Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1575359
154i. 
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Die Holzschnitte sind jene der obigen Ausgabe, doch kommen nicht 
60, sondern nur 58 Bilder vor, welche fast die Blattseite einnehmen, 
und grösstentheils mit dem Monogramme versehen sind. 
Hortulus anime   Anno dni. M CCCCC. XIX, Am Ende: 
Hortulus anime impensis  Joannis lfobeäger   Nurenberge 
arte et industria Federici Peypus. Anno .CCCCC. XIX. V. idus 
Februartj, 8. 
Von den 75 schönen Holzschnitten tragen nur drei das Zeichen 
des H. Springinklee, und fünf jenes von Erhard Schön mit der Jahr- 
zahl1515. Die meisten Holzschnitte sind aber von Springinklee gezeichnet. 
Hortulus anime zu Tewtsch Sele würtzgärtlein.   Am Ende: 
Gedruckt zu Nürnberg durch Friedrichn Peypus, für den Ersamen 
Johann Koberger   M. CCCCC. vnd XIX. am achtzehenden May,  8. 
Diese Ausgabe enthält 28 Holzschnitte, meistens von und nach 
H. Springinklee, jene der deutschen Ausgabe von 1518. 
Hortulus Anime cum aliis quam plurimis orationibus.  Im- 
pressum impensis Jüannis Koberger Nurnberge arte Federici Pey- 
pus anno M. CCCCC. XX. die X. Martii, 12. 
Nach Panzer und Ebert sind die Holzschnitte von Springinklee 
und E. Schön. Diese Ausgabe hat um drei Blätter wenigerl, als die 
von 1519. N0. 4, 13 und 51 fehlt. 
2) Ea-erciciü spirituale kommt's ecclesiastici. Nornbergae, Ju- 
docus Gutknecht 1519, 8. 
Auf der Rückseite des Titels befindet sich die Vorstellung der hl. 
Dreieinigkeit. B. N0. 59. Der ewige Vater, zu dessen rechten Seite 
die Taube schwebt, zieht von Engeln begleitet den Leichnam des Hei- 
landes empor. Unten links ist das Monogramm auf dem nach links 
gestellten Täfelchen. Der Schnitt ist roh und nicht von der Hand 
unseres Meisters. Passavant spricht von einem Abdrucke mit der Jahr- 
zahl 1520. Es muss daher eine Wiederholung vorhanden seyn. 
3) Biblia cä concordantiis veteris et nolvi testamenti.  Lug- 
duni per Jacobum Saconem impensis Antonii Ifoberger M. D. XXL, fol. 
Auf dem ersten Textblatte ist die Erschaifung der Eva im Para- 
diese vorgestellt. Adam liegt links unter dem Baume, und Eva erhebt 
sich mit gefalteten Händen aus der Lende des Mannes. Eine Menge 
Thiere und Vögel umgeben sie, der ewige Vater ist aber nicht sicht- 
bar. Rechts am Baumstamme ist das erste Zeichen der zweiten Reihe 
und unten steht: Incipit liber genesis.  H. 5Z. 2L. Br. 6 Z. 7 L. 
In dieser Bibel kommt auch ein Holzschnitt mit dem schreibenden 
St. Hieronymus vor. 
4) Biblia sacra utriusque testamenti, diligenter recognita et 
ßmendata.  Nuremberge per Fridericum Peypus 1523, fol. 
In der reichen architektonisch verzierten Bordüre des Titels kniet 
Sf- Hieronymus mit entblösstem Oberleibe in der Zelle vor dem auf 
einem Tische stehenden Cruciiixe. Unten in der Mitte ist das schraf- 
Üljte Täfelchen mit dem Namenszeichen. H. 6 Z. 4 L. Br. 6 Z. 
Dleses schöne Blatt kennt Bartsch nicht. Der Stock wurde schon zu 
919er 1520 in Lyon gedruckten Bibel benützt, sowie der Holzschnitt 
mit der Geburt Christi. B. N0. 51. Passavant spricht von einer K0- 
bergeüschen Bibel von 1519, in welcher der betende Hieronymus vor- 
kommt, und dann von einer Ausgabe 1521, wofder Stock am Ende des 
Prologes Sei. Hieronymi in Pentateuchum eingedruckt ist. Passavant 
gibt eine Höhe von 9Z. 4L. und eine Breite von GZ. an, wir möchten 
aber einen Druckfehler vermuthen, da. der Stock der von Peypus ge- 
druckten Bibel nur 6 Z. 4 L. breit ist. Passavant fand den betenden 
Hieronymus auch im Nachdrucke der Luthefschen Bibel bei Friedrich 
Peypus 1524.
        

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