Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1574922
602- 
Nr. 1483. 
1) Der Tod der Jezabel. Sie wird aus dem Fenster des Thurmes 
gestürzt, welcher sich an den Bogen rechts schliesst. Die vordere 
Breite nimmt der Wagen mit den Pferden ein. Auf diesem erhebt 
sich ein geharniscbter Ritter mit Federn auf dem Türkenbunde. Hinter 
ihm sitzen drei andere Ritter, und der Fuhrmann steht rechts bei 
den beiden Pferden. Unten bemerkt man das kleine Zeichen, und 
im schmalen Rande steht: mnv: 1.112s. ISABEL. zv DEM: rnnsrnn. an; 
srvsoznu. 1x. es. n. K0: H. 2 Z. 9 L. Br. 4 Z. 6 L. 
2) [B. 1] Venus und Amor. Erstere ruht rechts auf einem über 
den -Boden gebreiteten Tnche, und richtet den Kopf nach dem vor ihr 
stehenden Amor. Das am Baume befestigte Tuch bildet eine Art Zelt 
über der Gruppe, und links im Grunde sind Gebäude und Berge. In 
der Mitte unten bemerkt man das Zeichen mit der Jabrzahl 1593. 
Sehr leicht und sicher radirt. H. 2 Z. 3 L. Br. 2 Z. 11 L. 
3) [B. 2] Der Pegasus mit einer Kugel zwischen den ausgebreiteten 
Flügeln nach rechts im Galopp, wie ihn der Hund anbellt. Im Mittel- 
grunde bemerkt man zwei Männer, welche nach rechts in der Niederung 
gehen, so dass sie nur im halben Leibe hervortreten. Den Grund bildet 
eine Gebirgslandschaft. In der Mitte oben ist das Zeichen mit dem 
Buchstaben E, und unten in der Mitte steht die Jahrzahl 1593. Höhe 
2Z.2L. Br.2Z.9L. 
4) [B381 Die Entführung der Europa. Sie sitzt auf dem Stiere, 
welcher nac links durch den Fluss schwimmt. Rechts kommen zwei 
Frauen an die Furt. Den Grund bildet Landschaft, und rechts am 
Berge mit drei Baumgruppen bemerkt man eine Kuh. Links unten 
ist das Zeichen, und rechts die Jahrzahl 15.93. Höhe 2 Z. 2 L. 
Br. 2 Z. 9 L. 
5) Leda mit dem Schwane. Sie liegt auf dem Boden nach links 
gewandt. Rechts ist eine Draperie ausgespannt, und links breitet sich 
eine bergige Landschaft aus. In der Mitte unten stehen die Initialen 
HS. H. 2 Z. 2 L. Br. 2 Z. 10 L. 
6) [B11] Die Malerei, unter der Figur einer nackten Frau, welche 
rechts unter einem Zelte sitzt. Sie hält in der rechten Hand Stock 
und Palette, und schlägt mit der anderen das Tuch zurück. Rechts 
zu ihrer Seite steht ein Bild auf der Staffelei, und links eine mit 
Früchten gefüllte Vase. Im Grunde öffnet sich die Aussicht auf eine 
Landschaft, in welcher zwei Männer nach links gehen. In der Mitte 
unten ist die Jabrzahl 1593, und das Zeichen fehlt. H. 2 Z. 2 L. 
Br. 2 Z. 9 L. 
7) Ein Mann, welcher das Pferd mit dem Stecke behandelt, so 
dass es ausscblägt. Mit der Jahrzahl 1593 unten in der Mitte, aber 
ohne Zeichen. H. 2 Z. 3 L. Br. 2 Z. 9 L. 
1483. Hans Stampfer, Medailleur von Zürich 1530-1585, hinter. 
Es, liess viele Gepräge, welche G. E. Heller in seinem Werke über 
die Eidgenössischen Schau- und Denkmünzen, Bern 1795, be- 
schreibt und in Abbildung gibt. Doch arbeitete Stampfer nicht iminer 
in der Schweiz. Im Jahre 1563 berief ihn der Herzog Wolfgang von 
Zweibrücken an seine wieder aufgerichtete Münzstätte. Ueber eine 
ovale goldene Medaille mit dem geharnischten Brustbilde desselben 
von 1563 s. Exter II. S. 30 No. 12, und über einen schönen Thaler 
von 1566 II. S. 35 No. 23. Stampfer fügte das obige Zeichen bei. 
Eines ähnlichen Monogramms, und der Initialen H. S., bediente 
sich auch 
Hans Schmidt, welcher 1625 Münzmeister zu Frankfurt a. M. 
wurde. Auf den Thnlern der Stadt von 1625 und 1627 kommt seine 
Signatur vor.
        

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