Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1573665
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1222 
1224. 
x 1222-  J- H. Lputzner nennt sich ein Künstler, dessen Name 
ß  deutschen Klang hat. Er copirte Blätter von Nikolaus 
x 'Berchem, welche Köpfe von Thieren vorstellen, 12. Auf 
7797 diesen und anderen Copien kommt das Monogramm und 
auch der Name vor. 
1223- Herman saftleven, der N0. 1219 erwähnte Meister fügte, 
44a  wie gesagt, auch auf Zeichnungen das Monogramm 
5M " ßzrztzzevlzfßr bei, und somit behielten es auch fremde Künstler 
 Ä bei, wenn sie solche Zeichnungen in Kupfer nachbil- 
6 7  82m, deten. Dies ist mit Jan van Acken der Fall, welcher 
1682 vier Rheinansichten nach Saftlevcn radirte. Auf diesen Blättern 
kommt das gegebene Zeichen vor. H. 7-8 Z. Br. 10 Z. 
Die zweiten Abdrücke haben die Adresse von N. Visscher. Die 
Blätter des J. van Acken beschreibt Bartsch I. N0. 280. 
1224- Unbekannter Kupfersteeher und Formschneider, welcher 
um 13310 bis 1533 thättig war, und mit 
dem lilonograrnniisten HL No.1201, Eine 
r Person ist. Jener Artikel ist daher mit 
f  diesem zu verbinden, da wir das Mono- 
Ä gramni von den Initialen trennen mussten. 
 Bartsch, VIII. p. 35, beschreibt neun 
  Kiipferstiche und drei Holzschnitte von 
diesem Meister, geht aber auf seine Schule 
und seine Verdienste nicht ein, obgleich 
derselbe in den meisten Blättern als ein 
 origineller Künstler erscheint. Eine an- 
  dere Frage ist es aber, 0b die Holzschnitte 
WWIH von ihm herrühren, da in denselben ein 
1-7 anderer Geist weht, als in den Kupfer- 
stichcn. Die Formschnitte erinnern an 
l   Blätter nach Zeichnungen von H._Holbein, 
l   sind aber nach diesem Meister nicht aus- 
  gefuhrt. Passavant (Peintre-graveur I, 
i? p. 220 sagt, dass er mehrere Holzschnitte 
von 1516 im Style Holbeins kenne, s; 
7,0, H  L aber 8611121111 Znweifel, ob er diese H  
l gezeichneten Blatter dem Knpferstechei 
HL von 1522 und 1533 zuschreiben soll; denn in den Kupferstichen 
herrscht ein phantastisches Element, welches sich mit der einfachen 
Coinposition der Holzschnitte nicht vereinigen lässt. Der Zeit nach 
könnten sie ihm wohl angehören, denn die Jahrzahl 1522 ist nicht die 
früheste. Es kommen Abdrücke mit der Jahrzahl 1511 vor, was Bartsch 
nicht wusste. Einige schreiben diese Holzschnitte dem Hans Lützel- 
burger zu, welcher aber nur ein einziges Blatt von 1522 mit seinem 
Namen bezeichnet hat, und dieses stimmt nicht mit den Holzschnitten 
des Meisters HL. Passavant verfällt auf Hans Leu von Zürich, 
fügt aber ein Fragezeichen bei. Für die Holzschnitte könnte dieser 
Meister wohl eintreten, und der Zeit nach selbst für die Kupferstiche, 
da die Jahrzahl 13333 auf den alten Exemplaren fehlt. H. Leu_ starb 
153i auf dem Schlachtfelde, und wollte als Zwinglianer kein Heiligen- 
bild mehr malen, so dass also die Kupferstiche und Formschnitte wohl 
nicht von ihm sind. Für den Meister H L hatte man aber auch noch 
andere Namen bereit. Christ (MonogxzErkh, S. 227) sagt, dass man 
die Buchstaben H L auf Kupferstichen von 1522 und 1530 (1533) zu-
        

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