Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1575457
HSPl-HSR. 
1548- 
655 
Passavant, Peintre-graveur II. p. 208, erklärt dieses Blatt als Copie 
nach dem Meister H S, es wurde aber später der halbrunde, das P 
bildende Strich hinzugefügt, um das Blatt dem Hans Sebald Beham 
unterzustellen. Passavant findet es sogar wahrscheinlich, dass Beham 
in seiner Jugend diese Copie gefertigt habe, allein dieser Künstler hat 
nie eine solche steife und magere Arbeit geliefert. F. von Bartsch, 
die Kupferstichsammlung der k. k. Hofbibliothek in Wien S. 122, geht 
unter dem Monogrammisten H S ebenfalls auf dieses Blatt ein, und fügt 
zur Erklärung das zweite Facsimile bei, mit der Bemerkung, dass auf 
dem ihm vorliegenden Exemplare die Spuren der unteren Bauchung 
des B nicht ganz verlöscht seien. Diess müsste nun der Abdruck aus 
einer Zeit seyn, in welcher man die alte Platte des Meisters HS für 
H. S. Beham zurecht richten wollte. Beham wechselte nämlich mit 
dem Monogramme, indem er es aus HSB und aus HSP bildete, und 
somit müsste das eingestochene B sogleich wieder 1n P geändert worden 
seyn. Das Exemplar, welches wir gesehen haben, ist deutlich mit dem 
ersten der gegebenen Zeichen versehen, hat keine Spur der unteren 
Bauchung des B, und das beigefügte Dreieck als Punkt benimmt sogar 
der unteren Hälfte des B den Raum. Sollten nun zwei C0pie11 dieser 
Art vorhanden seyn? Wir können es nicht entscheiden. Wenn Herr 
F. v. Bartsch das Monogramm genau facsimilirt hat, so ist sogar im 
Zeichen ein Unterschied. 
1543- Unbekannter Maler, dessen Thätigkeit um 1656 fallt, wenn, 
BP wie zu vermuthen, das Monogramm seinen Namen andeutet. Durch 
gefällige Mittheilung des Hrn. Baron v. Löifelholz in Wallerstein 
wissen wir von einem Bilde in der Kirche zu Küngelsau im Hohen- 
lohischen, welches zwar ohne Kunstwerth, aber durch die Unterschrift 
ein Curiosum ist. Es stellt David mit der Harfe vor, mit der Widmung: 
Die Harpfen klingend Davids Gsicht 
Verleget Schultheifs samt den Gricht 
Anno Christi 1656. Dann das Monogramm. 
Es wäre möglich, dass der Dichter und Schultheiss durch das 
Monogramm seinen Namen angedeutet habe, es könnte aber auch der 
Maler darunter zu verstehen seyn: In einem Verzeichnisse von Mono- 
grammen, welches uns Herr Archivar Th. Herberger in Augsburg mit- 
theilte, wird ein ähnliches Zeichen dem Hans Sebastian Pens zuge- 
schrieben, aber ohne Angabe der Lebenszeit. Wir kennen diesen 
H. S. Pens nicht. 
1549. Hans Speocard oder Speckart, Maler von Brüssel, wurde 
H S P um 1540 geboren, und verlebte die längste Zeit in Rom, 
' - ' wo er um 1590 starb. Nach Brulliot II. N0. 1246 findet 
man auf Gemälden in der Weise des Hans von Achen die Initialen 
H. S. P., und man schreibt sie dem Hans Speckart zu. H. von Achen 
war aber sein jüngerer Zeitgenosse, und somit werden die Werke 
dieser beiden Künstler nur eine oberdächlirshe Aehnlichkeit haben. 
Wir kennen nur Kupferstiche nach Speccard, in welchen er an Carl 
van Mander und andere holländische Meister erinnert, welche in Italien 
ihre alte bessere Kunstweise eingebüsst hatten. Die Sadeler, P. Perret, 
Ü. Cort u. A. haben nach seinen Zeichnungen gestochen, grösstentheils 
religiöse Darstellungen. Carl van Mander lobt seine Werke, gibt aber 
das Todesjahr des Künstlers nicht an. 
1559. Unbekannter Bildschnitzer, welcher in der zweiten Hälfte 
des 16. Jahrhunderts thätig war. In der k. Kunstkammer zu 
ER, Berlin ist ein hochovales Perlmutter-Medaillon mit dem Bild- 
nisse des Willibald Pirckheimer, mit geringer Abweichung nach der
        

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