Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1574338
1389 
1392. 
543 
1389- Hans van Rheyrlt, Kunstschreiner, war zu Anfang des 
X71 17. Jahrhunderts 111 Cöln thätig, und lieferte kunstreiche 
M") Arbeiten. Merlo sah vor ungefähr zwanzig Jahren im Handel 
ein Prachtschränkchen, welches eingelegt, und mit schönem 
 k Schnitzwerk versehen ist. Der Schreiner fügte das gegebene 
  Zeichen bei, welches daher auch auf anderen Meubeln zu 
finden seyn wird. 
139D. Unbekannter Kupferstecher, welcher um 1559-1563 thätig 
war. Man ündet dieses Zeichen auf einer Copie nach A. Dürer's 
 Blatt init dem Ritter, Tod und Teufel, B. N0. 98. Rechts 
'  Ä"  unten ist ein 'l'äfelchen mit dem Monogramme und der Jahres- 
zahl 1559 darüber. H. 4Z. 2L. Br. 2Z. 9L. Ein ähnliches Zeichen, 
aber kleiner, findet man auch auf einem Blatte in Aldegrevefs Manier 
von 1553. Es stellt die Venus mit einem Pokale in der Hand vor, 
stehende nackte Figur, und daneben Amor mit Pfeil und Bogen. Im 
Hintergrunde sitzt ein nacktes Paar, S. Dieses Blatt ist sehr selten. 
Die Oopie nach A. Dürer beschreibt Bartsch IX. pJtSS, und fügt auch 
noch zwei andere Blätter bei, auf welchen aber R den ersten Buch- 
staben bildet. Wir werden daher unter BH näher auf diesen Meister 
eingehen. 
1391. Unbekannter Holzschnitzer, welcher um 1554 in Nürnberg 
 gelebt haben dürfte. In der k. Kunstkammer zu Berlin sind 
 vier 1 F. 8 Z. hohe und i F. B1], Z. breite Reliefs in Holz, 
  welche Scenen aus der Parabel vom verlorenen Sohne nach 
den Compositionen des Hans Sebald Beham von 1540 vorstellen. Nach 
Kugler (Beschreibung der Kunstkammer S. 104) tritt in diesen Reliefs 
das Naive der Composition ansprechend hervor, doch zeigt sich statt 
der schärferen Formenbezeichnung eine ziemlich charakterlose Behand- 
lung, und die Ausführung ist roh und ohne künstlerisches Gefühl. 
Dabei scheint es auch, als ob der Verfertiger dieses Reliefs nicht die 
Original-Kupfcrstiche, sondern nur die nach denselben gearbeiteten 
Holzschnitte, deren Ausführung ebenfalls eine untergeordnete Stellung 
einnimmt, vor sich gehabt habe. Das Monogramm hat man auf den 
Nürnbergischen Formschneiden Hieronymus Resch gedeutet, Kugler 
spricht aber dieser Annahme die Gültigkeit ab. Indem nämlich Resch 
als einer der vorzüglichsten Formschneider, welche nach Dürerls 
Zeichnungen tretfliche Blätter lieferten, genannt wird, so muss man 
ohne Zweifel auch bei einem plastischen Werke seiner Hand eine 
grössere Feinheit des Styls voraussetzen, als sich bei den in Rede 
stehenden Tafeln kundgibt. Unten nennen wir einen Bildschnitzer 
Hans Repii, welcher 1575 das in der Ambrascr-Sammlung vorhandene 
Tokkatille-Spielbrett meisterhaft geschnitzt hat. Vielleicht sind auch 
die Reliefs von seiner Hand, obwohl sie die Jahrzahl 1554 tragen. 
Das Intervallum der Zeit ist nicht so ausserordentlich gross. 
1392. Heinrich am, Zeichner und Modelleur von Pappenheim, 
X ist: seit etlichen Jahren vom germanischen Museum 
ER 0,1983 5 zu Nürnberg als Gypsformator beschäiftiget, wird aber 
zugleich auch beauftragt, die nöthigen Zeichnungen für die Sammlung 
zu fertigen. In letzter Zeit copirte er den grossen Christuskopf von 
Albrecht Dürer auf Stein,_  Nr. Q6 dee Appcndix. Rechts unten, 
ausserhalb (lgr Einfassungsllme des Blldcs, 1st das erste der gegebenen 
Monogramme angebracht. Wir haben dieser Copie im Artikel _uber 
Albrecht Dürer erwähnt. Die Durchzeichnung auf dem Originale
        

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