Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1574411
1409 
141i. 
551 
1409. Unbekannter Formschneider, welcher zu Anfang des 
17. Jahrhundert in Wittenberg gelebt zu haben scheint. Er 
Q schnitt Vignetten für Buchdrucker, welche allegorische Figuren 
und Genien vorstellen. Sie sind auf Büchertiteln und am Schlüsse der 
Werke eingedrückt. Letztere erschienen um 1600-1610. 
1410. Unbekannter Kupfersteoher, welcher in Nürnberg gelebt 
 haben dürfte. Er stach das Titelblatt zu J. Michael Fuw von 
Herrnau: Ilöcltstneatzlicher Marianischer Lust- oder Historien- 
Garten. Sulzbaclt 1697, 4. Umgeben von einem ovalen Rosenkranz 
steht Maria mit dem Ghristkinde auf dem Halbmonde. Ihr zur Seite 
rechts sitzt Gott Vater, und das Symbol des hLGeistes iiiegt von links 
her auf sie herab, einen Ring im Schnabel haltend. Ringsum 
in den Wolken knieen Engel, und im Garten, über welchem die Er- 
scheinung schwebt, kniet eine Gruppe von Figuren in Anbetung. Die 
Zeichnung ist von Andreas Paul Multz, welcher sein Zeichen beigefügt 
hat, I. N. 1147. Das Monogramm des Stechers können wir nicht 
deuten. 
1411. Heinrich Bitter, Geuremaler und Zeichner, wurde 1816 in 
Canada geboren, wo sein Vatexr, ein Ham- 
1  burger, als Offizier in englisc en Diensten 
43 lÄiZ-Ztll Z stand. Nach dem Tode desselben kehrte die 
7 f.  Familie nach Deutschland zurück, und H. 
f?  " Ritter betrat in Düsseldorf eine Bahn, welche 
ihn als Künstler zum Ruhme führte. Seine 
[i Gemälde datiren von 1836 an, und bald 
' 1- machten ihn seine Helgoland und dem Strand- 
 ypä H W leben entnommenen Darstellungen vortheilhaft 
l l "V bekannt. Auch seine Bilder aus dem Treiben 
der Schmugler und Wilddiebe, und verschiedene Scenen aus dem Volks- 
leben fanden ihren Kreis von Bewunderern. Seine Gemälde gingen 
durch die Verloosung des Rheixiisch-Westphälischen Kunstvereins in 
verschiedene Hände über, und auch von auswärtigen Vereinen wurden 
deren angekauft. Im Jahre 1852 erregte das unter dem Namen "des 
Sohnes letzter Brief" bekannte Bild eine wahre Begeisterung. Es stellt 
eine Schifferfamilie vor, die so eben die Trauernachricht vom Tode des 
Sohnes empfangen. Dieses Gemälde wurde für 90 Friedrichsdlor für 
die Kunsthalle in Bremen angekauft. Diess ist eines der letzten grös- 
seren Gemälde von Ritter. Er starb zu Düsseldorf 1853. Im Kunst- 
blatte 1854 N. 3 ist ein Nekrolog des Künstlers. Auch Wolfgang 
Müller geht in seinem Werke über die Düsseldorfer Künstler aus den 
letzten 25 Jahren auf H. Ritter ausführlich ein. 
Auf kleineren Gemälden und Zeichnungen, besonders in der 
früheren Zeit, fügte Ritter ein Monogramm bei. Er blieb sich aber 
in der Bildung desselben nicht gleich, und daher sind die obigen 
Zeichen nur als Repräsentanten zu betrachten. Sie kommen in ver- 
schiedener Wendung vor, grösser oder kleiner. Besonders reich an 
Illustrationen nach Zeichnungen von Ritter sind die Düsseldorfer 
Monatsblätter von 1843 an. In dieser Zeitschrift sind Holzschnitte, 
auf welchen die kleinen Mopogramme vorkommen, und dann Original- 
lithographien in Tondruck, ebenfalls mit Monogrammen, wie in der 
zweiten Reihe. Auch im Düsseldorfer Künstler-Album, I. 1851 11'. 
sind Lithographien von Ritter, und mit dem Zeichen versehen. Auf 
folgende Blätter gehen wir näher ein:  
1) Die eigenhändige Radirung zu dem Liede von K. Immermamrs 
Schleichhänder. Diese schöne Randverzierung findet man in: Lieder
        

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