Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1573568
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1 209. 
händler keine Verbindung hatte. Es ist überhaupt unerklärlich, wie 
Holbein die früheren Platten so ganz ausser Acht gelassen hatte, dass 
man sie noch bei seinen Lebzeiten als unbekannte Waare nach Lyon 
verkaufen konnte. 
6) ICOIVES MORTIS. Duodecim imaginibus praeter priores etc. 
Lugduni, sub scuto Coloniensi 1547. Am Ende: Ewcudebat Joannes 
Frellonius 1547, 8. 
Mit 53 Holzschnitten. 
7) Les Images de la Morl. Aumquelles sont adioutäes donze 
figures 8-  A Lyon, ä Pescu de Cologne, chez Jehan Frellon 
1547,  
Mit 53 Blättern. Die Auflage war sehr stark, und daher sind die 
Exemplare weniger selten. 
8) SIMOLACHRI, HISTORIE, E FIGVRE DE LA MORTE  
Aiuntovi di nuovo malte figure mai piu stampate. A Lyone appresso 
Giovan Frellone MDXLIX, 8. 
Mit 53 Blättern. In der Vorrede ist eine Verwahrung gegen den 
Buchhändler Vincenzo Valgrisi in Venedig, welcher 1546 eine Copie 
des Todtentanzes in Umlauf gebracht hatte. Sie ist genau, und es 
kommen auch Probedrücke auf einem Bogen vor: Simolachri historie, 
e figure de la morte  Auch lateinisch: Imagines mortis etc. 
Venetia app. V. Valgrisium 1546, 8. 
9) ICUNES MORTIS, Duodecim imaginibats praeter priores  
cumulatae. Basileae 1554, 8. 
Mit 53 Blättern. Es ist keine Verlagshandlnng angegeben, so dass 
man annehmen kann, es habe irgend ein Buchhändler in Basel eine 
Anzahl von Exemplaren von Lyon verschrieben, und selbe mit einem 
neuen Titel in den Handel gebracht. Man bemerkt indessen in meh- 
reren Blättern eine bedeutende Abnahme der Schärfe der Schnitte, und 
kann daher auf Abklatschungen denken. 
10) LES IMAGES DE LA MORT. Auxquelles sont adioustäes 
diar-sept figures.  A Lyon par Jehan Frellon 1562. Am Schlusse: 
A Lyon paf Sympltorien Barbier, 8. 
Diese Ausgabe ist fast die seltenste von allen, es gibt aber auch 
Exemplare, in welchen nur 53 Blätter vorkommen, obgleich nach dem 
Titel 17 hinzugefügte Holzschnitte angegeben sind. Unter den fünf 
neuen Blättern sind drei mit Kinderspielen, welche einen zusammen- 
hängenden Triumphzug von Kindern bilden. Sie passen zu den Kinder- 
scherzen, die schon seit 1547 den Todesbildern beigegeben sind, aber 
dem Holbein nicht zugeschrieben werden können. Die beiden anderen 
Blätter, der junge Ehemann vom Tode fortgeführt, und die beiden 
Neuvermählten, wobei sich der Tod an die Frau macht, fügt R. Weigel, 
 N0. 20,256, in Oopie bei. Diese Bilder sind ganz im Gegensatz 
zu der humoristisch-moralischen Tendenz der übrigen, indem sie sich 
zum Wehmüthigen, Zarten, sogar zum Sentimentalen hinneigen. Rumohr 
schreibt sie aber der Zeichnung nach doch dem Holbein zu, und glaubt, 
die Buchhandlung habe die Stöcke nur der einfacheren Zusammen- 
stellung, ruhigeren Haltung willen so lange zurückgestellt. Derjenige, 
welcher die 41 Blätter der ersten Ausgabe geschnitten, hat aber die 
folgenden nicht geschnitten. Sie beweisen mit vielen anderen, dass 
zu Lebzeiten des Holbein tüchtige Kräfte vorhanden waren. 
Das Todtentanz-Alphabet. 
11) Der kleine Todtentanz in den Initialen, oder das Todtentanz- 
Alphabet, ist von den erwähnten grösseren Bildern verschieden, und 
ohne Monogramm, wird aber der Zeichnung nach mit Recht dem
        

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