Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1574384
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1402  
1405. 
nominis primus Casimiri filiusäztc. etc. Es folgt die Lebensgeschichte 
des Königs, und rechts unten liesst man: 
Hier. Viet 
MDXXXII. 
Dieses Blatt kommt selten vor. Es wurde wahrscheinlich zu einer 
polnischen Chronik oder zu einem anderen Geschichtswerk benutzt, fol. 
l4Ü2. Unbekannter Kupferstecher, welcher um 1583 thätig war. 
m Das gegebene Zeichen Endet man auf einem Blatte mit der Be- 
 lagerung von Grau, in Folge deren Stadt und Festung den Türken 
entrissen wurde. Unten in der Mitte ist das Zelt des Herzogs von 
Lauenburg, rechts sieht man die Zelte des Erzherzogs, der bayerischen 
und deutschen Reiterei, so wie jene der Ungarn, qu. fol. Der Kupfer- 
stecher konnte in Wien gelebt haben. Es war ihm der Kriegsschau- 
platz bekannt. 
1403- Unbekannter Maler und Radirer, welcher in der zweiten 
Hälfte des 17. Jahrhunderts thätig war. Er kommt mit einem 
Hb Monogrammisten D S in Berührung, dessen Zeichen wir II. N. 1361 
gegeben haben. Man erklärt es auf Daniel Savoyc, welcher ein 
Wanderleben führte, und am längsten in Dresden und Augsburg sich 
aufhielt. In Augsburg lebte um 1670-1680 der Maler H. F. Raidel, 
welcher kleine Blätter mit Soldaten und ihren Weibern paarweise 
radirt hat. Das obige Monogramm kommt mit jenen des Meisters DS 
ebenfalls auf 12 kleinen Blättern mit Soldaten und Offizieren in ver- 
schiedenen Stellungen vor. Vielleicht rührt ein Theil von H. F. Raidel 
her. Man schreibt aber die Radirungen dem Daniel Savoye zu, und 
in diesem Falle müsste der Monogrammist HR der Zeichner oder 
Maler seyn. Wir bringen unten ein schief gestelltes Monogramm HR 
auf einem Gemälde mit Figuren, worunter ein Soldat die hervorragendste 
Person ist. Dieser Monogrammist gehört der holländischen Schule an. 
Daniel Savoye lebte ebenfalls einige Zeit in Holland. 
1404- Heinrich Raab, Goldschmied und Kupferstecher, war um 
m1? w], 1640-1650 in Nürnberg thätig. Ein Theil seiner Blätter 
ä, erschien bei Paul Fürst daselbst. Er stach etliche Bildnisse, 
PRF-Yß Wappen und Muster für Goldschmiede. Letztere erscheinen 
auf schwarzem Grunde, und sind sehr schön behandelt. Darunter ist 
eine Folge von 6 Blättern. Auf dem ersten steht das Monogramm 
HR mit Fecit, dann die Adresse: Paulus Fürst ez-cudit norimberg. 
Das vierte Blatt zeigt ein aus HRF in Doppellinien gebildetes Mono- 
gramm mit dem Beisatze A0. 48 (1648), und auf dem sechsten Blatte 
liest man: Clest pour uuoir de Pargent. H. 2Z. 1 L. Br. 2 Z. 9 L. 
Das Monogramm H RF schreiben Heller und Brulliot irrig dem Henri 
le Roy zu. Raab stach auch noch eine zweite Folge von sechs Blät- 
tern mit ähnlichen Mustern für Goldschmiede, und fast in der Grösse 
der anderen Blätter. Es kommt ebenfalls das Monogramm darauf vor, 
zugleich aber auch der Name. Dann findet man das eine oder das 
andere Zeichen auch auf kleinen Blättern mit Wappen als Muster für 
Graveure. Das aus HRF bestehende Zeichen ist No. 1433 gegeben. 
1405. Goldschmiede, Itledailleure und Münzmeisler, welche 
Gepräge mit dem Monogramme und den Initialen H B 
 zeichneten. Schlickeysen, Abkürzungen auf Münzen etc. 
S. 140, gibt Namen und Zeitbestimmung, und überlässt das Uebrige den 
Numismatikern und Münzsammlern. 
Heinrich lteitz, auch ltitz, ist als Goldschmied und Stempel- 
schneider zu den berühmtesten Meistern der ersten Hälfte des 16. Jahr-
        

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