Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1574878
1475. 
interessante Sammlung von Kunstgegenständen aller Art zusammenge- 
bracht hatte. Im Jahre 1857 kaufte sie der Antiquitätenhäudler "Oppen- 
heimer, und der grösste Theil wird jetzt in Frankreich zerstreut seyn. 
1475. Stephan Herman, Goldschmied und Kupferstecher von Ans- 
lSLlH bach, war um 1580 -i596 thätig. Er kam mit Jobst Amman in 
I-f Berührung, und Bartsch IX. p. 3,5l glaubt, dass mehrere Radir- 
ungen, welche diesem Künstler zugeschrieben werden, von Herman 
herrühren dürften. Dieses wird Richtigkeit haben, Amman führte aber 
die Nadel viel leichter, während Herman's Blätter etwas trocken sind. 
Auf den Blättern von J.Amman zeichnete er gewöhnlich als Verleger. 
So steht auf dem Blatte mit Eva die gebererin" aus der Folge der 
merkwürdigsten Frauen des alten Testaments B. No. i, Jobst Amman 
fecit. Steffan Hermanß ervc. Dieselbe Adresse aber mit der Jahrzahl 
1586, steht auch auf dem Titelblatte mit den vier Elementen zu den 
Blättern der fünf Sinne, B. N0. 5." Auf einem Blatte mit der Folge der 
Krieger B. No. 6 steht: Jost Amcm invenlur "norimberg. Stephan Her- 
man ewcusil oüoltz-bachensis 15.90. Auch aus der Folge der Zwei; 
kämpfe B. N0. 7 haben zwei Blätter die Adresse: Jo. Aman Fe. St. 
Herma-n Ex. Diese Fblge kennt Becker genauer als Bartsch. Daraus 
erhellet, dass Herman mit Jost Amman mehrfach in Berührung kam, 
keines der genannten Blätter wird aber von "ihm radirt seyn. Nur die 
Folge der Goldschmiedsornamente, welche wir unten erwähnen, und 
theils auch die Blätter mit den Jagden etc. sind von ihm radirt und 
gestochen, und zwar in J. Ammaifs Weise.  
 1-8 Folge von acht Blättern mit Jagden, aber ohne Nummern: 
Die Zeichnungen sind von NJobst Amman, welcher I. A. signirte. Auf 
jedem Blatte kommt auch das Monogramm, Hermanis vor," auf einer 
Radirung gibt er sich aber nur als Verleger kund. Becker beschreibt 
diese Blätter in seiner treiilichen Monographie über J. Amman S. 188 
No. 94, das von ihm beigefügte Monogramm ist aber zu gross. Es 
kommen nurdie kleinen Zeichen darauf vor. H. 1 Z. 7-8 L. Br. 
5 Z. 9 L.   
 i. Die Hasenjagd. Jobst. Aman. fe. Stefan Herman ex. 
2. Die Hirscbjagd. Unten gegen die Mitte 1 A, und daneben das 
Monogramm.  
3. Die Fuchsjagd. Links unten I A, unter den Füssen des Jägers 
das Monogramm H S. 
4. Die Saujagd. Rechts unten I A, links das Monogramm. 
5. Die Bärenjagd. Links vorn am Steine I A, daneben S. H. ex. 
6. Die Jagd auf Wasservögel. Am Boden gegen die Mitte I A, 
rechts das Monogramm.  
7. Der Fischfang. Links vorn am Baume I A, und daneben das 
Monograrnm.  
8. Vogelfang und Falkenjagd. Links vorn neben dem Baume I A 
und das Monogramm.  
9. Eine Folge von 12 Blättern mit Goldschmiedsverzierungen, bea 
stehend in Zierstreifen zu Beschlägen, in Friesen zur Verzier- 
ung_ von Vasen, Aufsätzen, Flächen von Schüsseln u. s. w, In 
ZWEI Täfelchen unten auf dem ersten Blatte steht: STEPHANVS. 
HERMAN. AVRIFABE. ONOLTZBAGHENS. FECIT. ExovssiT. ANNO. 
1.104s. H. a z. 6 L. Br. 4 z. 5-6 L.   
10. Eine Folge von kleineren Goldschmicdsornamenten mit Figuren: 
Thieren u. s. w. Auf dem ersten Blatte ist ein aus Ornamenten 
gebildeter ovaler Rahmen, -un_d in Wolken sieht man einen. 
 Salamander, einen Adler, einen Hasen und einen Delphin.
        

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