Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1574744
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1446  1447. 
Eydtgenossen, dapßer und mannlich bestritten, Wider und 
gegen dem Marquisen von Gwast etc. Am Ostermontag, 
des Jars Tausent fünffkundert vier und vierzig. 
II. Ueberschrift: Prelii e! cnnflicius   Anno M. D. XLIIII. 
Pictura et ewhibitio uerissima. 
III. Ueherschrift: Vray Discovrs   Mil Cinq Cens quarante 
et quatre. 
I. Unterschrift: Arma amans capio nec sat rationis in armis. 
II. Unterschrift: Audaces fortuna jvvat timidosque repellit. 
III. Unterschrift: Concordia exercitnnum oictrix. 
Bernae, per Henricum Holzmüllerum ltlodistam. 
Das gegebene Zeichen steht im mittleren unteren Blatte an einem 
Baumstamme. Der in der Adresse genannte Heinrich Holzmiiller ist 
überdiess auch noch durch ein Schriftbuch bekannt, welches wir unter 
dem Monogramm HH erwähnt haben. Auf anderen Blättern fügte er 
die Initialen H. H. mit dem Messer bei, und er gibt sich dadurch als 
Formschneider kund. Wir halten ihn aber nur für den Verleger des 
Schlachtwerkes, da sein Zeichen darauf nicht vorkommt. Hans Schäu- 
felin jun. stand dem Formschnitt zu nahe, als dass wir ihn davon aus- 
schliessen könnten. Wir glauben im Gegentheile, dass auch der grosse 
Holzschnitt mit der Schlacht bei Pavia, welcher dem alten Schäiuielin 
N0. 82 zugeschrieben wird, von ihm herriihre. Die Schlacht von Pavia 
fiel allerdings schon 1525 vor, allein weder der alte, noch der junge 
Schäufelin hat je eine Schlacht gleichzeitig an Ort und Stelle ge- 
zeichnet. Die Schlacht von Pavia bildet das Gegenstück zu jener von 
Cerignolles, in welcher Franz I. ebenfalls die Hauptrolle spielte. Der 
Holzschnitt ist 14 Z. 5 L. hoch, und 40 Z. 9 L. breit, und hat daher 
fast dieselbe Grösse. 
1446. Hans Schäufelin der ältere behauptet oben N0. 1444 einen 
ausführlichen Artikel, in welchem es sich 
namentlich um die Holzschnitte dieses 
Meisters handelt. Das gegebene Zeichen 
 findet man auf einer Federzeichnung, 
   welche einen Knaben im kurzen Mäntel- 
chen zu Pferd vorstellt. wie er in Freude 
f  den rechten Arm erhebt. Diese Zeich- 
nung schreibt man dem H. Schäufelin zu, 
welchem wenigstens die Jahrzahl 1518 
nicht entgegen ist. Es fragt sich aber 
immerhin, ob die Darstellung der Richtung dieses Meisters entspricht. 
Auch fehlt die gewöhnliche Schaufel, welche als sprechendes Zeichen 
für ihn gilt. Das Bild mit dem Knaben zu Pferde ist in Kupfer ge- 
stochen. Auf diesem Blatte steht rechts unten: J. C. S. Barde fecit 
1805, links: Sternberg ex. Die Originalzeichnung befand sich bis 
1845 in der Sammlung des Grafen Sternberg-Manderscheid. Sie ist 
äusserst zart mit der Feder schrafürt gleich einer Radirung. H. 11 Z. 
Br. 7 Z. 8 L. 
1447. Hans Schäufelin der ältere erscheint hier mit einem Zeichen, 
dessen er sich selbst nicht bedient hat. Johann 
m Müller von Nördlingen malte im vorigen Jahr- 
hundert Schäufeliiüs Bilclniss, wahrscheinlich 
 nach einem Originalportraite des Meisters, und 
fügte das gegebene Zeichen bei. Die Jahrzahl 
ß, 2 x D), 1515 spricht in dieser Form nicht für die Zeit 
i des Künstlers, und ist sicher moderne Bildung,
        

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