Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1574489
558 
HRD 
HRF. 
1430- 
1434. 
1430. Unbekannter Goldschmied oder Giseleur, welcher um 1608 
E in Sachsen gelebt haben dürfte. Im grünen Gewölbe zu Dresden 
ist ein mit Silber ansgelegter kleiner Hausaltar von Ebenholz. 
Die drei getriebenen Platten stellen die Kreuzschleppung, die Grab- 
legung und die Auferstehung Christi vor, und sind mit dem gegebenen 
Zeichen und der Jahrzahl 1608 versehen. Das Monogramm deutet 
den Ciseleur an. Von anderen Werken dieses Meisters haben wir 
keine Kunde. 
1431- Rum-d, Porzellanmaler an der Manufactur in Sevres, wird 
von A. Brongniart in seinem Traitä des arts cämmi ues, 
67,  Paris 1845, erwähnt. Huard gehörte zu den vorzüglicgsten 
Künstlern der genannten Anstalt. Er war Meister in der Ornamentik. 
Die von ihm verzierten Gefässe sind mit dem gegebenen Zeichen 
versehen. 
1432. Heinrich Bes oder Röss heisst ein Goldschmied aus Nürn- 
PR  berg, welcher für den Herzog Albrecht V. von Bayern einen 
'  "i kostbaren Pokal fertigte. Er ist ganz von Gold, mit ge- 
triebenen und emailirten Ornamenten versehen, und mit Saphiren be- 
setzt. Auf dem Deckel steht eine kleine emailirte Figur, welche mit 
der rechten Hand einen Ring von Saphiren emporhalt. Sechs grosse 
Saphire sind zwischen den Guirlanden eingesetzt, und ausserdem sind 
noch 32 kleinere Saphire in den Zierfeldern vertheilt. Die Blumen- 
guirlanden sind hoch getrieben, mit Bändern umschlungen und emailirt. 
Das bayerisch-pfälzische Wappen im Grunde des Bechers ist ebenfalls 
in Schmelzfarben ausgeführt. Dieser Pokal ist über 2 Fuss hoch, und 
wiegt 101,1, Pfund in Gold. Der Werth beläuft sich auf 48-50,000 H. 
Unten am Fusse des Bechers ist ein kleiner Saphir mit dem Mono- 
gramme und der Jahrzahl 1563. Dieses kostbare Prachtwerk wird 
in der k. Schatzkammer zu München aufbewahrt. 
Eines ähnlichen Zeichens bediente sich auch der Goldschmied 
Hans Reiner von Augsburg. Er fertigte ebenfalls Gefässe mit Schmelz- 
werk und getriebenen Ornamenten, und dann Medaillons mit Bild- 
nissen, welche gegossen und ciselirt sind. 
1433. Heinrich Baab, Goldschmied und Kupferstecher von Nürn- 
ÄRF berg, ist oben unter dem Monogramm HR N0. 1404 eingeführt, 
 9 und wir haben auch auf das gegebene Monogramm hingewiesen. 
m Man findet es auf kleinen Musterblättern für Goldschmiede, 
auf solchen mit Wappen, und.auf etlichen Bildnissen. Das erste Zeichen 
schreiben Heller und Brulliot irrig dem Henri le Roy zu. Vgl auch 
den allegirten Artikel. 
1434. um Rudolph FiiSSli, Zeichner und Glasmaler um 1610 
m1? bis 1634, ist unter den Initialen HF N0. 917 bereits einge- 
führt, und mit Bezugnahme auf jenen Artikel bemerken wir 
 daher nur, dass die gegebenen Monogramme auf Zeichnungen 
zu Glasmalereien vorkommen. Dieser H. R. Füssli ist der ältere des 
Namens. Er wurde erst in neuester Zeit bekannt. 
Brulliot I. N0. 2489 gibt ein dem ersten ähnliches Zeichen, nur 
mit Punkten und der Jahrzahl 1624. Er fand es auf historischen 
Zeichnungen, welche mit der Feder umrissen und ausgetuscht sind. 
Es handelt sich wahrscheinlich um H. R. Füssli, da auch die Zeit 
für ihn spricht.
        

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