Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1574768
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1449. 
so sah er wohl ein, dass die Illustrationen nach Schäufelin und Burgk- 
mair in seinen Druckwerken das Publikum im höheren Grade an- 
ziehen müssten.  
1) Die hl. Jungfrau mit dem Kinde auf dem Halbmonde, Copie 
nach A. Dürer, B. No. 30. Sie erscheint in einem Strahlenglanze. und 
betrachtet das auf dem rechten Arme sitzende Jcsuskind, welches einen 
Apfel in beiden Händchen hält. Unten in der Mitte ist das Zeichen, 
aber etwas kleiner als oben gegeben. H. 5 Z. 11 L. Br. 4 Z. 5 L. 
Diese originalseitige Copie ist etwas grösser, als Dürer's Kupfer- 
stich. Heller schreibt sie dem Hans Schänfelin zu. 
2) Christus am Kreuze in Wolken von Heiligen umgeben. Unten 
stehen und knieen verschiedene Heilige, und in der Mitte über der 
Einfassungslinie ist das Zeichen. Diese Vorstellung ist auf dem Titel 
folgenden Werkes eingedruckt: 
Das Passional oder der hagdigen leben. Das Summer tail etc. 
Das zointer tail. Am Ende: Hye endet der hayligen leben das 
Summertail  Das ist gedruckt onnd volendet in der kay l ser- 
lichen statt Augspurg, in kostuug I 4271. oe-rlegung des ersamc" Hanss 
Millers an sant Kalheri l neu abent, in dem jar l nach Christi 
geburt MD. ond XVII. Der Wintertheil 1518, fol. 
Dieses Werk hat viele Holzschnitte von unserm Monogrammisten, 
das Zeichen steht aber nur anfdern Titel. An Hans Schäufelin ist nicht 
zu denken. Die Blätter sind nach alten Zeichnungen mehr handwerks- 
massig als künstlerisch behandelt. 
3] Eine symbolische Vorstellung. Den Grund des Blattes bildet 
eine Burg. und in der Nische des höchsten Thurmes steht Christus: 
Christus Caput Ec. Jesus. Links ragen aus einem niederen Thurme 
die Kirchenvater empor, und gegenüber schiessen Engel mit Pfeilen 
auf die Teufel herab. Daneben links haben die Juden ihre Stelle, und 
den Vorgrund behaupten die Ketzer mit den Türken. Dieses Blatt 
bildet die Titelzierde folgender Schrift: 
Bekentnis des glaubens Doct. Mart. Luthers. mit kurtzE glossen 
D. Hieronymi Dungerslteym. Gedruckt z-u Leyplzick durch Valentin 
Schumann 1530, 4. 
Auf dem Titelholzschnitte kommt das Monogramm vor. Er ist 
gering, und dennoch könnte man meinen, dass das Blatt nicht dem 
H. Steiner angehöre. da er 1530 bereits in seinerDruckerci beschäftigt 
war. Auf einem Holzschnitte mit Christus am Oclherge ist ein aus SI 
bestehendes lllonogramm. Das Zeichen auf dem anderen Blatte gleicht 
aber ganz dem kleinen der obigen Facsimiles. 
4) Eine allegorische Vorstellung unter dem Titel: Typus Ecclcsiae. 
Auf dem Titel des Buches: 
Etliche spruche, aus den der Luther von eygenem bekcn-tnus 
oerdümet wirth. Ohne Druckort und Jahrzahl, 4. 
5) Eine Folge von 15 Darstellungen aus dem Leben der hl. Maria. 
Sie gehören in ein Buch, dessen Titel uns unbekannt ist. 
6) Der hl. Christoph mit dem Jesuskinde durch den Fluss schreitend, 
dessen Wasser ihm bis an die Waden reicht. Er ist von vorn genommen, 
und links ist der Eremit mit der Laterne. Mit dem Zeichen auf dem 
Schiifchen. H. 10 Z. 6 L. Br. 6 Z. 8 L. 
Die alten Abdrücke dieser Vorstellung sind sehr selten, und auch 
die neueren nicht oft zu finden. 
7) St. Lorenz und St. Florian, ersterer vorn mit Buch und Rost, 
letzterer rechts mit der Lanze, wie er Wasser in ein brennendes Ge-
        

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