Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1575445
654 
HSM 
HSP. 
1545- 
4547. 
4) Der Cavalier und der Bettler auf dem Felde. In der Nähe 
hütet der Hirt die Schafe, und links im Grunde unter Bitumen be- 
merkt man einen alten Thurm. Ohne Zeichen. 
S) Das Weib vor dem sitzenden Bauer am Hügel. Rechts im 
Grunde erhebt sich zwischen Bäumen ein Thurm, links unten steht 
das Zeichen mit der Jahrzahl 1627. 
6) Der Zeichner im Vorgrunde einer Landschaft in Vogelperspektive. 
Im Mittelgrunde breitet sich ein altes Städtchen mit Ruinen aus, und 
über dem Stadtthore erhebt sich ein spitzer Thurm. Rechts am Baum- 
stamme steht die Jahrzahl 1612, und links am Brunnen das Mono- 
gramm. H. 3 Z. Br. 4 Z. 4 L. 
Brulliot I. N0. 2403 zählt dieses oft vorkommende Blättchen zur 
obigen Folge als No. 6, es ist aber nicht nummerirt, und weicht in 
Zeichnung und Behandlung von den Landschaften der Folge ab. Der 
Künstler scheint dieses Blatt nach einer fremden Zeichnung in seiner 
Jugendzeit geatzt zu haben. 
1545. Sigmund Hebenstrait, Maler in München, trat um 1580 
ISM als Künstler auf. Der Sohn des Glasmalers Hans Heben- 
streit, widmete er sich unter Leitung desselben ebenfalls 
JS-VL) der Glasmalerei, malte aber auch religiöse Vorstellungen 
Jfßy in Oel. Das Zeichen mit der Jahrzahl 1595 findet man 
auf Federzeichnungen im k. Cabinet zu München, Scenen aus dem 
Leben des Heilandes in leichten Umrissen. Auf der k. Hof- und Staats- 
Bibliothek zu München ist ein Zeichenbuch, meistens mit Wappen, 
und auch mit einigen Bildnissen von bayerischen Fürsten. Auf einigen 
Blättern steht das erste Zeichen, auf anderen die Beischrift: Hans 
Hebenstreit Maler. Auf letzteren wird sich das Monogramm nicht 
beziehen, und es sind daher Zeichnungen von beiden Künstlern darin 
enthalten. 
 1546. Hans Sebald Beham, Maler, Kupferstecher und Form- 
ISP BP Schneider von Nürnberg, ist unter dem Monogramm HSB 
1 N0. 1511 eingeführt, und es ist auch bereits auf das ge- 
ISP gebene Zeichen hingewiesen. Der Künstler wechselte 
, ISP nämlich auf seinen Kupferstichen und Holzschnitten mit 
dem Monogramme, indem er bald HSB, bald HSP zeichnete, nach 
der schwankenden Orthographie Beham und Peham. Das erste Zeichen 
wiederholt sich mit geringer Abweichung auf Kupferstichen, welche 
Bartsch VIII. p. 114 ff. beschreibt. Auch auf kleineren Holzschnitten 
kommt dieses Zeichen vor, welche ebenfalls Bartsch aufzählt. Die drei 
anderen Zeichen kommen ebenfalls auf Holzschnittenvor, und darunter 
auf solchen, welche dem genannten Schriftsteller unbekannt geblieben 
sind. Wir haben unter dem Mouogramm H SB Nachträge zum Peintre- 
graveur geliefert, und im Verzeichniss der Kupferstiche und Holz- 
schnitte ist auf das Monogramm hingewiesen, Je nachdem es aus HSB 
oder HSP besteht. Wir geben daher hier die Blätter nicht an, und 
verweisen im Ganzen auf den früheren, reichen Artikel, welcher aber 
nur den Peintre-graveur und das Küustler-Lexicon ergänzt. Im Uebrigen 
bleibt ersterer massgebend. 
1547. Hans Schlump nannten wir den alten Meister mit dem 
Monogramm HS No.1463, und um diesen handelt es sich 
EPHEB hier ebenfalls. Man findet das gegebene Zeichen auf einer 
gegenseitigen Copie der Entführung der Amymone von Albrecht Dürer, 
B. No. 71. Unten in der Mitte ist das erste Zeichen, Jenes des 
A. Dürer fehlt. H. 9 Z. Br. 6 Z. 10 L.
        

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