Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1573670
1224. 
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weilen auf Hans Lederer deute. Er folgte darin einer älteren 
Tradition, da. Paul Behaim in seinem Verzeichnisse zur Deutung des 
Zeichens H. Led., d. h. Hans Lederer, beifügt. Christ, und nach ihm 
Heller, nennen auch den Hans und Heinrich Laute nsack, welche 
noch weniger Anspruch haben, als Hans Lederer, da der eine 1507 
oder 1508, der andere 1522 geboren wurde, und die ächten Blätter 
des Hans Sebald Lautensack mit den Kupferstichen des Meisters H L 
keine Aehnlickeit haben. Wenn Heller in seinem Monogrammen- 
Lexicon auch noch den viel jüngeren Hans Lenker als Concurrenten 
aufstellt, so geschah es nur aus Missverständniss der betreffenden 
Stelle bei Christ. Das Resultat der Untersuchung ist also, dass das 
Geheimniss, welches über dem Namen des Meisters HL schwebt, noch 
nicht durchdrungen ist. Es scheint sich um einen Bildhauer zu han- 
deln, da der Meissel, der Klöppel und der Schlägel eine Rolle spielte, 
wie namentlich aus Blatt N0. 21 zu ersehen ist. Auf Blatt No. 6 
haben wir auch die Axt. 
Die meisten der gegebenen Initialen kommen auf Knpferstichen 
vor und sind in einem Tafelchen gestochen. Auf drei Blättern sind 
die Buchstaben zum Monogramm verbunden, wie oben N0. 1201 zu er- 
Sehen ist. Diese Kupferstiche sind bereits kurz erwähnt, wir geben 
aber hier im Zusammenhange eine genauere Beschreibung derselben. 
Die kleineren Täfelchen, welche auf Kupferstichen beigefügt sind, 
Sollen hier nur als Muster dienen, denn sie kehren nicht stereotyp 
Wieder. Jenes mit dem durchgestochenen Meissel kommt auch kleiner 
und etwas grösser vor. Das Mass dieser drei Täifelchen überschreitet 
aber bedeutend die Tafel mit HL und der Jahrzahl 1522 auf dem 
Blatte mit St. Petrus. Die grosse Tafel mit dem Meissel findet man 
auf Holzschnitten, doch mit einiger Abweichung, und einmal mit den 
Weiss hervortretenden Buchstaben HL, da sie in die Tiefe geschnitten 
sind. Bartsch gibt keine Täfelchen, sondern nur die Buchtsaben, 
Welche wir weglassen, da sie ohne Täfelchen nur auf N0. 2 und 11 
vorkommen. 
 Kupferstiche. 
Die Blätter dieses Meisters gehören, besonders im frühen Drucke, 
Zll den Seltenheiten. Das Verzeichniss bei Bartsch ist nicht voll- 
ständig, in der Sammlung zu München und zu Dresden sind aber 
mehrere andere Blätter, welche ein bedeutendes Supplement bilden. 
Im Cabinet zu Dresden sind Abdrücke der Medaillons mit biblischen 
Yorstellnngen, je zwei auf einem Blatt-e, in jenem zu München sind 
ähnliche Runde, aber einzeln von dem Bogen geschnitten. Die von 
Bßrtsch nicht beschriebenen folgenden Blätter sind grösstentlieils im 
Cabinete zu München und Dresden.  
1) Der Sündenfall. Eva steht rechts vom Baume und nimmt mit 
def rechten Hand die Frucht, welche ihr die Schlange auf dem Baume 
Telcht. Adam streckt links die Hand darnach aus. Links im Grunde 
haust das Tüfelchen mit H L am Bande. In der schwarzen Einfassung 
des Rundes steht: ADAM PRXMVS (H)oMo. DAMNAFIT SAECVLA POMO. um. 
ÄFE- enum. Durchmesser 2 Z. 1 L. 
Auf dem Exemplare in Dresden ist der Medaillen mit Herkules 
abgedruckt. 
2) a. Die Verkündigung des Engels an Maria. Sie kniet vor dem 
Betstuhle mit einem Papiere, an welchem vier Siegel hängen. Gegen- 
über kniet der Engel, und oben schwebt Gott Vater mit dem Symbole 
des heil. Geistes. Durchmesser 2 Z. 1 L.
        

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