Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1573589
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1210- 
11213. 
scheint aber nicht bemerkt zu haben, dass in den beiden Todtentanz- 
Alphabeten Verschiedenheiten obwalten. Jetzt gilt, wie es scheint, 
das Lützelburgerlsche Alphabet für das Original, es steht aber sehr 
in Frage, ob es das schönste, und dem Holbein am meisten ent- 
sprechende ist. Weiter vgl. auch R. WeigePs Abhandlung in Nau- 
mann's Archiv 1856 II. S. 193 ff: Altdeutsches Holzschnitt-Alphabet 
oder mit Figuren und figürlichen Contposittonen gezterte Initialen 
deutscher Künstler etc. etc. Diese Monographie ist auch einzeln 
abgedruckt. 
Ausserdem schreibt man dem Holbein noch ein Alphabet in Zoll- 
grösse mit tanzenden und scherzenden Bauern, und ein solches mit 
Kinderspielen zu, von welchen ebenfalls Abdrücke auf einem Bogen 
vorkommen. Die Buchstaben wurden aber auch zu Druckwerken be- 
nützt. Das Bauern-Alphabet kommt auf dem Lützelburgefschen Bogen 
vor, und ist von grösseren Buchstaben dieser Art zu unterscheiden. 
Vgl. R. Weigel zu B. v. Rumohr: H. Holbein der jüngere S. 105. 
Passavant 1. c. geht ebenfalls ausführlich auf die Todesbilder und die 
Alphabete ein, bei ihm ist aber die Ordnung eine andere, als in der 
Schrift von Rumohr und Weigel. Letztere schreiben die genannten 
Werke auch dem Schnitte nach dem H. Holbein zu, Passavant vindicirt 
die Schnitturbeit dem Hans Lützelburger, und fügt im Artikel über 
Holbein noch eine grosse Anzahl von anderen Holzschnitten bei, so dass 
sein Verzeichniss 160 Nummern enthält. 
1219. llippolyte Lavoignat, Zeichner und Formschneider von Laon 
[  (Aisne), gehört zu (len vielen Künstlern, welche ihre Kräfte 
H1, H4 der Illustration von Büchern widmeten. Auf seinen Holz- 
schnitten kommt der Name, und das Monogramm vor. Wir finden 
letzteres in der Htstoire de Gil Blas. Paris, Paulin 1886  dann 
in Tableau de Paris, pur Edmund Texter. Oucrage illustre de 
1500 Graoures emecutees sur bois etc., representant Paris sous 
tous ses aspects et ä toutes epoques. Paris 1858, roy. 4. Lavoignat 
übt seine Kunst in Paris. Seine Blätter sind zahlreich. Sie sind 
nach Zeichnungen von Meissonier, Dauzats, Decamps, Raifet u. s. w. 
geschnitten. 
1211. l-I. Linok, Zeichner und Formschneider in Berlin, der Sohn 
des Malers und Kupferstechers J. F. Linck, lieferte ver- 
äoHr-M schiedene Platten zur Illustration von literarischen und belle- 
tristischen Werken, auf welchen das Monogramm, oder die Initialen HL 
vorkommen. Wir finden beide auf Blättern im Kladderadatsch 1853 u. s. w. 
1212. Hans Lingelhach, geb. zu Frankfurt a. M. 1625, soll nach 
FL einer uns zu Gebot stehenden handschriftlichen Notiz Gemälde 
  mit diesem Monogramme bezeichnet haben. Wir wissen nicht, 
wo sich ein Bild mit demselben befinde, kennen nur Werke mit IL, 
und wenn diese Buchstaben neben einander stehen, könnte allenfalls 
ein zufälliger Querstrich auf ein Hmit L schliessen lassen. Im Künstler- 
Lexicon VII. S. 541 haben wir ausführlich über Johann Lingelbach 
gehandelt. 
Ganz unbekannt ist uns aber ein H. Landscher, welchem in 
der erwähnten Handschrift ein ähnliches Zeichen zugeschrieben wird. 
1213. Heinrich Lödel, Kupferstecher und Formschneider von Hameln, 
   einer der treltiichsten Künstler seines Faches, war in seiner 
 . früheren Zeit Buchbinder, und kam als Geselle nach Göt- 
tingen, wo ihm Oesterley Unterricht im Zeichnen ertheilte. Im Uebrigen 
war aber Lödel auf sich selbst angewiesen, und er begann mit Stempeln
        

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