Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1575415
HSL. 
Nr. 1543. 
651 
vollständiges Exemplar in Wien vorhanden war. Dieses dritte Blatt 
zeigt nicht allein den Ueberrest der Stadt nach rechts hin, sondern auch 
die Häuser ansserhalb der Mauern und Walle, und einen Arm der 
Donau oder der Wien mit der steinernen Brücke. Aus diesem Facsimile 
scheint sich zu ergeben, dass vom Originale zweierlei Abdrücke vor- 
handen seien, worauf die Verschiedenheit der Jahrzahlen 1553 und 
1559 deutet. Auch in den bezeichnenden Buchstaben sind Aender- 
ungen vorgenommen. 
Eine neue Copie besorgte 1854 der Alterthumsverein in Wien in 
seinem ersten Berichte. Albert Oamesina gibt eine Erörterung über 
das Werk des Hans Lautensack, und Beitrage zur Lebensgeschichte 
des Künstlers. Auch die Beschreibung von Wolfgang Lazius ist beigefügt. 
Ueber ein grosses Formschnittwerk der Belagerung von Wien s. 
Nikolaus Meldemann unter N M. 
16) Rerum praeclare gestarum intra et ea-lra moenia munitis- 
simae cioitatis Viennensis pedestri et equestri proelio.  Viennae,  
Raphael Hofhalter 1560, fol. 
Die gleichzeitige deutsche Ausgabe dieses von dem kaiserlichen 
Herold Hans von Francolin esorgten Werkes haben wir im Künstler- 
Lexicon N0. 21 aufgeführt. In diesem Werke ist das Blatt N0. 21 
bei Bartsch, dazu gehört aber ein gleich grosses Gegenstück: 
1. Primus Martialium Ludorum Pedrestris Conflictus 1560. Von 
Bartsch nicht erwähnt. H. 14 Z. 3 L. Br. 18 Z. 4 L 
2. Seczmdum Circensium Ludorum equestre certamen continens 
1560. B. 21. 
17) Der Satyr, welcher eine Nymphe raubt. 
Eine mit dem Monogramme bezeichnete Vorstellung dieser Art 
wird dem Lautensack zugeschrieben, wir haben aber dieses seltene Blatt 
nicht gesehen.  
18) Das Wappen des Haus Neudörifer mit Kindern, welche sich 
mit Geometrie und Astronomie beschäftigen, und der Schrift: Spartam 
quam naclus es, hanc orna.  Johann Neuadorffizr Bechenmeister. 
Unten auf dem Schilde das Monogramm und 1552. H. 8Z. Br. 5 Z. 
19) Emempla aliguot s. vetustatis Rom. in sawis quibusdam, 
opera D. Hermetis challaucz-eri.  Vienna, Raphael Hofhalter 
M. D. LX. 
Die Abbildungen dieses Werkes sind sehr flüchtig radirt, und 
gleichen freien Federzeichnungen. Ohne Monogramm würde man sie 
nicht für Lautensack's Arbeit halten, lezterer war aber hier an eine 
fremde Zeichnung gebunden. Ueber das seltene Buch berichtet J. Berg- 
mann in dem Werke über die Medaillen auf berühmte Männer Oester- 
reichs S. 296, da er dem Schallautzer eine Ehrenstelle widmet. Früher 
zeigte es Denis in seiner Wiener Buchdruckergeschichte an, er erklärt 
aber das Zeichen auf Augustin Hirsvogel, und nimmt die Radirungen 
irrig für Holzschnitte. Den Text des Werkes lieferte Wolfg. Lazius. 
1. Ein Monument, in dessen oberem Theile man einen nach rechts 
reitenden Krieger sieht, wie er nach dem Fahnenträger zurück- 
blickt. Unten ist eine siebenzeilige Inschrift: T: F: VEBECVND 
etc. Rechts gegen unten das Monogramm. H. 8 Z. 2 L. Br. 5 Z. 1 L. 
2. Ein Monument mit einem Basrelief, in welchem ein Standarten- 
träger hinter dem Pferde geht. Oben im Kranze sitzt ein Adler, 
und am Sockel sind sechs Zeilen Inschrift: TFL  POSVIT. 
Rechts gegen unten das Zeichen. H. 8 Z. 2 L. Br. 5 Z. 1 L. 
3. Ein Monument mit einer Nische im oberen Theile der Vorder- 
 seite, worin ein Mann steht, der die Rechte auf_die Achsel eines 
Jünglinge legt? Unter der Gruppe ist eine vierzeilige Inschrift:
        

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