Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1573658
1220 -i221. 
475 
Canal aus dem Vorgrunde ziemlich geradlinig nach dem Mittelgrunde 
gegen die Stadt hin. Im späteren Drucke steht rechts unten auf dem 
vierten Blatte: Herman Saft [wen 
Inue sculp. et erncud. 
Jasper Specht 1648. 
Bartsch sagt, dass die Platte zu stark geätzt sei. Im späteren Drucke 
sind einige Stellen sehr schwach, besonders im Vorgrnnde. 
37. Der Entenjäger, Gebirgslandschaft mit Fluss. H. 6 Z. 6 L. 
Br. 7 Z. 3 L. 
Dieses Blatt ist im Lexicon nicht genau beschrieben. Rechts in 
der Landschaft ist ein Berg, dessen Fuss der Fluss bespült, welcher 
seinen Lauf nach links dem Grunde zu nimmt. Unten im Vorgrnnde 
kommt ein Bauer aus dem Wasser nach dem Jäger zu, welcher, auf 
ein Knie niedergelassen, nach der Ente schiesst, welche gegen unten 
in der Mitte zwischen einem Steine im Wasser und einer am felsigen 
Ende rechts im Vorgrunde stehenden grossblätterigen Pflanze über das 
Wasser hinstreicht. 
R. Weigel halt dieses Blatt für acht, Frenzel will es aber im 
Catalog Sternberg III. N0. 2709 dem J. Artois zuschreiben, welchem 
es jedoch weniger angehört, als dem Saftleven. Es dürfte aus der 
früheren Zeit des letzteren stammen, da es nicht in allen Theilen 
gleich gelungen ist. Das Sternbergsche Exemplar ging für 16 Thlr. weg. 
39. Landschaft mit einem Flusse, auf welchem Kähne fahren. 
Jenseits liegt eine Stadt mit Thürmen und Zinnen am Abhange der 
Bergkette, diesseits, ganz vorn rechts, erhebt sich ein Schloss auf dem 
Felsen. Vor einer Grotte ist eine Gesellschaft am Tische. H. 5 Z. 
1L.Br.7Z.2L. 
F. v. Bartsch (die k. k. Kupferstichsamnilung in Wien, S. 218) 
erhielt die verlässige lliittheilung, dass dieses änsserst seltene Blatt 
von Gerhard Melder herrühre. Im Künstler-Lexicon haben wir eine 
Landschaft mit seinem Namen beschrieben. 
1220. Lanrent Janss. Micka soll sich nach Brulliot I. N0. 2321 
dieses Zeichens bedient haben. Der Meister, von welchem 
dieser Schriftsteller handelt, heisst aber Micker, und hinter- 
ff liess viele Blätter mit Ornamenten nach A. Muntinck. Er 
setzte seinen Namen darauf und auch ein aus LJMbe- 
stehendes Monogramm, unter welchem wir ausführlicher über ihn 
hflndeln werden. Ein Blatt mit dem gegebenen Zeichen kennen wir 
Plcht. Es wird ihm aber angehören, da. Laurenz Jansszon zu lesen 
1st. Micker war um 1610 thätig. 
 1221 Hieronymus Lederer, Kupfer-Stecher von Nürnberg, liess 
 _I _ sich in Italien nieder, und starb zu Genua 1615. Man 
260d; nimmt an, dass er dem 1xnter' dem Namen Coriolano 
hßkannten Meister der Nürnberger Familie der Lederer verwandt sei, 
Unser Künstler scheint aber seinen Namen nicht italienisirt zu haben. 
H16!" handelt es sich um vier Blätter, welche unter menschlichen 
Figuren die Temperamente vorstellen, in analogen Einfassungen von 
Arabeskexi. Auf dem Blatte mit dem Sangniniker steht: h. lederer, 
"Ylfl auf jenem mit dem Melancholiker das Monogramm, kl. fol. Die 
Blätter dieses Meisters sind nicht zahlreich. Ausserdem kennen wir 
110011 eine Grablegung von 1613.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.