Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1573745
484 
HLF 
HL 
FVR. 
12404 
4241. 
ses Namens, dessen wir unter dem Monogramm HL N0. 1205. erwähnt 
haben. Es hatte aber auch ein jüngerer Künstler dieses Namens als 
Goldschmied Ruf. Wir haben seiner 1. e. erwähnt, und bemerken hier 
nur, dass er im Treiben und im Schnitzwerk Ausgezeichnetes geleistet 
hatte. Primisser, die Ambraser Sammlung, S. 79', veriiel auf Hans 
Liefrinck, welcher ebenfalls eines aus H L bestehenden Monogramms 
sich bediente. Von diesem Meister kann aber keine Rede seyn, da er 
nach 1580 starb. .Der alte Hans Leneker folgte ihm 1585 ins Jen- 
seits nach. 
124i). Unbekannter Zeichner, dessen Lebenszeit die beigefügte 
 Jahrzahl bestimmt. Frenzcl beschreibt im Cataloge 
H L  454m der Sammlung des Baron von Rumohr, N0. 339i, 
eine Zeichnung in blauer und schwarzer Tusch mit weisser Höhung, 
welche ein Trinkgeiäss vorstellt. Dieses ist aus einer reich verzierten 
Muschel gebildet, deren Untertheil einen Delphin bildet. Der Träger 
ist ein auf der Schildkröte sitnenderbartiger Triton, der mit Schlangen 
kämpft. Vorn an der Muschel ist ein Meer-Weibchen mit ausgebreiteten 
Armen, und auf dem Deckel Venus, die einen Schwan leitet. Hinter 
ihr bemerkt man Amor. Rechts im Grunde ist nach Frenzel das M0- 
nogramm. mit 1511-5, der genannte Oatnlogmacher gibt aber nur die 
Initialen HL F. Wir wissen nicht, oh die Initialen verschlungen sind, 
allenfalls wie im vorhergehenden Artikel. Frenzel spricht aber auch 
anderwärts von einem Monogramme, wenn auch die Buchstaben ge- 
trennt sind. Er Sagt, dass die kostbare und meisterhaft vollendete 
Zeichnung fast im Charakter des Ladenspelder gehalten sei, und somit 
könnte man Hans Ladenspelder ldecit lesen. Baron Rumohr scheint 
über die Zeichnung nichts angemerkt zu haben, wenn nicht allenfalls 
Frenzel durch ihn auf Ladenspelder geleitet wurde. H. 11 Z. 3 L. 
Br. 6 Z. 3 L. 
1241. Hans Lützelburger, genannt Frank, behauptet im Künstler- 
H L F Lexicon ,VllI. S. 103 einen langen Artikel, welcher 
 gröstentheils aus der Feder des IIerrn Professors Mass- 
HL F VR" mann floss, und den Standpunkt der Gegner der Eigen- 
händigkeit von Malerformsehnitten bezeichnet. Es ist in jenem Artikel 
fast die ganze Holbeiiüsche Literatur begriiicen, und es werden dem 
Lützelburger alle jene Holzschnitte zugeschrieben, welche die Freunde 
der Eigenhändigkeit dem Holbein selbst vindiciren. Der Artikel im 
Lexieen dient daher beiden Parteien, je nachdem sie für Holbein oder 
für Lützelburger Stimmen. 
Den Hauptstreit, nämlich 0b Holbein selbst oder Lützelburger 
den Todtentanz, das Todtentanzalphabet u. s. w. geschnitten, haben 
wir unter dem Monogramm HL N0. 1209 berührt, und wir verweisen 
in dieser Hinsicht auf jenen Artikel. Lützelburger kommt bei den 
Vertheidigern der Eigenhändigkeit von Mztlerformschnitten nicht mit 
Blättern reich beladen weg, während die Gegenpartei dem Holbein 
keinen Holzschnitt, sondern Alles dem Lützelburger und Compagnie 
zuschreibt. Wir haben daher unter dem Holbeirfschen Monogramm 
HH N0. 1032, und unter den Initialen HH N0. 1038 Holzschnittwerke 
erurähnt, welche im Ktinstler-Lexicon in Lützelburgeris Artikel auf- 
gezählt sind, nämlich die Icones veteris testamenti, das Bildniss des 
Erasmus, die Titeleintassungen u. s. w. Mit Bezugnahme auf jene 
Nummern dieses Werkes gehen wir daher hier nur auf die Holzschnitte 
ein, welche Lützelburgefs Namen oder Zeichen tragen, und überlassen 
es einem Jeden, diesem Künstler auch noch andere Werke zuzu-
        

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