Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1574913
1479- 1482. 
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Hnrnischen, Heimen, Schilden und NVaHen zusammengesetzte Trophäe 
vom weissen Grunde ab. In der Mitte unten ist das Monogramm mit 
der Jahrzahl 1550. H. 15 Z. Br. 9 Z. 6 L. 
3) Ein grosses korinthisches Capitäl mit einer Trophäe in der 
Mitte, und einer Siegesgöttin rechts und links. Unten rechts und links 
sind noch zwei Säulenbasen und eine Corniche eingezeichnet. Das 
Monogramm mit der Jahrzahl 1559 bemerkt man in der Mitte unten 
am, Capitäle. H. 12 Z. 10 L. Br. 12 Z. 
4) Die Termen des Saturn, des Jupiter und der Minerva. Mit- 
dem Zeichen und der Jahrzahl 1556. 
Dieses Blatt haben wir nicht gesehen. Christ gibt auch noch ein 
Monogrnmm mit der Jahrzahl 15-54 an, und sagt, es stehe auf wohl- 
gezcichneten Kupferstichen. 
1479. Hans Splechart, Maler von München, war Schüler von 
 Christoph Sc warz, und trat um 1590 als Künstler auf. Er 
I-g malte Bildnisse, welche aber etwas steif behandelt sind. Das 
gegebene Monogramm findet man auf Zeichnungen mit religiösen 
Vorwürfen, mit der Feder umrissen und ausgetuscht. In der fürst- 
lichen Sammlung zu Wallerstcin ist eine solche Zeichnung mit der 
Matter des hl. Lorenz, und dem Namen SPIECHART 1610. Brulliot 
I. N0. 251-111. vermuthet einen Meister aus der Zeit des Christoph Schwarz, 
konnte aber seinen Namen nicht herausfinden. 
1480. Unbekannter Metallschnelder, welcher um 1560 thätig war. 
Auf der Bibliothek der k. Universität Erlangen ist ein sogenannter 
kg Hornhand der Praelecliones Johmtnis Schichardi. Basileae, 
J. Oporin 1565. Auf dem Deckel sind Zierleistcu eingepresst. 
und dann ein Bild der Auferstehung Christi. Auf letzterem kommt 
das Monogramm- vor, jenes des Modelschneiders. Dieselbe Vorstellung 
kommt auf gepressten Einbänden auch mit den Initialen HS vor. Diese 
Graveure leisteten um die Mitte des 16. Jahrhunderts in ihrer Art 
Vorzügliches, und sie wurden namentlich von Buchbindern beschäftigt. 
1481. Unbekannter Formschneider. welcher um 1570 in Nürnberg 
g?  gelebt zu haben scheint. Er schnitt das grosse Wappen 
I"? des Alexander Pdugk auf Cölnbach. Ueber diesem Wappen, 
dessen Inhaber unterschrieben ist, steht in einer mit Festons geziertcn 
Tafel: Vt. Vivens. Quidem. Laudabilis. Deföclos. Avtem. Beatvs. 
Ewislimeris. Unten zwischen Wappen und Namen stehen die Buch-_ 
staben Co S, worunter wohl der Zeichner zu verstehen ist. Dieses 
Wappen nimmt die ganze Rückseite des Titels von Johannes Ruellius: 
Rossartzney. Nürnberg 1575, ein. fol. An Hans Schäufelin sen. ist 
nicht zu denken. Der jüngere Künstler dieses Namens lebte aber 
noch 1575. 
1482- Hans Strohmayer, Maler und Radirer, stand in Diensten 
15x93 H des Erzherzogs Ernst von Oesterreich, und wurde 1583 
auch zum Hofmaler und "Etzer" des Kaisers Rudolph II. 
FFKÄWFI ernannt. Der Erzherzog Ernst wurde 1592 Statthalter 
der Niederlande, Strohmayer verblieb aber in Prag. Früherwollte 
man das Monogramm dieses Meisters auf Herkules Setti deuten, welcher 
aber gewiss nie eine deutsche Inschrift beigefügt hat, wie sie auf-dem 
ersten Blatte vorkommt. Bartsch IX. p. 582 beschreibt vier der leicht 
und fein radirten Blätter von der Hand dieses Meisters, gibt aber (1.83 
beigefügte Zeichen zu gross. Auf die Deutung geht er nicht ein. Wir 
vermuthen den Hans Strohmayer, da. dieser in der Bestallung "Etser" 
genannt, und das E des dritten Zeichens dadurch erklärt wird.
        

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