Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1574817
1459  1460. 
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mlt der Jahrzahl 1530 darüber, und unter dem Wappen bemerkt man 
das erste Zeichen, 12. Im zweiten Drucke wurde das 'l'odesjahr Beham's 
beigefügt: Obiü 1533. 
Das zweite Monogramm kommt auf dem Druckerzeichen des Franz 
Beham vor. Auf einem von Tannenreis und Tannenzapfen umschlossenen 
Hügel nährt der Pelikan seine Jungen mit dem Blute. Unter dem 
Sterne oberhalb des Vogels steht: SIC, und auf dem um den Hügel 
gezogenen Bande: HIS QVI DILIGVNT. Rechts unten auf dem Steine 
ist das Zeichen. Unter der Vignette steht ein vierzeiliges lateinisches 
Loligedicht: Ercemplum ueri Pelicanum cernis amoris elc. etc. H. 
5 Z. Br. 3 Z. 5 L. Dieser Vignette bediente sich F. Beham auf dem 
Titel. oder auf dem Schlussblatte der Druckwerke aus seiner Of- 
fizin, wie in Hoifmaysteüs Verbum Dei Caro Factum  Moguntiae 
1545, in den Ctmstiluliones conoilii Provinciatis. Moguntzni  
Anno Domini MDXLIAQ- Institutio ad pielalevn Clzrislianam, 1549. 
In W'ür(ltwein's Bibliotheca Jllogunliana 13.182 kommt eine radirte 
Copie vor, in welcher das Zeichen nicht genau gegeben ist. 
1459- S. H. Jarwart zeichnete Umrisse zu UhlanrPs Balladen und 
Romanzen, und es sollten sechs Hefte werden. Im Jahre 
I8 m54 1834 erschien zu Nürnberg das erste mit einem allegorischen 
Tiltelblatte und vier von A. Fleischmann radirten Illustrati- 
onen. Auf allen (lllSGlI Blättern kommt das gegebene Monogramm des 
Zeichners vor, jenes zum Gedichte: „das Schwert-H trägt auch die leicht 
gerissenen Buchstaben A K, worunter der Radirer zu verstehen ist. 
1460. Unbekannter Knpferstecher, welcher um 1566 thätig war. 
 l Bartsch IX. p. 526 ist geneigt, das Blatt mit Adam und 
H, Eva dem Franz Floris zuzuschreiben, da er den Cha- 
rakter dieses Meisters darin findet. Dieses möchte nun hinsichtlich der 
Zeichnung der Fall seyn,  in der Behandlung der Nadel und des Sti- 
chels findet aber keine Aehnlichkeit mit den Blättern des Franz Floris 
statt. Im Blüchefschen Cataloge I. Nr. 3134 wird das Blatt mit Adam 
und Eva dem Ilerkules Setti zugeschrieben, an welchen aber noch we- 
niger zu denken ist, als an F.Floris. Das Blatt mit dem Gastmahlein 
der Laube schreibt Frenzel im Catalog Sternberg II. Nr. 1279 dem- 
selben Meister zu, er findet aber darin einen Anklang an die ältere 
französische Schule. Diese Radirung ist mit dem zweiten Zeichen ver- 
sehen, welches Frenzel vielleicht nicht ganz genau gibt. Wir haben 
dieses seltene Blatt nicht gesehen. 
i) Adam und Eva. Adam sitzt links auf einer Erderhöhung, und 
empfängt mit der linken Hand den Apfel, welchen ihm Eva reicht. 
Letztere hält in der Linken einen zweiten Apfel, welchen sie aus dem 
Munde der den Baum umringelndeir Schlange genommen hat. Im 
(Slrunde breitet sich der paradiesische Garten aus, und in diesem ist 
eine grosse Anzahl von verschiedenen Thieren. Im Grunde des Gartens 
ist die Erschaffung des ersten Menschen vorgestellt. Links unten be- 
merkt man das erste Zeichen mit der Jahrzahl 1566, und in der Mitte 
steht: Cum priuilegio ad Sez-enium. H. 16 Z. Br. 21 Z. 9 L. 
2) Ein Gastmahl von schs Personen am runden Tische unter einer 
Weinlaube. Links ist der Flötenspielcr, und neben ihm ein Mädchen, 
welches die Guitarre spielt. Hinter der mittleren Gruppe treibt der Narr 
Possen. RcchtS ßtWtlS Zurück Sitzt ein Herr und eine Dame im ver- 
traulichen Gespräche, und nicht weit von ihnen ist ein Guitarrespieler. 
Ein Page credenzt den Wem, und scheint dabei einen Spruch vorzu-
        

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