Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1573645
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1219. 
Schilder mm Jagttuig etc. Es fragt sich nun, ob unser Monogrammist 
mit diesem A. Leemans Eine Person sei. Wir bezweifeln es, indem 
im Zeichen der Buchstabe A nicht angedeutet ist. Der Meister heisst 
aber Leemans, indem auf einigen Gemälden auch der Name mit dem 
Monogramm verbunden ist. Es handelt sich wahrscheinlich um Vater 
und Sohn. Der ältere scheint unser Monogrammist zu seyn. Ein 
Leemann oder Leemans lebte zu Anfang des 17. Jahrhunderts in Ham- 
burg. Auch dieser malte schön gruppirte Jagdgegenstände, die an 
hölzernen Wänden aufgehängt sind. 
1219. Herman Saftleven, auch Saftleeven, Saft-Leven, Saftleuen, 
 Sachtleuen, Sachtleven und Zachtleovon, 
  Landschaftsmaler und Radirer, geboren zu 
'  l  Rotterdam 1609, gest. zu Utrecht 1685, he- 
 i" gegnet uns in jeder Gallerie und in jedem 
 Künstler-Lexicon, und daher verweisen 
wir zunächst auf letzteres. Saftleven bediente sich häufig eines Mono- 
gramms, sowohl auf Gemälden, als auf Radirungen. Die Form ist 
nicht Stereotyp, im Wesentlichen aber auch nicht sehr abweichend. 
Derjenige, welcher das Monogramm nicht aus der Erfahrung kennt, 
und sich desswegen Raths erholen will, wird H L lesen, der Künstler 
wollte aber im L auch das S ausdrücken, und durch den Schreiberzug 
nähert sich dieser Buchstabe manchmal dem D. Oefter ist das Mono- 
gramm von der Jahrzahl begleitet, sowohl auf Gemälden, als aufZeich- 
nungen und radirten Blättern. Letztere haben wir im Künstler-Lexicon 
XIV. S. 184 1T. beschrieben, zugleich mit Benutzung der Supplements 
au Peintre-graveur de A. Bartsch, par Rudolph Weigel. Leipzig 1843. 
Bartsch widmet dem Künstler, III. p. 241 ff. einen Artikel, und weiset 
im gegebenen Falle auch auf das Monogramm hin. Wir haben im 
Künstler-Lexicon dasselbe gethan und überlassen daher den Kunst- 
freunden die Auswahl der Blätter mit Monogrammen. 
Nachträge zum Peintre-graveur von A. Bartsch und zlun 
ltünstler-Lexicou. 
Die Nummern beziehen sich auf das Lexicon und sind jene bei 
Bartseh. 
20) Die beiden befrachteten Boote am felsigen Ufer. Eines der 
sogenannten Meisterwerke in die Höhe. H. 4 Z. 4 L. Br. 3 Z. 8 L. 
R. Weigel beschreibt im Kimstkataloge N0. 19,685 von diesem 
undrldem folgenden Blatte erste Abdrücke und werthet beide auf 
ä "hlr. 
I. Vor der kalten Nadelarbeit, namentlich vor der Beschattung des 
Berges links. Im WeigePscben Exemplare hat der Maler selbst 
mit Tusch eingezeichnet. Es handelt sich indessen nur um 
einen äusserst seltenen Probedruck. Mit dem Monogramm und 
der Jahrzahl 1667. 
21) Das Haus, an dem mit Baumen und Gesträuchen besetzten 
Felsen. Mit dem Monogramme und der Jahrzahl 1667. Das Gegen- 
stück zu obigem Blatte. 
I. Vor der kalten Nadelarbeit, namentlich auf dem Berge rechts, 
und vor den Diagonalstrichen in der Luft. 
36) Die Ansicht von Utrecht in vier Blättern. 
Bartsch beschränkt sich bei der Beschreibung fast nur auf die 
Statfage. Oben zu äusserster Linken und Rechten ist je ein Wappen, 
welche wohl schon im früheren Drucke vorkommen, sowie der leere 
Schriftzettel links. Im späteren Drucke scheinen Zusätze gemacht 
worden zu seyn. In der Mitte zieht sich ein mit Baumen besetzter
        

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