Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1573701
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1224. 
i8) [B. 7] Amor auf der Schnecke. Er hält in der rechten Hand 
den Bogen mit der zerbrochenen Sehne, und mit der anderen einen 
zerbrochenen Pfeil. Links unten ist ein Täfelchen mit dem Meissel, 
aber kleiner, als oben gegeben. Die Initialen stehen zwischen zwei 
Sternen. Rechts oben ist die Jahrzahl 1533, aber nur im zweiten 
Drucke. H. 4 Z. 5 L. Br. 2 Z. 6 L. 
i9) [B. 8] Zwei Genien mit einer aufgebrochenen Schote. Jener 
links hält die Schote, und sein Gefährte nimmt die Erbse heraus. 
Die Einfassung bildet ein Oval aus vier Schoten, und in der Mitte 
oben hängt ein Täfelchen mit HL, durch welches der Meissel geht. 
Die Jahrzahl 1533 steht über den Buchstaben. H. 3 Z. 5 L. Br. 
2 Z. 7 L. Das Monogramm ist oben N0. i2Ui gegeben. 
20) Herkules mit dem Helme auf dem Kopfe und mit dem Köcher 
und Bogen auf dem Rücken, wie er die Hirschkuh im Laufe erfasst 
und sie unter seine Beine wirft. Rechts am Baumstamm bemerkt man 
das Täfelchen mit H L, der erste Buchstabe mit ausgebauchtem Quer- 
striche. In runder Bordure, oben mit dem Namen HERCVLS. Durch- 
messer 2 Z. i L. 
2i) [B. 9] Ein junger nackter Mann mit seinem Weihe, welches 
das Kind trägt. Ersterer hat zwei Vogeltlügel in den Haaren, und 
von seiner rechten Schulter fällt eine leichte Draperie über den Rücken 
und den Arm. In der linken Hand hält er einen runden Schild am 
Bande, und in der anderen einen langen Pfeil. Das Weib mit dem 
geflügelten Kinde steht rechts mit der Spindel, und zu den Füssen 
desselben ist ein Täfelchen mit dem Monogramme, welches N0. 120i 
gegeben ist. In der Ecke daneben bemerkt man ein Instrument, welches 
einem Klöppel gleicht, und weiter gegen die Mitte zu liegt ein Schläge]. 
Dieses Blatt ist schwach in der Zeichnung und zeigt den Einfluss der 
italienischen Manier. Es ist also in die spätere Periode des Künstlers 
zu setzen, sowie jenes mit der Satyre auf St. Peter oder das Papst- 
thum, N. 7. H. 4 Z. 9 L. Br. 3 Z. 5 L. 
W. G. Ottley gibt eine Copie von diesem Blatte. 
Holzschnitte. 
Bartsch schreibt diesem Knpferstecher auch drei Holzschnitte zu, 
wenn wir aber letztere mit den Kupferstichen vergleichen, so herrscht 
ein wesentlicher Stylunterschied. Wie oben bemerkt, ist die Zeichnung 
in mehreren Kupferstichen manierirt, und geht theils ins Phantastische. 
Andere Blätter sind dagegen von schöner und correcter Zeichnung, 
und es scheint daher, dass der Künstler eigene und fremde Compo- 
sitionen gestochen habe. Die Holzschnitte sind von edler Zeichnung, 
nicht manierirt, und sie scheinen einem anderen Meister anzugehören, 
welcher mit den Grundsätzen der oberrheinischen oder der schwei- 
zerisch-elsassischen Schule vertraut war. Die Holzschnitte erschienen 
um 1516, indem auf anderen, dem Verfasser des Peintre-graveur un- 
bekannten Blättern das aus H L gebildete Monogramm N0. 120i vor- 
kommt. Diese Holzschnitte könnten nach der Zeichnung des Hans 
Leu gefertigt seyn. Wir verzeichnen hier nur die Holzschnitte mit 
den Initialen und verweisen im übrigen auf das Monogramm 1. 0., da. 
wir es hier nicht geben konnten. 
i) [B. i] Der Heiland stehend mit der Weltkugel in der Linken, 
wie er mit der rechten Hand segnet. Rechts unten hält ein Engel die 
Tafel mit den Initialen HL. Neben dem rechten Fusse des Heilandes 
ist der Meissel in die Erde gesteckt. H 7 Z, 6 L. Br. 5 Z. 
2) [B. 2] St. Christoph mit dem Jesuskinde auf der Schulter durch 
den Fluss schreitend. Er geht nach rechts, und hat einen kleinen
        

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