Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1573632
1218. 
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theilen nicht so vollendet, wie man es wünschen möchte. Man er- 
kennt darin die frühere romantische Richtung des Künstlers, und 
unterscheidet zweierlei Abdrücke. 
I. Die vier Fenster des Hauses im Grunde vor der Figur des Hen- 
kers sind wenig beschattet und zeigen keine Stangen unter der 
Wölbung. Der obere Theil des gothischen Portales mit der 
Treppe ist fast im Lichte, wurde aber später leicht schattirt. 
II. Erklärt sich aus dem, was oben gesagt. Die Fensterstangen sind 
sichtbar n. s. w. 
Man Endet auch Gegendrucke in diesem Zustande. Alle Abdrücke 
sind gesucht. 
3) Der Violinspieler mit langem Bart, und Barret auf dem Kopfe. 
Er sitzt an die Wand des Hauses gelehnt auf einer Bank, und vor 
ihm steht eine Kanne. Die Geige spielt er mit der linken Hand. Der 
rechte Schenkel des Mannes ist nicht gut gezeichnet, oder wenigstens 
nicht in schönen Linien gegeben. Rechts unten: H. Leys fI H. 3 Z. 
11 L. Br. 3 Z. '12 L. 
I. Vor den zwei Fenstern der Wand hinter dem Manne. 
II. Mit diesen zwei Fenstern, aber vor dem Schatten links an der 
Bank. 
III. Mit dieser Schattenpartie, aber ohne Namen. 
IV. Mit dem Namen des Künstlers und mit einem Flecken unten in 
der Mitte. 
V. Mit allen früher fehlenden Nachliülfen, und ohne Flecken. 
Dieses fein radirte Blatt ist gesucht. 
4) Das grosse Vestibul und die Treppe des Waterhuis zu Ant- 
werpen. Von der Decke hängt eine Laterne herab, und links an der 
Wand steht ein Sessel, welchen der nach dem Grunde sich entfer- 
geäde Mann verlassen hat. Links unten: H. Leys. H. 4 Z. 9 L. Br. 
 3 L. 
I. Mit schwachen Schattentheilen. 
II. Dieselben verstärkt. 
5) Das Innere eines Zimmers mit viereckigen: hellen Fenster. 
Links sieht man einen Bettschrank, in dessen unteren Theil Spinn- 
räder. Körbe u. s. w. gestellt sind. Rechts öffnet das Weib neben 
der Katze einen Schrank, und das verschiedene andere Hausgeräth 
Steht umher. Oben am Rande bemerkt man den Umriss eines Kopfes 
mit nnverhältnissmässig langer Nase. Auch im Interieur ist in einigen 
Partien die Zeichnung schwerfällig, und in anderen der Ton zu stark. 
Im Ganzen fehlt es aber nicht an Wahrheit. Links unten: H. Leys fI 
1840. H. 7 Z. 1 L. Br. 5 Z. 
1218- Leemans nennt sich ein Maler, von welchem man Still- 
 leben findet, besonders Jagdgeräthschaften, welche 
mit grösstem Fleisse und in brillanter Färbung 
durchgeführt sind. Besonders schön malte er die 
Schiessgewehre, auch Vögel und anderes Wild 
Die Figuren sind zwarweniger gelungen, sie passen 
aber gut zum Ganzen; Ch. Kram nennt einen 
Maler A. Leemans, von welchem er im Hause des 
N- G. F. van Romondt, genannt de Oude Gracht, bei dem Rathhause 
zu Utrecht. ein grosses Gemälde sah, welches alles vorstellt, was zur 
Jagd und zum Vogelfang gehört. Der Maler zeichnete: A. LEEMANS 
F3 1662. T, H. Jelgersma hat das Bildniss dieses A. Leemans ge- 
Zelchnet, und zwar in der Weise des Claude Mellan mit Spirallinien. 
Unter dem Bildnisse steht der Name mit der Beischrift: Uitmuntend
        

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