Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1575083
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HSB. 
1511. 
sich aus der Schreibart Beham und Peham. Bartsch VIII. p. 114 ü". 
beschreibt 259 Knpferstiche, und dann 11 Blätter, welche mit Unrecht 
das Zeichen Behauüs tragen. In den drei vorhandenen Bänden des 
Peintre-graveixr von J. D. Passavant kommt H. S. Beham noch nicht 
vor. Wir liefern hier einen Nachtrag zu den Kupferstichen, und lassen 
jenen zu den Holzschnitten folgen. Der genannte Schriftsteller zählt 
die Blätter mit den beiden Monogramrnen auf, und wir folgen hier 
ebenfalls seiner Ordnung, so dass unter HSP nur ein Rückweis auf 
die Blätter mit dem aus HSB bestehenden Zeichen folgt. 
Kupferstiche. 
Von mehreren der von Bartsch beschriebenen Blätter gibt es neue, 
zum Theil sehr schwache Abdrücke, wir gehen aber darauf nicht näher 
ein, da sie ohnehin kenntlich sind, und wenig beachtet werden. Von 
N0. 5, 8, 9,10, 11,18, 26, 30. 63, 64, 65, 75, 77, 80, 128, 137, 
215, 259 scheinen die Platten noch vorhanden zu seyn. 
1) Adam und Eva unter dem Baume im Paradiese, verschieden 
von dem Blatte B. N0. 6. Es hat das Monogramm H S P mit der 
Jahrzahl 1529. 
Bartsch l. c. p. 227 nennt dieses Blatt unter den zweifelhaften 
Arbeiten des Beham, es ist aber acht. 
2) [B. N0. 6] Adam und Eva unter dem Baume mit der Schlange, 1543. 
Eine Oopie dieses Blattes hat keinen schattirten Hintergrund. Das 
Monogramm H SB ist rechts oben, und unten eine Tafel mit dem 
Namen: Maurel f. 
3) [B.No. 16] Hiob mit seinen drei Freunden vom Weihe ge- 
schulten, 1547. 
Im ersten sehr seltenen Drucke bemerkt man auf dem steinernen 
Bogen keinen Graswuchs. Die späteren Abdrücke werden immer matter. 
4) lJudith mit dem Haupte des Holofernes. Sie sitzt nackt gegen 
rechts gewandt. Schöne Copie nach B. Beham von der Gegenseite. 
Oben links das Zeichen mit 1530. H. 2 Z. 3 L. Br. 1 Z. 1 L. 
ä) [B. N0. 17] Maria auf dem Halbmonde mit dem Kinde auf dem 
Arme, 1520.  
Die gegenseitige Oopie ist ohne Monogramm und Jahrzahl. 
6) [B. N0. 31-34] Die Parabel vom verlernen Sohne. 
Bartsch beschreibt eine täuschende Copie, es gibt aber auch noch 
eine zweite gleichseitige Oopie, welche zwar nicht genau ist, aber das 
ungeübte Auge irre leiten kann. Wir bemerken, dass in N0. 31, 33, 34 
die Schrifttafeln abgehen. Sie stehen leer, und in der Luft von N0. 32 
fehlt ebenfalls die Inschrift. 
7)  Die zwölf Apostel. 
Bartsch untersc eidet die Plattenzustände nicht. Die ersten Ab- 
drücke haben in den Schattenpartien nur zwei Strichlagen. Später 
wurden diese Theile mit einer dritten Lage bedeckt. Die ersten Exem- 
plare sind sehr selten. 
8) [B.No. 55-58] Die vier Evangelisten. 
Hinsichtlich der Abdrücke verhält es sich, wie mit den Aposteln. 
Die dritte Strichlage in den Schattenpartien deutet auf die Retouche. 
R. Weigel,  N0. 6949, erwähnt eines höchst seltenen Exem- 
plars mit allen vier Evangelisten auf einem Blatte. H. 3 Z. 10 L. 
Br. 2 Z. 11 L. 
9) St. Petrus als Pilger sitzend. Oben rechts 1525, 8.
        

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