Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1574167
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1333. 
eines Geizigen mit dem Monogramme H P bezeichnet, und man schreibt 
es dem Paulyn zu. Dieses Gemälde könnte aber auch dem folgenden 
Meister angehören. 
Johannes Pinas von Harlem begab sich 1605 mit Peter Last- 
man nach Italien und hiuterliess mehrere Gemälde in diesem Lande. 
Seine Werke bestehen in historischen und mythologischen Vorstell- 
ungen, theils in landschaftlicher Umgebung, und dann auch einzelne 
Figuren von sogenannten Philosophen, Alchymisten u. dgl. Das oben 
erwähnte Bild des Geizigen in der Gallerie zu Florenz könnte von ihm 
gemalt seyn, da es mit dem von Abraham Jacobi nach ihm gestochenen 
Goldmacher einige Aehnlichkeit hat. In der Gallerie zu Gotha ist das 
Bild eines Mannes mit Bart in violctbraunem Mantel eines der schön- 
sten Gemälde dieser Art. Rathgeber, Annalen de; niederländischen 
Kunst II. S. 46 sagt, dass darin der Rembrandtlsche Eiuliuss bemerkbar 
sei, und namentlich jener bräunliche Ton, welchen Rembrandt selbst 
von Johann Pinas angenommen haben soll. Man wollte daher dieses 
mit dem Monogramme bezeichnete Bild dem Pinas zuschreiben und 
zwar mit Recht. Das Monograinm entscheidet nicht gegen ihmjdenn 
man kann auch Hans Pinas lesen. Er dürfte das Monogramm zum 
Unterschiede von jenem seines Bruders Jakob gewählt haben, welcher 
die Buchstaben J P zusammenzog. In der Gallerie des Louvre ist ein 
H P gezeichnetes Bildniss des Königs Carl I. von England. Es wird 
im Cataloge einem unbekannten N. Conning zugeschrieben. Es frägt 
siäzh ntgn, olL es die Kenlnzelichen de]: J. Pfilnas 03er HäinrliichdPot trägt; 
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gämalt haiben. (äirlbl. wurde 1655i) König und "1649 enthauptet. Der 
ünstler at nac i '23 noci gear eitet. 
Heinrich Potuyl malte Batiernstticke in der Weise des David 
Teniers. Sein aus HP bestehendes Monogramm wurde wahrscheinlich 
entfernt, da nur selten ein Bild mit demselben sich findet. Seine Ge- 
mälde sind ileissig vollendet. 
Heu drik G errits z P ot von Haarlem malte Bildnisse, historische 
und allegorische Vorstellungen. Er blühte um 1625  1656, und machte 
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nach solchen findet man das llrlonograinm. Immerzeel lässt den Künstler 
1656 sterben. 
Heinrich Potte n g i e s s er nennt Heller in seinem Monogrammen- 
Lexicon einen um 1641 lebenden niederländischen llIaler, und schreibt 
ihm ein ähnliches Monogramm zu. Ein Künstler dieses Namens ist 
den niederländischen Schriftstellern unbekannt. Es handelt sich wohl 
um den kölnischen Meister Johann Wilhelm Pottgiesser, über welchen 
Merlo Nachricht gibt. Dieser Künstler fügte auf seinen Gemälden 
weder den Namen noch das Monoeramm bei. 
Heinrich Pola war um 1650-1720 im Haag thätig. Er malte 
Bildnisse und historische Vorstellungen, öfter auf Cartons, welche an 
den Wänden von Sälen als Tapetenstücke benützt wurden. Auch hi- 
storische und allegorische Vorstellungen in Oel malte er, und solche 
Bilder, welchenäehr 121111 Dekorationsstücke galten, soll er mit dem M0- 
nogramm bezeic net a en. 
Wir kennen nur ein radirtes Blatt von diesem Künsler, welches 
Merkur und Argus vorstellt. Ersterer kniet rechts an einem Baume 
mit der Flöte in der linken, und das Schwert i-n der rechten Hand. 
Rechts stützt Argus schlafend den Kopf auf die linke Hand, und hinter 
diesen Figuren steht Jo als Kuh. Links unten: H. Pola in. et fecit. 
H. 3 Z. 7-8 L. Br. 5 Z. 5 L. Dieses Blatt kommt selten vor.
        

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