Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1574851
1466 
1468. 
595 
eilf Schränke zur Aufbewahrung der Paramente, "deren Aussenseiten 
mit Darstellungen aus der Legende der hl. Catharina geziert sind." Sie 
sind in Oel auf das Holz gemalt, und folgende Inschrift nennt den 
Meister: Hanc divae cirginis Catharinae historiam {Johannes Sues 
Norimbergen. ciois faciebat anno Dni. 1515. Dieser Künstler malte 
auch einen Cyclus von Bildern aus dem Leben des hl. Johannes mit 
ähnlicher Inschrift: Ilanc Divi Joannis historiam complevit JOhülI-f 
nes Sues Norimbergensis ciois Anno Dn. 1516. F. Gregor in"Kra- 
kau hat ein Bild lithographirt, qu. fol. Nachricht darüber gibt derßum 
die Geschichte der Stadt Krakau verdiente Ambros Grabowsky. am 
Süss, latinisirt Sues, kam vielleicht nicht mehr nach Nürnberg zurück, 
und wurde daher vergessen.   
1456. Unbekannter Maler, welcher mit dem vorhergehenden, Mei- 
ster Eine Person seyn könnte, oder nicht viel später lebte. Das 
H gegebene Zeichen findet man auf einem mittelmässigen Kupferstichg, 
welcher den leidenden Heiland zu den Seiten des Kreuzes stehend vor- 
stellt. Christus ist nur mit dem Schamtuche umgeben, legt die rechte 
Hand an seine Seitenwunde, und hält die Ruthe in der Linken. Die 
Brust der hl. Maria durchdringen sieben Dolche, und sie erscheint in 
einem langen, schön geworfenen Mantel. Das Mouogramm ist rechts 
zu den Füssen der Schmerzensmuttcr, und links steht: Caintat shwartz f. 
H. 2 Z. 7L. Br. 1 Z. ll L. Diese Vorstellung hat ein alterthümliches 
Ansehen, besonders der Christus mit dem Schamtuche. Sie fällt sicher 
um 1510-1520. Der Kupferstecher Caintat (Cajetan  Schwarz, hier 
shwarlz genannt, gehört aber einer späteren Periode an, vielleicht der 
ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Brulliot I. N0. 2494 bringt dieses 
Blatt mit jenem des Monogrammisten H S von 1510 in Verbindung," er 
konnte aber nicht nach Autopsie urtheilen. 
 Im Appendix I. No. 293 nennt Brulliot ein zweites Blatt mit einem 
ähnlichen Zeichen, doch ohne Namen des Stechers, hält es aber un- 
zweifelhaft für die Arbeit des C. Schwarz. Dieses Blatt stellfden heil. 
Franciskus in halber Figur mit dem Crucifixe in den Händen nach 
rechts vor. Im Rande steht: S. FBANCISCVS, und das Zeichen. H. 
 
Dieser Caintat Schwarz hat noch andere Andachtsbilder gestochen, 
aber immer nach alten Gemälden oder Zeichnungen. Im Künstlerlexicon 
haben wir deren beschrieben. 
1457- Unbekannter Knpferstecher, welcher in der zweiten Hälfte 
 des 16. Jahrhunderts thätig war. Er arbeitete in der Weise des 
ESIIH Balthasar Jenichen, und scheint daher in Nürnberg gelebt zu 
haben. Er hinterliess eine Folge von Blättern mit je zwei Vorstell- 
ungen aus dem alten Testamente mit deutschen Inschriften. Jedes 
Bild ist nummerirt. Im k. Cabinet zu Berlin wird ein Blatt mit No 67 
und 68 aufbewahrt, und daher besteht die Folge aus wenigstens 34 Blät- 
tern mit dem Monogramme. H. 2 Z. 8 L. Br. 2 Z. l L. 
1468. Sigmund Gabriel Hipschmann, Maler und Kupfersteeher, 
m wur e 1639 zu Nürnberg geboren, war aber bisher nur durch sein 
BUG M4, gestochenes Bildniss bekannt. Das erste Zeichen findet man 
  auf dem_Titelblatte zu Pruckmanms Opuscula polilico-juri- 
dica. Francofnrtz. Henning Grosse 1672, fol. Auf diesem Titel ist 
ein Lorbeerl:ranz,_ welcher von zwei mit Löwenhäuten bedeckten Ger- 
manen gehalten wird- In diesem Lorbeerkranze ist St. Christoph, wie 
er mit dem Jesnskiude auf der Schulter den Fluss durchschreitet. Auf 
der Bandmlle darüber steht: Speremus Meliora. Dgätßlatt mit dem
        

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