Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1575246
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HSBC 
HSD. 
1515- 
4519. 
der Frucht vor. Zur Seite steht der Baum, auf jenem mit Adam links, 
und auf dem mit Eva rechts. Die Vorstellung ist von der Gegenseite 
copirt, mit Hinzufügung des Monogramms von Aldegrever. H. 3 Z. 5 L. 
Br. 2 Z. 4 L. 
1515- Unbekannter Miniaturmaler oder Illuminist, welcher in 
 der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts thätig war. In der 
' Sammlung des Grafen Stcrnberg-Manderscheid waren deissig 
gemalte Wappen des österreichischen Kaiserhauscs und der deutschen 
Reichsprovinzen, dann von Frankreich und anderen Staaten, in schmalen 
Streifen. Auf der Rückseite fand Frenzel V. N0. 1444 das gegebene 
Zeichen mit der Jahrzahl 93, d. i. 1599. 
1516- Girolamo Scarsello soll der Träger dieses Zeichens seyn. 
Man findet es auf einem radirten Blatte mit zwölf Genien, 
AI-SJA welche an der Terme des Pan spielen und um dieselbe 
schtvebezi. Acht Genien bekränzen den Pan. Die vier anderen sind 
an der Base beschäftigt. Der eine untersucht die Schärfe des Pfeils, 
der andere schiesst einen Pfeil ab, der dritte hält einen Vogel in der 
rechten Hand, und der vierte liegt auf dem Boden. Das Zeichen ist 
unten rechts im Schatten. H. 6 Z. 10 L. Br. ä Z. 5 L. Die Radir- 
nngen des G. Scarsello beschreibt Bartsch XIX. p. 249, das Blatt mit 
den Genien ist aber nicht darunter. Es kann auch nicht von Scarsello 
herrühren. Die Nadel ist freier und breiter, und in der Weise des 
Jacopo Palma geführt. Es stimmt weder die Manier, noch das Mono- 
gramm für diesen Meister. Der unbekannte Monogrammist ist sicher 
älter, als Scarsello. Letzterer arbeitete um 1670, unser Meister im 
ersten Viertel des 17. Jahrhunderts. Das Blatt mit den Genien ist 
sehr selten. 
1517- Hubert Sohoute, Zeichner, Maler und Radirer, geb. zu 
H 56h fec Amsterdam 1'747, hinterliess eine reiche Folge von An- 
' '  sichten in und um die Stadt Amsterdam. Wir haben 
sie im Künstler-Lexicon verzeichnet. Die Namensabkürzung findet man 
auf Blättern einer Folge von 12 Dorfansichten, k]. fol. Auf anderen 
Blättern steht: H. Schoute ad viv. del. et fec. le Amsterd. 
1518. Unbekannter Zeichner oder Formschneider, welcher um 
1550 thätig war. Wir glauben, dass er in Mainz 
m T gelebt habe, indem das Zeichen auf der in Holz 
j a; geschnittenen Ansicht dieser Stadt vorkommt. Die 
 Zeichnung erhielt Sebastian Münster, welcher sie 
für die 1550 bei Henrie Petri erschienene Cosmographie in Holz 
schneiden liess. Es wurden zwei Platten verwendet, und daher ist 
die Ansicht auf zwei Blättern gegeben, jedes 9 Z. 6 L. hoch, und 
12 Z. 11 L. breit. In der Ausgabe von 1598 kommt die Ansicht von 
Mainz nicht mehr vor. 
1519. Unbekannter Kupferstecher, welcher um 1570-1580 in 
HD  Holland, wohl zu Antwerpen gelebt hat. Bartsch IX. p. 545 
 V zählt den Copisten der zwölf Apostel nach H. S. Beham 
 zu den deutschen Meistern, und gibt das erste dieser 
Zeichen. Dasselbe Monogramm findet man aber auch auf biblischen 
Vorstellungen nach Peter van der Borcht, welche in Amsterdam er- 
schienen. Holländische Arbeiten sind auch die Blätter mit den Bauern, 
welche auf die Zeit des Bauern-Breughel deuten, also wieder um 1580 
fallen. Sehr gut gestochen sind die Apostel, weniger gut die Bauern,
        

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