Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1575303
640 
HSF. 
1526- 
4527. 
Flügeln, jener rechts mit einer Draperie. Auf dem Blatte No. 7 sind 
zusammengebundene Früchte und Blätter vorgestellt, und N0. 9 zeigt 
eine auf der Muschel sitzende weibliche Gestalt mit Flügeln und Bocks- 
füssen. Das Blatt mit N0. 10 schildert eine andere fabelhafte Figur 
mit Schmetterlingsflügeln, deren Beine in Laubwerk ausgehen. Die 
übrigen Blätter dieser Folge kennen wir nicht. 
JÖZÜ. Unbekannter Kupferstecher, welcher in der ersten Hälfte 
H; des 16. Jahrhunderts thatig war. Bartsch IX. p. 232 beschreibt 
- das Blatt mit dem nackten Manne, und gibt das Facsiniile des 
Zeichens. Dasselbe Blatt haben wir auch oben im Artikel des Hans 
Ladenspelder von Essen beschrieben, weil wir Veranlassung fanden, 
nicht H S F, sondern H SE zu lesen. Den Vergleich konnten wir 
nicht anstellen, und es wird daher Bartsch richtig gesehen haben. 
i) Ein nackter auf dem Harnisch sitzender Mann in Profil nach 
echts gewandt. Er halt eine Leyer in der linken, und den Bogen in 
der rechten Hand. Das Monogramm steht unten gegen rechts am 
Baumstumpf, und links die Jahrzahl 1547 im Tafelchen. H. 4Z. 2 L. 
Br. 2 Z. 9 L. 
2) Das Bildniss des Friedrich Beham, Büste nach rechts. Er trägt 
einen grossen Bart, und die Haare sind in das Netz gewunden. Mit 
dem Zeichen und der Jahrzahl 1530. H. 4 Z. Br. 3 Z. 7 L. 
Dieser Friedrich Beham, oder Behem, war Buchdrucker in Mainz. 
Wlirhjaben auch unter dem Monogramm N0. 1457 sein Bildniss be- 
sc r1e en. 
1527. Unbekannter Formschneider, welcher um 1560-1580 in 
Hi, Frankfurt, und dann in Göln thatig war. Man wollte ihn Simon 
 Hüter nennen, weil nämlich Christ in seinem Monogrammenbuche 
S. 359 auf diesen S. Hüter verfiel, aber mehr zur Erklärung eines 
zweiten Monogrammes, in welchem S voraussteht. Es ist diess aller- 
dings derselbe Künstler, er kann aber nicht Hüter heissen, da auch 
Blätter SF und mit dem Messer bezeichnet sind. In dem Buch- 
staben F liegt also der Familienname. Simon Hüter war Buchhändler 
in Frankfurt a. M., und zwar der Compagnon des Sigmund Feyerabend. 
Papillon erklärt das Zeichen auf letzteren, welcher aber so wenig in Holz 
geschnitten hat, als S. Hüter. Beide ügnriren jedoch in der Geschichte 
der Formschneidekunst. Hüter soll nach Malpe um 1550 in Cöln 
geboren worden seyn, und daher nahm ihn auch Merlo in die Reihe 
der cölnischen Künstler auf. Seine frühesten Blätter, doch mit dem 
Monogramme SHF bezeichnet, ünden wir in A. Reissneüs Jerusalem. 
Frankfurt bei S. Rabe, S. Feyerabend und Weygand Hauen Erben 1563. 
S. Hüter müsste also als Knabe von 12-13 Jahren Holzschnitte dazu 
geliefert haben. Der Monogrammist ist daher unbekannt. Wir nennen 
hier nur die Blätter mit dem gegebenen Monogrumme, und kommen 
unter SF und SH F auf ihn zurück. Beide Monogramme ündet man 
auf kleinen Blättern im Compendium catheclzismi catholici   
per Georgium Eder. Coloniae 1570, im Catechismus ew Decrelo 
S. Concilii Tridenlini. Coloniae 1572, und in Feuchüs kleiner 
katholischer Postille. Cöln 1576, 8. Ein Blatt mit Christus unter 
seinen Jüngern kehrt immer wieder, und zwar mit dem obigen Mono- 
gramme. In den Frankfurter Druckwerken mit Holzschnitten nach 
J. Amman und V. Solls kommt fast immer das Monogramm SH F vor, 
und wechselt mit den Initialen SF. Der Monogrammist H F S N0. 939 
ist derselbe Meister.
        

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