Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1574446
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1417- 
1420. 
Ueberzahl von Zeichnungen zur Illustration von Almanachen, und 
anderen belletristischen Werken. Die Ausgaben der berühmtesten 
Dichter und Novellisten aus jener Periode sind mit Stichen nach Ram- 
berg geziert, da seine Compositionen für die Leser eine Augenweide 
waren. Viele Kunstfreunde erwarben Zeichnungen für ihre Mappen, 
und eine Anzahl der grösseren, theils sehr bestimmt und genau be- 
handelt, theils geistreich und leicht skizzirt, besass der Graf Sternberg- 
Manderscheid. Herr Rudolph Weigel in Leipzig besitzt den in 471 Zeich- 
nungen- bestehenden Kunstnachlass des Meisters. Ramberg zeichnete 
mit der Feder, mit dem Stifte und mit schwarzer Kreide. Zuweilen 
sind diese Blätter gewischt, mit brauner Pastellfarbe übergangen, schwarz 
ausgetuscht, zart punktirt, und auch leicht colorirt. Auf Zeichnungen 
dieses Meisters findet man die obigen lllonogramme, doch zuweilen fügte 
er auch auf radirten Blättern das eine oder das andere bei. Einen 
grossen Theil seiner Radirungen haben wir im Künstler-Lexicon auf- 
gezählt, und um die Unzahl der nach ihm gestochenen Blätter zu be- 
schreiben, würde ein Buch erfordert. Darunter sind grosse Stiche für 
den Verlag BoydelPs u. s. w. Bamberg war Manierist, aber ein höchst 
gefälliger, das Auge bestechender. Viele Illustratoren kommen ihm 
auch jetzt noch nicht gleich. 
1417. J. H. Richter nennt Frenzel im fünften Bande des Catalog 
315-90 Sternberg N0. 471 den Träger dieses Zeichens. Man 
 findet es auf einer Zeichnung mit der Verkündigung 
Mariä, welche mit der Feder umrissen, auf blaues Papier ausgetuscht 
und mit Weiss gehöht ist. H. 11 Z. Br. 7 Z. Dieser J. H. Richter 
gehört wahrscheinlich der sächsischen Schule an. Er war uns bisher 
unbekannt. 
1418. Unbekannter Maler, welcher in der zweiten Hälfte des 
M 17. Jahrhunderts thätig war. Er malte groteske Gegenstände, 
indem er verschiedene Thiere, Vögel, Insekten und Utensilien 
verband, wie allenfalls ein Decorationsmaler irgend eine Fläche aus- 
füllen könnte. In der Technik ist dieser Meister sehr fertig, seine 
Bilder sind aber roh, und oft ohne Geschmack geordnet.  
1419. Hubert van Bavestcyn, Maler von Dortrecht, war um 1650 
thätig. Er malte ländliche Scenen, Bauern mit Vieh be- 
M schäftigt, solche in der Schenke, Mädchen in der Küche 
und im Stelle dtc. Ein Gemälde mit dem gegebenen Zeichen befand 
sich bis 1847 in der Sammlung des Conferenz-Rathes F. C. Bugge in 
Copenhagen. Es stellt das Innere einer Dorfschenke mit 11 Figuren 
vor. Die Gesellschaft horcht auf den Gesang eines Bauers, welchen 
ein anderer mit der Geige begleitet. Ein Soldat hält das volle Glas 
in der Hand, und ein rauchender Bauer den Krug. Andere Personen 
sitzen um eine Tonne, und sind ebenfalls im Singen begriffen. Rave- 
steyrfs Bilder sind nicht zahlreich, und theils wohl ungekannt. Er 
wählte gewöhnlich dunkle Hintergründe, und liebte auch keine leb- 
haften Farben in den Gewändern. Seine besstcn Bilder sind zart 
vollendet. 
1420. Rembrandt van Byn, ohne Grund Paul genannt, behauptet 
   unter dem Monogramm R H eine ausführlichere 
ä Q Stelle. Die gegebenen Zeichen bestehen aus den 
r Buchstaben H R, und auch das erste lässt kein P 
m vermuthen. Und dennoch ging der Taufname Paul 
, ßvtwicicr aus der irrigen Lesart PR hervor. Der Vater des 
Künstlers, Harmen Gerritsen, welcher in Leyden ansässig war, und
        

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