Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1574032
1290 
1292. 
513 
Monogramms. Wir wissen von einer Waldlandschaft mit Wildbach 
von 1844 in Oel und Aquarell. Auch andere Zeichnungen mit dem 
Monogramme kommen vor. 
1299- Unbekannter Kupferstecher, welcher um 1555 thätig war. 
läl  Er copirte das Blatt von A. Dürer, B. N0. 89, welches den 
A. . Bauern und sein Weib auf dem Wege zum Markte vorstellt. 
Ersterer trägt seine Mütze in der einen Hand, und streckt die andere 
aus. Vor ihm steht ein Korb mit Eiern und ein Krug. Links steht 
das Weib mit zwei Hühnern und einem Büschel Reisig. Der Copist 
nahm die Vorstellung von der Gegenseite und liess Dürefs Zeichen 
weg. Unten auf einem Steine ist sein Monogramm, und links oben 
die Jahrzahl 1555. H. 4 Z. 3 L. Br. 2 Z. 9 L. 
1291. Unbekannter Knpferstecher, welcher 1524 thätig war. Er 
QPHNA gehört der vlämischen Schule an, Bartsch VIII. p. 547 
A 3 zählt ihn aber zu den alten deutschen Meistern. Letz- 
"XXXSXf-S terer beschreibt die Kupferstiche desselben, und am 
boniusee auch den Holzschnitt mit den Initialen NH. Die obigen 
Buchstaben mit der Jahrzahl 1524 gibt Bartsch nicht, sondern nur 
die Initialen IVH und ein aus diesen gebildetes Monogramm. Wir 
handeln ebenfalls unter N H über diesen Meister, und geben als Rück- 
weis nur die Signatur, da im vorkommenden Falle nach unserm Sy- 
steme unter HN zu suchen ist. 
1292. Unbekannter Formschneider oder Zeichner, welcher um 
1. 1520 thätig war. Bartsch VII. p. 547 bringt ihn mit dem 
H M- Maler oder Kupferstecher H N in Verbindung und zählt letz- 
teren zur deutschen Schule, während Passavant, Peintre-graveur I. 
p. 221, in seinen gut gestochenen Blättern die vlämischc Stylweise 
erkennt, nur dass die Zeichnung voller ist, und eine Hinneigung zum 
Grossartigen sich zeigt. Unter solchen Verhältnissen ist aber der 
Formschneider oder der Zeichner HN mit dem Kilpferstecher nicht 
Eine Person, und Bartsch hat 1. c. p. 552, N0. i, den Holzschnitt nur 
im Anhange zu den Kupferstichen gegeben, weil er keine schicklichere 
Stelle fand. Er würde sie aber nicht gewählt haben, wenn ihm ein 
Abdruck mit dem Namen des Hans Lützelburger bekannt gewesen 
wäre. Andere Schriftsteller verfielen auf Hans Holbein, so dass H 
der erste Buchstabe des Tauf-, und N der letzte Buchstabe des Zu- 
namens von Holbein wäre. Allein es frägt sich, ob nicht die Initialen 
verkehrt gekommen sind, so dass, wie es scheint, NH zu lesen ist. 
Dass unser Zeichner oder Formschneider N H setzen wollte, dürfte 
ein anderer Holzschnitt beweisen. welcher die Apostel in einer Land. 
schaft vorstellt: DIVISIO APOSTOLORVM. Links unten an einem 
Steine stehen die Buchstbaben N H mit der Jahrzahl 1525 darunter. 
H. 12 Z. 8 L. Br. 18 Z. 8  Wenn der Kilpferstecher NH eher 
der holländischen. als der deutschen Schule angehört, so kann der Form- 
schneider HN mit ihm nicht Eine Person seyn, indem sich in den Holz- 
schnitten die deutsche Kunstrichtung ausspricht, im Ganzen mehr jene 
des H. Holbein, als die des angeblich holländischen Meisters NH, 
dessen Blätter nur geringe Aehnlichkeit mit Holbeiwschen Composi- 
tionen haben. 
Das Blatt mit den obigen Buchstaben stellt einen Kampf von 
Bauern gegen nackte Männer im Walde vor. Erstere sind mit Heu"- 
gabeln und Dreschiiegelu, letztere mit Schwertern und Schilden be- 
Wafnet. Links unten ist ein Täfelchen mit den Initialen. H. 5 Z. 
9 L. Br. 10 Z.  L. Dieser schöne Holzschnitt wird jetzt ge- 
Monogrammisten Bd. III. 33
        

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