Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1573616
1216- 
1217. 
471 
französischen Meistern gewidmetes Werk: Les Peintres vivants. 100 
Gravures, Eaux-fortes, Lithographies etc. Paris, Bureau de lüirtisle 
1852, gr. fol. 
1216- Unbekannter Zeichner, welcher in der zweiten Hälfte des 
 16. Jahrhunderts thätig war. In 
der k. Handzeiehnungssammlung 
zu München ist eine grosse Zeich- 
nun g zu einer Schüssel oder Platte, 
welche am Rande herum mit einem 
Tritonenkampf verziert ist. Die 
beigefügte Jahrzahl MDLXXXV 
 gibt die Zeit der Entstehung an, 
und aus dem Bilderfries kann man schliessen, dass der Meister der 
holländischen Schule angehört. Das Monogramm scheint aus H L zu 
bestehen, ob aber der quer durch sie sich windende Strich ein A 
oder F bilde, oder nur zufällig gezogen worden sei, wagen wir nicht 
zu entscheiden. 
12". Hendrik Leys, Historien- und Genremaler, gehört nicht 
nur zu den berühmtesten belgischen 
Künstlern unserer Zeit, sondern er- 
freut sich eines europäischen Rufes. 
Am 18. Februar 1815 zu Antwerpen 
geboren, genoss er eine klassische 
' q Bildung, widmete sich aber 1830 
l  unter Leitung seines Verwandten 
F. de Braekeleer auch mit solchem Eifer der Kunst, dass schon seine 
ersten Gemälde mit Beifall aufgenommen wurden. Sie stellen Schlachten, 
Plünderungen, Volksauiiäufe und andere Scenen im mittelalterlichen 
Costüme vor. Auf diese Sturmzeit folgten freundliche Bilder aus dem 
Leben des Volkes und der vornehmeren Welt, doch mit Vorliebe aus 
alter Zeit und in getreuer Nachahmung dessen, was sie werth hielt 
und zur Schau trug. Von 1833 an zierte jede Kunstausstellung ein 
Werk dieses Meisters. Seine meisten Gemälde haben einen geschicht- 
lichen Charakter, machen sich aber nur im historischen Genre geltend. 
Ein anderer Theil seiner Werke ist dem neueren Volksleben ent- 
nommen, sowie denn Leys überhaupt ein vielseitiges Talent offenbart. 
Seine früheren Bilder zählt Immerzeel (De leeens en werken der 
holl. en olaam. Kunstschilders II. 173) auf, und er fügt auch das 
Bildniss des noch jungen Künstlers bei. Die Werke seiner vollen 
Reife beschreibt Ch. Kramm in einem neuen Werke über holländische 
und vlämische Künstler unter demselben Titel, Amsterdam 1859 S. 976. 
Immerzeel schliesst mit dem Jahre 1840 ab, wir heben aber unter 
den vielen späteren Werken zunächst nur jenes hervor, welches ihm 
einen wahren Triumph bereitet hatte, nämlich das Gemälde mit Barthel 
de Haze, welcher vor seinem 1512 erfolgten Tode die ganze Kriegs- 
rüstung und was er Werthvolles hatte, in der Kapelle der Armbrust- 
schützen in der Frauenkirche zu Antwerpen aufhängen liess. Dieses 
Gemälde, jetzt im Besitze des Baron Goethals zu Brüssel, erhielt 1855 
auf der allgemeinen Ausstellung zu Paris den ersten Preis, und erwarb 
dem Künstler auch noch das Offizierskreuz der Ehrenlegion. In Brüssel 
erwartete ihn schon ein feierlicher Empfang, und zu Antwerpen zog er 
1m Triumphe ein. Man überreichte ihm einen goldnen Lorbeerkranz 
mit der Schrift in Email: Antwerpen kroont Henri Leys. Der Künstler 
hatte schon 1840 den Leopoldsorden erhalten, bei dieser Feier über- 
reichte ihm aber der König eigenhändig das Commandeurkreuz. Wir
        

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