Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1574393
1405. 
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hunderte zu zahlen. Er trat 1531 in Leipzig auf, und lieferte bis 
1554 treffliche Werke, in welchen man den Einfluss des Lukas Cranach 
erkennt. Der Churfürst Johann Friedrich I., oder der Grossmüthige, 
beschäftigte ihn fast ausschliesslich. Er schnitt die Stempel zu seinen 
Thalern und zu anderen Münzen, und dann zu mehreren Medaillen. 
In der herzoglichen Sammlung zu Gotha ist auch ein Reliefbildniss 
dieses Fürsten in Holz von 1535. Von noch grösserer Bedeutung ist 
aber der Medaillon mit dem Brustbilde desselben im Ornate und mit 
dem sächsichen Wappen. Der Churfürst ist im 32sten Jahre vorgestellt, 
nämlich 1535. Abgebildet bei Tentzel VII. N. 1, Mieris II. N. 429, 
und bei Köhler II. auf dem Titel. Das Original ist selten und wiegt 
 Loth. Ein grosser prächtiger Medaillen gibt das erhabene Brust- 
bild des Kaisers Carl V.: Anno Sal. MDXXXVII. Aetatis Suae 
XXXVI. Auf dem Revers ist der gekrönte Doppeladler und des Kaisers 
Wahlspruch: Plos Ovltre. Abgebildet bei Mieris II. p. 466, Köhler 
XXII, p. 241, und bei Bolzenthal Taf. 13. Die verschiedenen Thaler 
mit dem Bildnisse des Churfürsten Johann Friedrich I. von 1535- 
1552 beschreibt Madai. Wir erwähnen nur noch den Medaillon 
mit Christus am Kreuze, und Adam und Eva auf den Revers: Joarmes 
Fridericus Elector Dua: Saz-oniac fieri fe. 1536. Dieser Medaillon 
wiegt 4 Loth 1 Quint, dasselbe Schaustück ist aber auch in kleinerem 
Formate vorhanden. Tentzel I. 8. N. 1 und 2. Ein anderes grosses 
Schanstück stellt die hl. Dreieinigkeit vor, den Vater auf dem Throne mit 
dem Leichnam des Sohnes auf dem Schoose. Aus der Schrift auf 
der Rückseite ersehen wir, dass Reitz diesen Medaillon 1554 in 
Leipzig gefertiget habe. Tentzel II. 8. Ein dritter symbolischer Medail- 
lon stellt Christus von sieben Leuchtern umgeben vor, und Johannes 
auf dem Angesichte: Relevatio Christi Quam Dedit Jlli Deus etc. 
Ein satyrisches Schaustück nach der Zeichnung von N. Amsdorf hat 
die Umschrift: Effigies Cardinum Mundi MDXXXXI. Auf diesen 
und anderen Geprägen kömmt das Monogramm abwechselnd mit den 
Initialen H. R. vor. 
Heinrich Beitz der jüngere, Goldschmied und Medailleur, trat 
1588 zu Leipzig in Dienste des Churfürsten Christian I. von Sachsen, 
und bediente sich ebenfalls des Monogramms, so wie der Initialen H R 
und H R F. Es zeichnete aber schon früher ein Künstler oder Münz- 
xneister HR. Diese Buchstaben stehen auf einem Thaler mit dem 
Bildnisse des Chnrfürsten Philipp des Gntmüthigen von Hessen 1564. 
Der Stempel kann weder von dem älteren, noch von dem jüngeren 
Reitz herrühren. Letzterer fertigte die schöne, mit dem ersten Zeichen 
versehene Medaille mit dem Bildnisse des Ohurfürsten Christian I. 
von Sachsen, welche Bolzenthal in den Skizzen zur Kunstgeschichte 
S. 193 beschreibt. Abgebildet bei Tentzel Taf. 19, N. 6. H. Reitz 
arbeitete auch für den Brannschweigschen Hof. Sein Werk ist der 
H R gezeichnete Medaillon mit dem Brustbilde des Herzogs Heinrich 
Julius von Braunschweig 1612. Schlickeysen Schliesst mit dem Jahre 
1615 mit ihm ab. 
Heinrich V01! Bahnen, Münzmeister in Berlin 1603-1605, in 
Dresden 1605-1624, zeichnete mit dem Monogramme, und mit 
den Initialen H R, bediente sich aber als Siegle gewöhnlich eines 
Schwanes. 
Hans Rücke , Münzmeister in Bremervörde 1616-1618, in Mois- 
burg 1622-1626, und in Harburg 1626-1627. Er zeichnete H 11., 
verband diese Buchstaben zum Monogramme und fügte auch das dritte 
Zeichen bei.
        

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