Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1573985
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HMM 
HMS. 
1276 
 1279. 
Moncgramm auf einem Kupferstiche von Cristofano Caitaro, welcher 
die Himmelfahrt Christi vorstellt, bezeichnet: C. Cart. fe. 1586. 
Ueber den Kupferstecher haben wir unter der Abbreviatur des Namens 
I. N0. 2390 gehandelt, und dort ist auch das Blatt mit der Himmel- 
fahrt Christi beschrieben. 
Das zweite, wohl demselben Künstler angehörige Zeichen begegnet 
uns auf einem Kupferstiche von Cornelius Cort. Dieses Blatt stellt 
den auf einem Tuchc liegenden Leichnam Christi mit Maria und Magda- 
lena vor, mit der Schrift: Jllirus unter Christi  Romae cum privi- 
legio Summi Pontificis  1577. 
Helleferklitrt ein dem ersten ähnliches Zeichen auf Heinrich van 
Liinborgjist aber damit ganz im Irrthum. 
1276. Unbekannter Maler, dessen Lebenszeit die beigefügte Jahr- 
HN {637 zahl bestimmt. Wir fanden dieses Zeichen auf einem Ge- 
mälde, welches die hl. drei Könige vorstellt, wie sie vor 
dem Stalle dem Jesuskinde opfern. Der Maler brachte viele kleine 
Figuren an , deren Gewänder theils mit Gold verziert sind, besonders 
jene der Maria und der drei Weisen. Er hnldigte noch der älteren 
Kunstrichtung, und vollendete sehr zart auf Kupfer. Auf seinen Namen 
müssen wir verzichten. Er gehört der deutschen Schule an. 
1277. Hermann 120m Ring, Maler von Münster in Westphalen, 
H14  geb. 1521, gest. "1599, war der Sohn des 
   l k; älteren Ludger tom oder zum Ring, welcher 
5' 5 in Münster eine Schule gegründet hatte. Er 
g  vermittelte den Ilebergang von der älteren 
   zur modernen Richtung der italienischen 
 v  5,. Renaissance, und hierin folgten ihm auch 
M seine Söhne und Schüler. Seine Bilder sind 
glatt gemalt, und in der Oarnation liebte cr schwärzliche Schatten. 
Sein Hauptwerk ist die Erweckung des Lazarus im Dome zu Münster, 
welches an die Bilder erinnert, die man dem Jan Schoorel zuschreibt. 
Das erste Zeichen findet man auf einem Bildnisse, welches der Pro- 
fessor Sprickmann in ltlünster besass. Es hat die Inschrift: DH-fMR. 
(das Zeichen) 1544. 20A Dann folgt noch ein Spruch: Das heilige 
Kreuz. mein Reichtlmm, aber wohl in altem Dialekte. Hermann tom 
Ring zeichnete auch H mit einem Ringe in der Mitte, wie wir N0. 510 
ersehen. Das zweite Monogramm wird ebenfalls auf Hermann tom Ring 
gedeutet. Brulliot I. N0. 242111 bringt es nach Heller bei, wusste 
aber nicht, auf welchem Gemälde das Zeichen vorkomme, und er 
zweifelt sogar an der Existenz des Künstlers, weil er keine Nachricht 
über ihn hatte. Das Monogramm bezieht sich sicher auf ihn, wir 
können aber kein Gemälde mit demselben nachweisen. Heller sagt 
weiter, dass man es auch ohne die äusseren Buchstaben finde, in 
diesem Falle, welchen wir nicht bezweifeln, wird man aber eher M O, 
aIsHMO lesen. Der Buchstabe 0 ist indessen nur scheinbar. Der 
Künstler dachte sich einen Ring, und drückte damit den Namen 
H Tom O, d. h. zum Ring, aus. 
1278. Hans Matthäus Ubermüller, Münzmeister in Meiningen 
H M 0x, um 1714-1717, zeichnete Münzstempel mit den Initialen 
 '  seines Namens. Seiner erwähnt Schlickeysen. 
1279. Girolami Mantelli, Kupferstecher von Canobio, war in 
  der zweiten Hätlftc des 18. Jahrhunderts in Mailand thätig. 
 Wir verdanken ihm ein Werk nach Zeichnungen von Leo- 
nardo da Vinci in der Ambrosiana zu Mailand. Die Blätter sind zart
        

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