht erhellen konnte. 
1551. Johann Friedrich Scherer gilt in den bestehenden Catalogen 
  als der Verfertiger einer Folge von vier Landschaften mit 
m? 675 Kindern, welche die Jahreszeiten vorstellen. Dieser Joh. 
Friedrich Schorer wurde nach der gewöhnlichen Angabe im Jahre 1610 
geboren, und somit widerspricht ihm das Datum der radirten Blätter. 
Auch Hans Friedrich Scherer, welcher unter dem Monogramm HSF 
N0. 1524 eingeführt ist, kann nicht gemeint seyn, da er im Land- 
schaftsfache nicht gearbeitet hatte. Als Landschafter ist aber Hans 
Friedrich Schrorer bekannt, der Meister mit dem Monogramm 
HSF N0. 1525, und von ihm sind die seltenen Blätter mit den die 
Jahreszeiten andeutenden Kindern in Landschaften von 1615. Diese 
sehr seltenen Blätter haben wir nach der herkömmlichen Weise im 
Künstler-Lexicon dem Johann Friedrich Schorer zugeschrieben, vindi- 
ciren sie aber jetzt dem Hans Friedrich Schrorer, über welchen an 
der bezeichneten Stelle ausführlich gehandelt ist. Von ihm sind auch 
die Elemente, welche ebenfalls dem J. F. Scherer zugeschrieben werden. 
Die Blätter mit den Jahreszeiten und dem gegebenen Monogramme 
haben Quartformat. 
1552- Horatius de Santis, genanntAquilanus oder Aquilano, 
ist im Künstler-Lexicon nach Bartsch XVII. p. 6 ff. ein- 
 f xjlxgl. geführt, und wir haben seine aus der Zeit von 1568-1583 
datirenden Kupferstiche beschrieben. Das gegebene Zeichen kommt nur 
auf einem Blatte vor, welches die Taufe Christi mit der Jahrzahl 1572 
vorstellt, B. No. 6. H. 9 Z. 6 L. Br. 5 Z. 10 L. Ueber ein anderes 
Blatt mit dem Monogramme, welches Christus am Kreuze vorstellt, 
B. N0. 7, kann man nicht im Zweifel seyn, da auch der Name bei- 
gefügt ist. 
Die antiken Statuen, welche Aquilano mit Cherubin Alberti, Franz 
Villamena. u. A. gestochen hat, kannte Bartsch nicht. Man ündet sie 
in folgenden Werken: 
Antiquarum statuarum Vrbis Romae quae in publicis privatis- 
que locis visuntur Icones. Romae 1584, 1621, 4. Seinen Namen 
tragen folgende Blätter:  
1) Herculis simulacrum in aedibus Farnesianis, N. 29. Hor. 
Aquilanus fac. H. 3 Z. 4 L. Br. 4 Z. 10 L. 
2) Genij simulacrum in Capitolio, N. 12. Hor. Aquil. fac. 
H.8Z.2L. Br.4Z.1OL. 
1553. Der unbekannte Zeichner, und vielleicht auch Kupferstecher, 
copirte Blätter von Barthel Beham sehr schön mit der Feder, 
i? und fügte auf diesen Blättern das Monogramm bei. Wir ent- 
nahmen dieses Zeichen einer Copie des Blattes mit den vier Todten- 
köpfen, B. N0. 28.
        

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